Die Robidog-Behälter kommen bald zurück auf den St.Galler Klosterplatz

Hündeler vermissen den Robidog-Beuteldispenser auf dem Klosterplatz. Der Behälter wurde zur Reparatur abgebaut, soll aber bald wieder montiert werden. 

Christoph Renn
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Auf dem Klosterplatz fehlt vorübergehend der Dispenser für Hundekotbeutel.

Auf dem Klosterplatz fehlt vorübergehend der Dispenser für Hundekotbeutel.

Bild: Michel Canonica

Hundeliebhaber leben nicht nur auf dem Land. Auch in der Stadt gibt es eine Menge. Ein beliebter Ausflugsort für einen Spaziergang ist für viele Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer der Stiftsbezirk. Die grüne Klosterwiese lädt die Vierbeiner dazu ein, ihr Geschäft im Park des Unesco-Weltkulturerbes zu erledigen.

Mit einem Säckli, das in den grünen Robidog-Behälter entsorgt werden kann, ist die Sauerei aber schnell aufgeräumt. Doch genau dort gibt es im Moment ein Problem: «Habe bemerkt, dass auf dem Klosterplatz der Robidog-Beuteldispenser entfernt wurde», heisst es in einer Meldung im Stadtmelder.

Für die Hundefreunde scheint der Verlust des Dispensers schwerwiegend. Deshalb haben sie das Heft gleich in die eigene Hand genommen und die orangen Säckli an selber Stelle aufgehängt – versehen mit einer liebevollen Zeichnung. Wie im Stadtmelder angekündigt, hat die Stadt inzwischen wieder einen Dispenser montiert. Das ist aber nur eine vorübergehende Lösung. Schon bald wird wenige Meter vom ursprünglichen Platz wieder ein Robidog-Kasten aufgestellt.

Das Schloss war kaputt

In der Meldung des Stadtmelders wollte die aufgebrachte Hundehalterin oder der aufgebrachte Hundehalter weiter wissen, wieso die Stadt den Behälter auf dem Klosterplatz denn überhaupt entfernt habe.

Der Grund ist einfach: «Das Schloss war kaputt. Deshalb haben wir den Behälter zur Reparatur abgebaut», sagt Jürg Aerne, Leiter Technische Dienste beim städtischen Strasseninspektorat. Man müsste sämtliche Behälter auf Stadtgebiet von Zeit zu Zeit flicken oder reinigen.

Die Verfasserin oder der Verfasser des Textes im Stadtmelder vermutet jedoch einen anderen Hintergrund: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass dadurch weniger Hundebesitzer und ihre Vierbeiner sich auf der Wiese aufhalten, noch dass es künftig weniger Hundekot auf der Wiese hat.»

Darum geht es der Stadt jedoch nicht. Bei der Reinigung und dem Unterhalt der entsprechenden Behälter für Hundekot handelt es sich um eine regelmässige Arbeit. «Es kommt manchmal vor, dass ein Behälter übel stinkt», sagt Aerne. Dann müsse dieser entfernt und gereinigt werden. Zudem würden sie meisten im Frühling die beschädigten Kübel und Dispenser auffrischen.

Die Hündeler der Stadt müssen sich also nicht mehr lange gedulden, bis es auch auf dem Klosterplatz wieder einen Robidog-Dispenser und einen Kübel gibt. «Wir werden ihn auf Wunsch des Kantons jedoch um einige Meter verschieben», sagt Aerne. Denn bisher sei er genau im Eingang zum Klosterbezirk gestanden. «Bekommen wir eine entsprechende Meldung der Grundstückbesitzer, versuchen wir jeweils, eine passende Lösung zu finden.»

Sämtliche Behälter sind im Stadtplan verzeichnet

Bei der Stadt hat man nicht damit gerechnet, dass ein vorübergehend fehlender Robidog-Behälter für Aufruhr sorgt. «Im Umkreis von rund 250 Metern gibt es drei weitere Exemplare», sagt Jürg Aerne. Zudem würden die meisten Hundehalterinnen und Hundehalter sowieso eigene Beutel mit sich führen. Diese können auch in normalen Abfallkübeln geworfen werden. In der Stadt sind 196 Behälter und Dispenser aufgestellt. Die Standorte sind auf dem digitalen Stadtplan auf der Homepage der Stadt zu sehen.