st. gallen
«Lasst uns skateboarden»: Petition für St.Galler Skatehalle und Beleuchtung des Skateparks an Markus Buschor übergeben

3272 Unterschriften zieren die Skater-Petition, die Schuldirektor Markus Buschor am Freitagmorgen entgegengenommen hat. Ziel des Vorstosses: Skaterinnen und Skater wollen ihren Sport 365 Tage im Jahr unter «normalen» Bedingungen ausüben können.

Siri Würzer
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Übergabe der Petition im Amtshaus: Markus Buschor nimmt die Unterschriften entgegen. Im Rollstuhl der Initiant der Petition, SP-Politiker Cem Kirmizitoprak.

Übergabe der Petition im Amtshaus: Markus Buschor nimmt die Unterschriften entgegen. Im Rollstuhl der Initiant der Petition, SP-Politiker Cem Kirmizitoprak.

Bild: Siri Würzer
(11.12.2020)

Am Freitagmorgen ist im St.Galler Amtshaus die Petition «Lasst uns skateboarden» an Schuldirektor Markus Buschor übergeben worden. 3272 Unterschriften wurden dafür innerhalb von nur zwei Monaten gesammelt. Die Skaterinnen und Skater hinter der Petition wünschen sich eine Beleuchtung des Skateparks Kreuzbleiche und eine Skatehalle für den Winter.

Für fast jede Sportart gebe es in St.Gallen einen passenden Ort, an dem man seinen Sport unter professionellen Bedingungen ausüben könne. Ausserdem sei es jetzt, da das Skateboarden eine olympische Disziplin werde, höchste Zeit, es auch in der Ostschweiz als offizielle Sportart anzuerkennen, hiess es bei der Petitionsübergabe.

Zwei alte Anliegen

«Die Skater-Community soll auch ihren eigenen Platz in der Gesellschaft bekommen», sagt Cem Kirmizitoprak. Skaterinnen und Skater hätten sich schon seit längerem für die zwei Anliegen eingesetzt. Bisher auf bilateralem Weg, etwa über das Sportamt oder die Direktion Bildung und Freizeit.

«Ich kann es nicht sehen, wenn eine so grosse Community nicht gehört wird», sagt Cem Kirmizitoprak. Deshalb habe er, Leiter der Beratungsstelle für Inklusion in St.Gallen, dieses Jahr die Petition initiiert. Das Resultat zeige klar, dass sich ein nicht zu vernachlässigender Teil der St.Galler Bevölkerung wünsche, dass die Stadt eine Lösung für die Anliegen der Skaterinnen und Skater finde.

Parkgarage der Olma-Messen als Übergangslösung

Bis im März 2021 steht den Skaterinnen und Skatern diesen Winter ein Abschnitt der Parkgarage der Olma-Messen als Provisorium zur Verfügung. Wegen des Coronavirus dürfen sich jedoch nur 15 Personen zur gleichen Zeit darin aufhalten. Es gibt festgelegte Öffnungszeiten und man muss sich vorher online anmelden.

Diese Übergangslösung sei besser als nichts, sagt Cem Kirmizitoprak. Es sei aber schade, dass die Jugendlichen in die Tiefgarage «verbannt» würden, wo doch beispielsweise auch die Olma-Hallen zurzeit frei seien. Laut ihm wäre es wünschenswert, dass die Skate-Community anstatt einer provisorischen Übergangslösung endlich eine permanente Lösung bekomme.

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