Stadtautobahn St.Gallen: Fahrplan für die Totalsanierung, den Olma-Deckel und die Engpassbeseitigung

Ab Mitte 2021 verwandelt sich die St.Galler Stadtautobahn in eine Grossbaustelle.

Reto Voneschen
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So einfach wie mit dem Playmobil ist die Sanierung der St.Galler Stadtautobahn leider nicht. Sie ist zeitaufwendig und kostet 524 Millionen Franken.

So einfach wie mit dem Playmobil ist die Sanierung der St.Galler Stadtautobahn leider nicht. Sie ist zeitaufwendig und kostet 524 Millionen Franken.

Bild: Benjamin Manser

Totalsanierung der Stadtautobahn bis 2027

  • 2018 bis 2020
    Die Vorarbeiten für die Autobahnsanierung werden bis Mitte 2020 abgeschlossen. Dazu zählen Massnahmen zur Sicherung einzelner Bauwerke im Rutschhang Dietli, die Erstellung provisorischer Überfahrten für Spurwechsel und die Installation von provisorischen Rohrblöcken entlang der Autobahn.
  • Mitte 2021
    Start der Sanierungsarbeiten zwischen Winkeln und Sitterviadukt. In Nachtarbeit werden Trassee und Fahrbahnen saniert. Im Osten werden Zentralen erweitert und modernisiert.
  • 2022/23
    Arbeiten zwischen Sitterviadukt und Neudorf. Saniert werden in Tag- und Nachtarbeit Trassee und Fahrbahnen, Brücken und Stützmauern, Galerien sowie der Tunnel Stephanshorn. 2022 beginnt der Bau eines neuen Fluchtstollens im Schorentunnel.
  • 2024 bis 2026
    2024 startet die Sanierung der Tunnel Rosenberg und Schoren. Es wird ausschliesslich in der Nacht gearbeitet. Jeweils eine Tunnelröhre wird dafür von 20 bis 5 Uhr gesperrt.
  • 2027
    Abschlussarbeiten.
  • 2018 bis 2027
    Parallel zu den ganzen Vor- und Sanierungsarbeiten wird fortlaufend die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung der St.Galler Stadtautobahn auf den neusten Stand gebracht.
  • Ab Ende 2027
    Der Verkehr rollt erstmals seit neune Jahren unbehindert von Baustellen über die vollständig sanierte St.Galler Stadtautobahn.
Blick aufs Ostportal des Rosenbergtunnels: Hier sind im Frühsommer dieses Jahres die Vorarbeiten für die Überdeckung der Stadtautobahn gestartet. Auf den Deckel kommt dereinst die neue Olma-Messehalle 1 zu stehen.

Blick aufs Ostportal des Rosenbergtunnels: Hier sind im Frühsommer dieses Jahres die Vorarbeiten für die Überdeckung der Stadtautobahn gestartet. Auf den Deckel kommt dereinst die neue Olma-Messehalle 1 zu stehen.

Bild: Benjamin Manser

Bau des Olma-Deckels bis Mitte 2022

  • Bis Ende 2019
    Abschluss der Vorarbeiten für die Überdeckung der Autobahn bei St.Fiden.
  • 2020/21
    In Tag- und Nachtarbeit werden die Fundamenten und die Wände der Überdeckung erstellt.
  • 2022
    Jetzt wird die Autobahn in Nachtarbeit überdeckt. In Tag- und Nachtarbeit wird die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung montiert. Die Arbeiten am Deckel sind Mitte Jahr abgeschlossen.
Blick in den alten St.Galler Güterbahnhof: Hier soll im Rahmen des Grossprojektes der Engpassbeseitigung eine neue Autobahnzufahrt zum Sitterviadukt entstehen. Von hier aus soll es gleichzeitig einen Entlastungstunnel zur Liebegg im Riethüsli geben.

Blick in den alten St.Galler Güterbahnhof: Hier soll im Rahmen des Grossprojektes der Engpassbeseitigung eine neue Autobahnzufahrt zum Sitterviadukt entstehen. Von hier aus soll es gleichzeitig einen Entlastungstunnel zur Liebegg im Riethüsli geben.

Bild: Benjamin Manser

Nächstes Grossprojekt ist die Engpassbeseitigung

Der Zeitplan für dieses Jahrhundertprojekt, das den Bau einer dritten Röhre für den Rosenbergtunnel sowie einer Teilspange vom Sitterviadukt in den Güterbahnhof und weiter in die Liebegg vorsieht, ist provisorisch. Je nach dem Stand anderer Projekte und nach Parlamentsbeschlüssen in Bern kann sich der Fahrplan nach vorne oder hinten verschieben.

  • Derzeit
    Die Arbeiten am Generellen Projekt für die dritte Röhre des Rosenbergtunnels sowie am Vorprojekt der Teilspange zum Güterbahnhof und in die Liebegg sind im Gang.
  • 2023
    National und Ständerat beschäftigen sich mit der strategischen Planung für den Ausbau des Nationalstrassennetzes.
  • 2031
    gilt derzeit als frühester Zeitpunkt für den Baubeginn an der St. Galler Engpassbeseitigung.
  • 2040
    gilt derzeit als frühester Zeitpunkt für die Inbetriebnahme von dritter Röhre und Teilspange.