TIEFGARAGE: Baustart fürs «UG 25» verzögert sich

Das Parkhaus «UG 25» am Unteren Graben wird später fertig als geplant. Die Arbeiten starten nicht diesen Sommer, sondern im Frühling 2018. Gemäss der Bauherrschaft erfolgt die Verschiebung aus freien Stücken. Dadurch erhöhe sich die Planungssicherheit.

David Gadze
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Das ehemalige Parkhaus «UG 24» am Unteren Graben wird von 210 auf insgesamt 741 Parkplätze ausgebaut. (Bild: Urs Bucher (6. September 2012))

Das ehemalige Parkhaus «UG 24» am Unteren Graben wird von 210 auf insgesamt 741 Parkplätze ausgebaut. (Bild: Urs Bucher (6. September 2012))

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Der Zeitplan für die Fertigstellung des Parkhauses «UG 25» am Unteren Graben hat sich erneut nach hinten verschoben. Ursprünglich hätten die Bauarbeiten für die Erweiterung des ehemaligen «UG 24» auf insgesamt 733 Parkplätze – davon 192 öffentlich bewirtschaftete – bereits in den Sommerferien 2016 beginnen sollen. Aufgrund der Einspracheverhandlungen mit dem Verkehrsclub der Schweiz (VCS), der diverse Verbesserungen für den Langsamverkehr und eine Anpassung bei der Bewirtschaftung der Parkplätze forderte, mussten sie jedoch um ein ganzes Jahr verschoben werden. Doch nun ist klar: Sie werden auch in diesem Sommer nicht beginnen, sondern im Frühling 2018. Das bestätigt Iso Senn, Verwaltungsrat und Projektleiter der Bauherrin Senn Resources AG.

Höhere Planungssicherheit dank späterem Baustart

Der Grund für die Verschiebung des Baubeginns des «UG 25» sei die Verschiebung der Sanierung des Rosenbergtunnels. Ursprünglich sei der Beginn der Sanierung 2018 geplant gewesen. «Für uns bedeutete das, dass wir aufgrund des zusätzlichen Verkehrs in der Innenstadt bis dann mit dem Baugrubenabschluss am Unteren Graben, der nur während der Sommerferien erfolgen kann, fertig sein müssen. Sonst hätte uns eine Verzögerung von bis zu drei Jahren gedroht», sagt Senn. Dieser Fall wäre für das «UG 25» «sehr kritisch» gewesen, nicht nur wegen der weitaus höheren Kosten, sondern auch weil die Baubewilligung dann abgelaufen wäre. Da das Bundesamt für Strassen (Astra) die Sanierung der Stadtautobahn aber erst zwei Jahre später in Angriff nehme, falle dieser zeitliche Druck weg.

Die Verschiebung des Baustarts auf Frühling 2018 bringe vor allem eine höhere Planungssicherheit mit sich, sagt Senn. «Hätten wir schon diesen Sommer anfangen müssen zu bauen, wäre die Planung parallel dazu rollend weitergelaufen. Das wäre kein optimaler Start gewesen.» Allenfalls hätte eine Anpassung des Bauablaufs oder sogar ein Unterbruch ins Auge gefasst werden müssen, um die Planung an den Baufortschritt anpassen zu können. Nun können die Erweiterung des Parkhauses in Ruhe zu Ende geplant und sämtliche Arbeiten mit Kanton und Stadt koordiniert werden. Die Ausschreibung der Arbeiten sei bereits im Gange.

Gestartet wird an der Müller-Friedberg-Strasse

Es bleibt jedoch dabei, dass der Baugrubenabschluss im Bereich des Unteren Grabens nur während der Sommerferien erfolgen kann, da dann am wenigsten Verkehr durch die Stadt fliesst. Denn die meistbefahrene Strasse der Stadt muss während dieser Zeit auf drei Spuren reduziert werden. Deshalb beginnen die Arbeiten nicht wie geplant am Unteren Graben, sondern an der Müller-Friedberg-Strasse. «Bis zu den Sommerferien 2018 können wir jenen Teil der Baugrube abschliessen, danach den Unteren Graben. So verlieren wir nicht ein weiteres ganzes Jahr.»

Die Verschiebung des Baubeginns zieht allerdings auch eine Verzögerung bei der geplanten Fertigstellung nach sich. Statt im April 2019 dürfte das «UG 25» rund ein halbes Jahr später in Betrieb genommen werden. Auf die Kosten habe dies jedoch kaum Auswirkungen, sagt Iso Senn. Sie bewegen sich zwischen 42 und 45 Millionen Franken.