Stadt St.Gallen
Die Spitex St.Gallen findet keine Nachfolge für die Geschäftsführung: Anna Ravizza bleibt vorerst Leiterin

Im Juni 2021 kündigte der Geschäftsführer der Spitex St.Gallen AG. Interimistisch übernahm Anna Ravizza. Sie wird das Mandat voraussichtlich bis Ende 2022 weiterführen, da bisher keine geeignete Nachfolge gefunden werden konnte.

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Verwaltungsrätin Anna Ravizza hat interimistisch die Geschäftsführung übernommen.

Verwaltungsrätin Anna Ravizza hat interimistisch die Geschäftsführung übernommen.

Bild: Michel Canonica

Die Spitex St.Gallen AG hat ein holpriges 2021 hinter sich. Nachdem die Spitex-Vereine der Stadt ab 1. Januar fusioniert als Einheitsspitex den Betrieb aufgenommen hatten, folgten Kündigungswellen im Februar, März, April. Mehrere Dutzend Angestellte verliessen das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Anfang Juni dann die Nachricht: Der Geschäftsführer Michael Zellweger geht per sofort.

Danach hat Anna Ravizza interimistisch die Geschäftsführung übernommen als Delegierte des Verwaltungsrates. Sie leitete zuvor interimistisch im Verwaltungsrat das Ressort Human Resources.

Kontinuität und Stabilität wahren

Fortan wurde nach einer neuen Führungsperson gesucht. Lange blieb es still. Heute Freitag informierte der Verwaltungsrat per Medienmitteilung über den Stand: Trotz «intensiver Rekrutierungsbemühungen» konnte keine geeignete Nachfolge gefunden werden. «Anna Ravizza wird ihr Mandat voraussichtlich bis Ende 2022 weiterführen», heisst es weiter. Dies, «um die Kontinuität und Stabilität der jungen Organisation zu wahren».

Weiter teilt die Spitex St.Gallen AG mit, Ravizza habe es in ihrer Doppelfunktion als Verwaltungsrätin und Geschäftsführerin geschafft, Ruhe in die Spitex zu bringen. Mit Liliane Niederer, ihrer Nachfolgerin als Leiterin Human Resources, sei das Augenmerk auf die Schulung der Mitarbeitenden und die Rekrutierung von Fachkräften gelegt worden. «Seither hat sich die Personalsituation der Spitex St.Gallen AG stabilisiert.»

In der Mitteilung werden auch mögliche Gründe für die bisher erfolglose Suche genannt. Zum einen die Herausforderung, eine neu gegründete Organisation weiterzuentwickeln. Dies stelle besondere Anforderungen an die Qualifikationen und Kompetenzen der Kandidatinnen und Kandidaten. Der generelle Fachkräftemangel in der Pflege und der turbulente Start der neuen Spitex-Organisationen trügen ihren Teil dazu bei, dass die Suche bisher nicht erfolgreich war. (pd/dh)

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