Stadt befreit Velos von Schnee und Salz

Die Velostation der Stadt bei der Fachhochschule St.Gallen bietet während der Wintermonate eine günstige Schnellreinigung an. Sie dient dazu, Schäden am Velo zu vermeiden, die durch Schnee und Salzrückstände entstehen.

Aliena Trefny
Drucken
Teilen
Ein Mitarbeiter spritzt das Velo ab, um es von Schnee und Salzrückständen zu befreien. (Bild: Aliena Trefny)

Ein Mitarbeiter spritzt das Velo ab, um es von Schnee und Salzrückständen zu befreien. (Bild: Aliena Trefny)

Es gibt nicht viele, die sich im Winter mit dem Velo auf die Strasse wagen, wenn der Schnee erst einmal liegen geblieben ist. Zur Rutschgefahr und Kälte kommt dazu, dass Pflutsch und Streusalz das Velo verschmutzen und beschädigen können. Vor allem Salzrückstände führen an Schrauben und Ketten zu Rostbildung. Das reduziert die Lebensdauer eines Velos markant. Deshalb wird empfohlen, nach jeder Velofahrt im Schnee das Velo gründlich abzuspülen.

In der kälteren Jahreszeit bietet die städtische Velostation bei der Fachhochschule St. Gallen eine Velo-Schnellreinigung zum Preis von zehn Franken an. Diese dauert ungefähr eine Viertelstunde, in der das Velo und die Lichter von Schnee befreit und abgespült werden. So ist man auf der Strasse gut sichtbar und das Gefährt wird vor Schäden bewahrt.

Der Winter kann noch lange dauern

Abgesehen von den letzten heftigen Schneefällen sei der Winter im Dezember nicht sehr schneereich gewesen, was zu einer geringen Reinigungsnachfrage geführt habe, heisst es bei Stadt. Dennoch will die Velostation diese Aktion weiterhin anbieten, schliesslich kann der Winter noch lange dauern. Für jemanden, der keinen Gartenschlauch zu Hause hat, das Velo aber dennoch schützen möchte, ist die Veloreinigung keine abwegige Idee.

Kaum Konkurrenz für Fachgeschäfte

Für Velohändler dürfte die Velostation keine Konkurrenz darstellen, denn die Geschäfte bieten vor allem umfangreiche Reinigungen im Rahmen einer Reparatur an. Dennoch sind nicht alle Händler überzeugt von der Aktion. Bei Velo Stern an der Magnihalden 13 hätten Kunden von der Reinigung erzählt. Für ein privates Unternehmen sei eine Aktion dieser Art nicht machbar. Erstens wegen des Standorts – die Velostation liegt zentraler –, und zweitens, weil die Händler lieber eine umfangreiche Reinigung anbieten wollen. Bei Velo-Pfiffner im Linsebühlquartier ist man ebenfalls der Meinung, dass die Reinigung der Stadt keine Konkurrenz darstelle. Sasha Legenstein von Velo Legi an der Rorschacherstrasse 221 ärgert sich zwar darüber, dass die Stadt den Händlern mit dem Angebot in die Quere kommt; weniger Kunden verzeichnet er deswegen aber nicht.