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Stadler Rail baut in Altenrhein 36 Niederflurtriebzüge für die Rhätische Bahn

«Capricorn» heisst auf rätoromanisch Steinbock. Und so heissen auch die 36 Flügeltriebzüge, die Stadler Rail in Altenrhein für die Rhätische Bahn produziert. Beim Roll-out von heute Montag wurden die roten Züge präsentiert. Die RhB investiert 361 Millionen Franken in ihre neuen Züge, die unter anderem Livebilder aus dem Führerstand liefern.
Rudolf Hirtl
Dutzende Fotografen sind zur Stelle, als der erste «Capricorn»-Zug der Rhätischen Bahn präsentiert wird. (Bild: Rudolf Hirtl)

Dutzende Fotografen sind zur Stelle, als der erste «Capricorn»-Zug der Rhätischen Bahn präsentiert wird. (Bild: Rudolf Hirtl)

Stadler Rail macht es spannend am Montag. Um 10 Uhr informieren Renato Fasciati, CEO der Rhätische Bahn (RhB), Thomas Ahlburg, Group CEO von Stadler, und Mitglieder vom Projektteam über die mit einem Investitionsvolumen von 361 Millionen Franken grösste Beschaffung von neuem Rollmaterial in der Geschichte der RhB. Thema sind dabei auch die technischen Details des «Capricorn». Um 11 Uhr treffen sich dann die geladenen 120 Gäste zur Roll-out-Feier.

Erst um 13 Uhr fährt endlich der erste fertige Zug in Altenrhein aus der Produktionshalle. Eingetaucht in künstlichen Nebel und im Fokus von gegen 20 Fotografen und Videojournalisten. Im Blitzlichtgewitter steht auch Markus Sauerbruch, Divisionsleiter Schweiz. «Ausser dem Drehgelenk, dass von einer Partnerfirma aus Winterthur geliefert wird, wird der ‹Capricorn› von A bis Z hier in Altenrhein produziert. Er wurde zur Gänze auch hier entwickelt», sagt er nicht ohne Stolz. Mit der Produktion des Zugs seien zwischen 100 und 150 Personen beschäftigt.

Pro Monat wird bei Stadler ein «Capricorn» gebaut

Gesamt arbeiten bei Stadler in Altenrhein zwischen 900 und 1000 Personen. Wann diese in den Neubau nach St. Margrethen umziehen, kann Sauerbruch noch nicht sagen. «Klar ist aber, dass der ‹Capricorn› einer jener Züge sein wird, dessen Produktion umziehen muss. In Altenrhein verbleibt einzig die Kastendetailfertigung, für die 70 Personen beschäftigt sind.» Pro Monat baut Stadler einen dieser elektrischen Niederflurtriebzüge. Ehe der erste davon im Spätherbst dieses Jahres auf der Strecke Landquart–Davos–Filisur zum Einsatz kommt, stehen noch Werkabnahme, Typentest und Personalschulung auf dem Programm.

Bessere Fotos Dank offener Zugfenster

Thomas Ahlburg zeigt sich erfreut darüber, dass nicht nur der Börsengang von Stadler, sondern auch die Präsentation des Flügeltriebzuges auf grosses Medieninteresse stösst. «Schön, können wir wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen, nämlich gescheite Züge zu bauen.» Er erinnert an die Vertragsunterzeichnung mit der RhB im Juni 2016 und an den Umstand, dass die ursprüngliche Bestellung von 27 auf 36 Züge erhöht wurde.

Eine Frontkamera liefert den Ausblick des Lokführers auf Bildschirme in den Waggons dahinter. (Bild: Rudolf Hirtl)

Eine Frontkamera liefert den Ausblick des Lokführers auf Bildschirme in den Waggons dahinter. (Bild: Rudolf Hirtl)

Renato Fasciati macht auf die Besonderheiten der neuen RhB-Züge aufmerksam. «Speziell ist sicher die Übertragung der Frontkamera aus dem Führerstand. Auf Bildschirmen haben die Fahrgäste so denselben Ausblick wie der Lokführer.» Ausserdem habe die RhB Wert darauf gelegt, dass sich einzelne Fenster öffnen lassen. «Dies wird das Fahrerlebnis durch Graubünden zusätzlich erhöhen. Ebenso wie behindertengerechte Toiletten und komfortable Rollstuhlplätze.»

Der neue Zug fährt eingehüllt in künstlichen Nebel aus der Werkhalle bei der Stadler Rail in Altenrhein. (Bild: Rudolf Hirtl)

Der neue Zug fährt eingehüllt in künstlichen Nebel aus der Werkhalle bei der Stadler Rail in Altenrhein. (Bild: Rudolf Hirtl)

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