Sportförderung
Jetzt kann geplant werden: St.Galler Stadtparlament heisst Sportanlagenkonzept gut

Vier Jahre dauerte es, bis das St.Galler Konzept über die Gemeindesportanlagen (Gesak) erarbeitet war. Im Stadtparlament ging es schneller: Nach kurzer Diskussion und kritischen Fragen wurde es einstimmig gutgeheissen.

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Breiten- und Spitzensport (wie hier die erste Mannschaft des LC Brühl) in der Stadt St.Gallen sollen durch das Gesak gefördert werden.

Breiten- und Spitzensport (wie hier die erste Mannschaft des LC Brühl) in der Stadt St.Gallen sollen durch das Gesak gefördert werden.

Bild: Ralph Ribi

Die Vorbereitung auf die Diskussion von Traktandum 11 nahm deutlich mehr Zeit in Anspruch als die Diskussion im Stadtparlament dann selber. Vier Jahre brauchte die Stadt, das Gemeindesportanlagenkonzept (Gesak) zu erarbeiten. Drei Lesungen benötigte die Bildungskommission, um sich durch das 96-seitige Papier zu wühlen. Dieses dient als Grundlage für Planung, Erstellung, Sanierung und Benutzung der Sportanlagen und Bewegungsräume in der Stadt.

Eva Crottogini, Präsidentin der Bildungskommission, betonte, dass das Parlament keinen Beschluss über das Konzept fasse. Dass der Stadtrat aber gerne Voten aufnehmen wolle.

Karl Schimke (FDP/Jungfreisinnige) eröffnete die Diskussion. Es sei wichtig, das Gesak in den Kommissionen und Fraktionen ausgiebig diskutiert zu haben, denn «dieses Konzeptpapier wird uns lange begleiten». Man werde den Stadtrat dabei unterstützen, die im Konzept skizzierten Ziele umzusetzen. Aber er erwarte, dass die beschlossenen Schritte machbar und finanziell verkraftbar bleiben.

Rebekka Schmid, Stadtparlamentarierin Junge Grüne.

Rebekka Schmid, Stadtparlamentarierin Junge Grüne.

Bild: Regina Kühne

Rebekka Schmid (Grüne/Junge Grüne) appellierte an die Vereine, den Frauensport zu fördern. Da sei auch die Stadt in der Pflicht, genügend Infrastruktur zu schaffen. Nicht einverstanden sei ihre Fraktion, wenn die Familiengärten im Osten der Stadt neuen Kunstrasenplätzen weichen müssten.

Gabathuler: «Da ist nichts Halblegales unterwegs»

Gisela Keller (Die Mitte/EVP) lobte, dass das Gesak den Schwerpunkt auf den Breitensport lege, dass viele Vereine miteinbezogen wurden, und auch der Spitzensport nicht vergessen gegangen sei. Sie beendete ihr Votum launig: Sie freue sich auf das Parlamentarier-Bike-Rennen am Beckenhalden-Mountainbike-Lift.

Kritik gab es von SVP und GLP. Man müsse die Kosten im Auge behalten, sagte Remo Wäspe (SVP). Sportplätze und Hallen für den Spitzensport sollten von Kanton und Bund realisiert werden. Grosse Fragen gebe es beim Thema Gründenmoos und Sportfeld AG. Auch Manuela Ronzani (SVP) und Marcel Baur (GLP) hinterfragten «die intransparente und fragwürdige Verknüpfung des Vereins Netzwerk Sport». Dieser Verein sei als Sportfeld Gründenmoos AG Pächterin der Zwischennutzung Gründenmoos und in der Gesak-Projektgruppe vertreten.

Stadtrat Mathias Gabathuler, Direktor Bildung und Freizeit.

Stadtrat Mathias Gabathuler, Direktor Bildung und Freizeit.

Bild: Tobias Garcia

Stadtrat Mathias Gabathuler erwiderte, in Sachen Sportfeld AG im Gründenmoos sei nichts Halblegales unterwegs, die AG habe einen Pachtvertrag über fünf Jahre. Die Stadtverwaltung lege jetzt die Rahmenbedingungen fest, die Sportfeld AG werde daraufhin ihr Detailkonzept ausarbeiten und dem Stadtrat unterbreiten. Erst dann könne der Stadtrat entscheiden, wie es weitergehe in der Zusammenarbeit mit der Sportfeld AG.

Das Stadtparlament schrieb den Postulatsbericht einstimmig mit 58 Ja ab.

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