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St. Gallen hat die billigsten Mietwohnungen

In Genf zahlt eine Familie für die gleich grosse Wohnung fast doppelt so viel Miete wie in St. Gallen. Dies zeigt eine Studie von Comparis. Als Grund nennen die Studienverfasser die geringere Standortattraktivität.
Christoph Renn
Wohnen in St.Gallen ist günstiger als in anderen grossen Städten der Schweiz. (Urs Bucher)

Wohnen in St.Gallen ist günstiger als in anderen grossen Städten der Schweiz. (Urs Bucher)

In St. Gallen kostet eine 4,5-Zimmer-Wohnung mit einer Fläche von 100 bis 110 Quadratmeter durchschnittlich 2004 Franken. Im Vergleich der zehn grössten Schweizer Städten ist das der tiefste Mietzins, wie eine Analyse von Comparis zeigt. Der Vergleichsdienst hat dazu die Inseratpreise auf seiner Plattform verglichen. In Genf zahlen die Bewohner für eine Wohnung mit derselben Fläche und Zimmerzahl 3820 Franken. Das ist fast doppelt so viel wie in St. Gallen. In Zürich kostet eine entsprechende Wohnung 3073 Franken. Somit reiht sich St. Gallen unter anderem hinter Winterthur, Lugano und Biel ein.

Für Frédéric Papp, Finanzexperte bei Comparis, ist der Grund für die tiefen Mieten in St. Gallen klar: «Die vergleichsweise günstigen Wohnungen in St. Gallen sind unter anderem mit der geringeren Standortattraktivität im Vergleich zu Zürich erklärbar», sagt er. Seine Aussage stützt er auf eine Studie der «Bilanz» aus dem vergangenen Jahr. In dieser ist St. Gallen auf Rang 9 platziert. Dabei wurden Faktoren wie Arbeitsplätze, Bildung, Kultur, Mobilität oder Steuern beurteilt.

Viele leere Mietwohnungen

Weiter zeigt die Analyse der Inseratpreise von Januar 2018 bis Mitte April 2019, dass in St. Gallen auch die Mieten von 3,5-Zimmer-Wohnungen am tiefsten sind. So kosten sie durchschnittlich 1675 Franken pro Monat. Knapp vor St. Gallen liegt Biel mit 1690 Franken. Einzig bei den 2-Zimmer-Wohnungen liegt Biel am Schluss der Rangliste mit 1125 Franken, hinter St. Gallen mit 1160 Franken.

Auch die Leerstandsziffer in St. Gallen ist bemerkenswert. Sie liegt bei 2,43 Prozent. «Der Schweizer Schnitt liegt bei 1,62 Prozent», sagt Papp. Die hohe Leerstandsziffer könne darauf zurückgeführt werden, dass die aktuellen Mietpreise zu hoch angesetzt seien, beziehungsweise die Immobilienbesitzer mit einer steigenden Nachfrage rechnen. Deshalb liessen sie die Wohnungen vorübergehen lieber leer stehen, als sie zu einem tieferen Preis zu vermieten.

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