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SP will Hallenbad-Neubau in Gossau vorantreiben

Im Gossauer Stadtparlament wurde vor allem über die Kosten des Hallenbads Rosenau gesprochen. Einige Parlamentarier wollen jährlich über die Kredite abstimmen. Andere wollen so schnell wie möglich den Neubau.
Perrine Woodtli
Ins Hallenbad Rosenau soll bis zu seinem Abbruch nur noch das Nötigste investiert werden. (Bild: Benjamin Manser (13. Dezember 2017))

Ins Hallenbad Rosenau soll bis zu seinem Abbruch nur noch das Nötigste investiert werden. (Bild: Benjamin Manser (13. Dezember 2017))

Dass in Gossau ein neues Hallenbad gebaut wird, ist klar. 2013 sagten die Gossauer Ja zu einem Neubau im Gebiet Buechenwald. Das neue Hallenbad soll das Hallenbad Rosenau 2025 ersetzen. Nicht ganz klar für alle ist aber, wie es bis dahin weitergehen soll, wie sich an der Parlamentssitzung vom Dienstagabend zeigte.

Gallus Hälg (SVP) und alt FDP-Stadtparlamentarier Felix Koller hatten sich mittels Postulat nach den Kosten für den Weiterbetrieb des Hallenbades Rosenau erkundigt. Der Stadtrat zeigte auf, dass der Betrieb während weiterer acht Jahre im schlechtesten Fall rund drei Millionen Franken kosten wird (ohne Personalaufwand) und mit rund zwei Millionen Franken Investitionen gerechnet werden muss. Bei einer Restbetriebsdauer von 15 Jahren belaufen sich die Betriebskosten auf rund 5,8 Millionen Franken und es werden 3,2 Millionen Franken an Investitionen nötig.

Der Stadtrat will nur noch das Nötigste investieren. Er unterstütze diese Strategie, sagte Gallus Hälg. Er schlug vor, dass der Stadtrat laufend über die Kosten informiere und das Parlament die Kredite jeweils genehmige oder verweigere.

«Mit dieser Kostenüberwachung können wir die Zahlen im Auge behalten.»

Laufend über Investitionskosten berichten

Ruth Schäfler (FDP) sprach von einem stolzen Preis für ein Objekt, «das seine Lebenszeit überschritten hat». Die FDP werde die Investitionen diskutieren. Laut ihr sollten sogar die Bürger in einer Abstimmung über die Kosten entscheiden.

Für Florian Kobler (SP) wäre der einfachste Weg, die Investitionen tief zu halten, wenn der Neubau so schnell wie möglich fertig werde. Er reichte am Montag eine Interpellation ein. In dieser will Kobler unter anderem vom Stadtrat wissen, ob dieser bereit sei, den Neubau voranzutreiben. Weiter möchte er wissen, welche Möglichkeiten der Stadtrat sehe, um das Projekt schneller voranzutreiben, und ob er die Einschätzung teile, dass eine Fertigstellung schon 2023 realistisch und finanzpolitisch sinnvoll sei.

Die SP unterstütze die Strategie des Stadtrates. «Anfang 2019 wird der Wettbewerb entschieden. Danach passiert ein Jahr nichts mehr», sagte Kobler. Für ihn sei eine Fertigstellung 2023 deshalb nicht unrealistisch. Auch Roman Steiger (CVP) betonte, dass man das Projekt beschleunigen müsse. Er beauftragte den Stadtrat, abzuklären, ob dies möglich sei mit zusätzlichem Personal, etwa beim Hochbauamt.

Zur Interpellation wollte sich Stadträtin Gaby Krapf-Gubser noch nicht äussern. Dem Anliegen einer jährlichen Berichterstattung über die Kosten könne man nachkommen. «Geht es aber um dringliche Massnahmen, muss der Stadtrat schnell handeln und kann keinen parlamentarischen Kreditprozess abwarten.» Krapf plädierte für mehr Vertrauen in den Stadtrat.

Strassen werden saniert

Das Gossauer Stadtparlament genehmigte am Dienstag auch für zwei Tiefbauprojekte Kredite von 3,4 Millionen Franken. Entlang der Kirchstrasse werden Grundwasser und Abwasser in einer Kanalisation in der Hirschenstrasse gesammelt und abgeleitet. Allerdings belastet das saubere Grundwasser die Kläranlage. Das Parlament hat einen Kredit von 1,71 Millionen Franken genehmigt, damit Grund- und Abwasser getrennt abgeleitet werden können. Für die Leitungen wurden 80000 Franken bewilligt. Die Strassenarbeiten kosten 760000 Franken.

Zwischen Winkelried- und Haldenstrasse wird zudem ein Mischwasserkanal in der Friedbergstrasse aufgehoben. Das Parlament genehmigte den Kredit von 885000 Franken. Abgeschlossen werden die Arbeiten mit der Sanierung der Strasse, wobei an der Kreuzung Friedberg-/Haldenstrasse der Rechtsvortritt besser sichtbar gemacht werden soll. Das Parlament beauftrage den Stadtrat im Rahmen eines Antrages von der Baukommission damit, Massnahmen vorzunehmen, welche die Kreuzung sicher machen. Alfred Zahner (Flig) kritisierte die Kantonspolizei, die keine entsprechenden Strassenmarkierungen genehmigen will. «Das ist unverständlich. Es handelt sich um eine gefährliche Kreuzung, wo viele Schüler vorbeigehen.»

Auch der Teilzonenplan Wiler­strasse/Moosburgweg wurde gutgeheissen. Durch einen Landabtausch können die Grenzen zwischen einem Gewerbe-/Industrie-Grundstück und einer Landwirtschaftsparzelle begradigt werden. Ein weiteres Traktandum war die Interpellation «Beitritt der Stadt Gossau zur Charta Lohngleichheit im öffentlichen Sektor» von Monika Gähwiler-Brändle (SP). Sie wollte wissen, warum Gossau der Charta noch nicht beigetreten ist. In seiner Antwort schrieb der Stadtrat, dass dies keine zeitliche Dringlichkeit habe, er einen Beitritt aber erwäge. Für sie sei dies ein erfreuliches und starkes Zeichen, sagte Gähwiler-Brändle.

Weiter wurde eine Änderung des Parlamentsgeschäftsreglements genehmigt. Mit dieser Änderung können Parlamentarier künftig mittels Vorstoss die Geschäftsordnung ändern. (woo)

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