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St.Galler Stadtparlament kritisiert: Liegenschaftsamt lässt sich zu viel Zeit

Es daure viel zu lange, bis die städtischen Liegenschaften der Grünabfuhr angeschlossen würden, kritisierten am Dienstag St.Galler Stadtparlamentarier. Daran soll sich bald etwas ändern.
Seraina Hess
Zur Leerung der grünen Tonnen der Grünabfuhr hat die Stadt ein neues Kehrichtauto angeschafft. Es ist regelmässig in der Stadt unterwegs. (Bild: Ralph Ribi - 27. Juli 2017)

Zur Leerung der grünen Tonnen der Grünabfuhr hat die Stadt ein neues Kehrichtauto angeschafft. Es ist regelmässig in der Stadt unterwegs. (Bild: Ralph Ribi - 27. Juli 2017)

«Peinlich.» So umschrieb Christian Huber (Junge Grüne) an der Sitzung des Stadtparlaments vom Dienstag den Umstand, dasssehr viel Zeit verstreichen musste, bis sich die Stadt mit ihren Liegenschaften an der Grünabfuhr beteiligt. «Wir appellieren an das ökologische Gewissen der Liegenschaftsverwaltung.»

Huber bemängelte im Namen der Fraktion von Grünen und Jungen Grünen die Antwort des Stadtrates auf die Interpellation von Andreas Hobi (Grüne), Basil Oberholzer (Junge Grüne), Andrea Scheck (Juso), Andrea Hornstein (PFG), Lisa Etter (SP) und Christoph Wettach (GLP). Die Stadtparlamentarier hatten bereits vergangenen September kritisiert, dass sich das Liegenschaftenamt der Stadt St. Gallen nicht an der Grünabfuhr beteilige. Damit unterlaufe die Dienststelle die ökologische Entsorgungsstrategie der Stadt.

Bis Ende 2020 alle eigenen Liegenschaften dabei

An der gestrigen Stadtparlamentssitzung blieb an der Antwort des Stadtrates darauf kaum ein gutes Haar. Darin heisst es zwar, die städtischen Liegenschaften sollten mit der Grünabfuhr erschlossen werden; in einer ersten Etappe sind es 40 Gebäude, die ab Oktober mitmachen. Bis Ende 2020 sollen sich rund zwei Drittel beteiligen.

Das wurde nicht nur von Christian Huber als zu langsam kritisiert, sondern auch von Christoph Wettach (GLP). Ähnlich äusserte sich Juso-Parlamentarierin Andrea Scheck: «Es ist stossend, dass die Stadt bis 2020 benötigt, um sich der Grünabfuhr anzuschliessen.» Immerhin habe sie eine Vorbildfunktion, auch wenn das Mehrarbeit für die Verwaltung darstelle.

Grund für die Verzögerungen sind gemäss Antwort des Stadtrates Abklärungen, die wegen personeller Engpässe in der Dienststelle Liegenschaften mehr Zeit in Anspruch genommen haben, als budgetiert.

Selbst den Hörer in die Hand nehmen

Aus einem etwas anderen Blickwinkel beleuchtete Donat Kuratli (SVP) das Thema. Auch er habe sich über die Nichtbeteiligung an der Grünabfuhr aufgeregt.

«Doch immerhin sind wir vom Volk gewählte Stadtparlamentarier und können mehr unternehmen, als bloss Vorstösse einzureichen und dann seit Dezember auf eine Antwort zu warten.»

Beispielsweise könne man selber den Hörer in die Hand nehmen und mit der Baudirektion Kontakt aufnehmen, um Mietern zum Grüngutabo zu verhelfen, sagte Kuratli.

Stadträtin Maria Pappa gab sich am Ende der Diskussion im Stadtparlament einsichtig: «Ja, wir hätten früher etwas unternehmen können, mussten die Prioritäten aber anders setzen. Wir sind jedoch gewillt, jetzt zügig loszulegen.»

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