Stadtparlament sagt Ja zur Überdeckung des Bahnhofs St.Fiden: Jetzt stehen die Zeichen auf Aufbruch

Die Machbarkeit einer Überdeckung und Überbauung des Bahnhofs St.Fiden kann vertieft abgeklärt werden. Das hat das Stadtparlament am Dienstagabend entschieden. Daniel Wirth von der «Tagblatt»-Stadtredaktion findet die Prüfung, wie man dieses Gebiet sinnvoll entwickeln kann, nur eines: richtig.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Bild: Ralph Ribi

Hauchdünn hat das Stadtparlament nach kontroverser Diskussion Ja gesagt zu einem 368'500-Franken-Kreditchen für eine vertiefte Machbarkeitsstudie. Sie soll zeigen, ob die Gleisanlagen beim Bahnhof St.Fiden und Teile der Stadtautobahn überdeckt werden können.

Es ging um verhältnismässig wenig Geld am Dienstagabend – und gleichwohl um ungemein viel. Von Aufbruchstimmung wird im aktuellen Wahlkampf zwar oft geredet, im politischen Alltag ist davon aber nur selten etwas spürbar. Es ist in St.Gallen in dieser Form auch das erste Mal, dass die öffentliche Hand und Unternehmen in einem solch frühen Stadium einer Arealentwicklung zusammenarbeiten und eine Gesellschaft gründen. In anderen Schweizer Städten funktioniert das längst und gut.

Jetzt stehen die Zeichen in St.Fiden auf Aufbruch. Das Stadtparlament hat dem Widerstand der Ratslinken getrotzt. Hätte es Nein gesagt zur Machbarkeitsstudie – das Signal an Unternehmen, die Geld in die Hand nehmen und zusammen mit der Stadt investieren wollen, wäre fatal gewesen. Solche Unternehmen hätten sich künftig wohl gehütet, in St.Gallen eine Private-Public-Partnership einzugehen.

St.Fiden ist eines der letzten grossen Entwicklungsgebiete in der Stadt. Zu prüfen, wie es sinnvoll entwickelt werden kann, ist nur eines: richtig.