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St. Gallen: Hoch hinaus mit Holz

Für seine innovative Holzbauweise ist ein Mehrfamilienhaus im Osten der Stadt mit dem Prix Lignum ausgezeichnet worden. Das Konzept könnte Schule machen.
Marco Cappellari
Dank Holzbauweise verfügt das Mehrfamilienhaus über fünf statt zwei Stockwerke (Bild: Ralph Ribi).

Dank Holzbauweise verfügt das Mehrfamilienhaus über fünf statt zwei Stockwerke (Bild: Ralph Ribi).

Ein St. Galler Mehrfamilienhaus ist mit dem ersten Platz des Prix Lignum ausgezeichnet worden. Der Preis wird alle drei Jahre für die besten Schweizer Holzbauprojekte vergeben. Bauherr des Hauses an der Rappensteinstrasse 23 ist der ehemalige FDP-Nationalrat Peter Weigelt.

«Unser Bau ist nicht nur schön, sondern auch zukunftsweisend», begründet Weigelt den ersten Rang. Er ist sich sicher, dass das Konzept Fuss fassen könnte, besonders auch in der St. Galler Innenstadt. Denn die spezielle Holzbauweise erlaubt ein verdichtetes Bauen. So konnte Weigelt das Mehrfamilienhaus doppelt so hoch bauen, als das mit der üblichen Massivbauweise möglich gewesen wäre.

Bis auf Liftschacht komplett aus Holz

Eine weitere Besonderheit des Baus ist, dass die fünf Holzgeschosse auf ein bestehendes Betonsockelgeschoss gesetzt worden sind und ein Neubau somit nicht nötig war. So eigne sich das Konzept gerade für Innenstädte, da auf bestehende Betongeschosse und Fundamente gebaut werden kann.

Bis auf wenige Ausnahmen besteht das gesamte Mehrfamilienhaus aus Holz. Lediglich der Liftschacht musste aus Beton gebaut werden. Für Jürg Stieger von Forrer Stieger Architekten war das Projekt eine spannende Herausforderung. «Wir mussten eine Struktur entwickeln, die auf das bestehende Sockelgeschoss gesetzt werden konnte und die ganze Last trägt.» Der Bau stehe seiner Meinung nach im Zeichen der immer populärer werdenden Holzbauweise. «Früher hiess es bei Vielem kategorisch: ‹Das ist nur mit Massivbau möglich.›» Das Bewusstsein ändere sich langsam, auch in gesetzlicher Hinsicht: So mussten früher beispielsweise tragende Holzbalken aus Feuerschutzgründen mit Gips eingekleidet werden. Seit 2015 dürften Holzbalken auch unverkleidet sein.

Die Fassade des Mehrfamilienhauses ist eine weitere Erfolgsgeschichte. So habe die Stadt anfänglich Bedenken geäussert, ob der Holzbau optisch in die Innenstadt passt. Nach etwas Überzeugungsarbeit habe sie eingelenkt. «Und heute sind sie genau so zufrieden damit wie wir.»

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