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Sozial- und Umweltforum Ostschweiz will 2019 durchstarten

Seit 2005 sucht das Sozial- und Umweltforum Ostschweiz (Sufo) nach Lösungen für soziale, ökologische und gesellschaftliche Fragen. Das wird der Anlass - allen Unkenrufen zum Trotz - auch 2019 tun. Geplant ist allerdings eine Modernisierung und Aktualisierung der Veranstaltungsformen.
Reto Voneschen
Zum Sozial- und Umweltforum gehörte ursprünglich auch eine Schlusskundgebung in der St.Galler Altstadt. 2011 wird in der Neugasse auf einem Transparent auf die Überlebensprobleme der Eisbären durch den Klimawandel hingewiesen. Seit einigen Jahren schon wird auf diese Demo mangels Zulauf verzichtet. (Bild: Reto Voneschen - 14. Mai 2011)

Zum Sozial- und Umweltforum gehörte ursprünglich auch eine Schlusskundgebung in der St.Galler Altstadt. 2011 wird in der Neugasse auf einem Transparent auf die Überlebensprobleme der Eisbären durch den Klimawandel hingewiesen. Seit einigen Jahren schon wird auf diese Demo mangels Zulauf verzichtet. (Bild: Reto Voneschen - 14. Mai 2011)

Totgesagte leben länger. Gilt dieses Sprichwort fürs Sozial- und Umweltforum Ostschweiz (Sufo), dürfte es sehr alt werden. Seit einigen Jahren kämpft das Forum mit Publikumsschwund, aber auch mit Personal- und Finanzpoblemen. Jetzt steht aber fest, es geht weiter. Es wird auch 2019 ein Sufo geben.

Als Termin für den Workshoptag wurde von der Projektgruppe provisorisch der 18. Mai festgelegt. Dieses Datum kann also noch ändern. Genau so wie noch unklar ist, wo in der Stadt St. Gallen dieser Teil des Sufo durchgeführt werden soll.

Ist der Tiefpunkt endgültig überwunden?

Besonders düster hatte es vor der 14. Austragung des Sufo Anfang Mai ausgesehen. Zum Personalschwund in der Vorbereitungsgruppe kam, dass der Kanton seine Unter­stützungsbeiträge gestrichen hatte. Ebenfalls unsicher war, wie sich das Publikumsinteresse entwickeln würde.

Die Welt mit einer Maschine retten, wollte das Sozial- und Umweltforum Ostschweiz (Sufo) höchstens spasseshalber. Der Anlass und seine Teilnehmer setzten sich aber immer für eine andere, eine gerechtere und sozialere Welt ein. (Bild: Reto Voneschen - 5. Mai 2018)
Durchgeführt wurde das Sufo bisher meist im Berufsschulhaus an der Kirchgasse in St.Gallen. Im Bild das bunte Treiben während der Mittagspause. (Bild: Reto Voneschen - 24. Mai 2014)
Bisher fand das Sufo jeweils konzentriert an einem Wochenende im Mai statt: Auf dem Programm standen vom Freitagabend bis Sonntagmittag eine grosse Podiumsdiskussion, Workshops, Verpflegung aus aller Welt, ein Info-Bazar (Bild), ein samstagabendliches Strassenfest und ein Brunch am Sonntagmorgen. (Bild: Peer Füglistaller - 30. Mai 2015)
Ende Mai 2014 wurde zehnmal Sufo gefeiert - unter anderem mit einer Ausstellung und einem Jubel-T-Shirt. (Bild: Daniel Klingenberg - 24. Mai 2015)
Wissensvermittlung über aktuelle soziale, ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen: Kern des Grossanlasses waren lange Jahre die Workshops am Vormittag und Nachmittag des Sufo-Samstags. Im Bild ein Workshop der Grünen zum Thema Elektroschrott. (Bild: Coralie Wenger - 26. Mai 2013)
Für viele ein Höhepunkt: Die Mittagsverpflegung zwischen Berufsschulhaus und St.Mangen-Kirche mit Gastro-Ständen, die von Gruppen und Vereinen von Personen aus anderen Kulturkreisen betrieben wurden. (Bild: Peer Füglistaller - 30. Mai 2015)
Das Sufo war immer auch eine Plattform für Begegnungen und Austausch - gerade auch über Mittag im informellen Rahmen. (Bild: Peer Füglistaller - 30. Mai 2015)
Ein Stand der Vollgeld-Initiative auf dem Info-Bazar des elften Sufo. (Bild: Peer Füglistaller - 30. Mai 2015)
Vielfältige kulturelle Vorführungen waren ein weiteres Markenzeichen des Sufo seit seiner ersten Austragung im Jahr 2005. Im Bild das Jugendorchester «Erst Rächt» bei einem Auftritt am elften Sufo. (Bild: Peer Füglistaller - 30.05.2015)
Musik und Tanz aus Lateinamerika: Vorführung am Sufo 2012. (Bild: Urs Jaudas - 12. Mai 2012)
Ursprünglich gehörte zum Sufo-Konzept neben den Veranstaltungsteilen im Berufsschulhaus an der Kirchgasse auch eine Kundgebung durch die St.Galler Altstadt. 2010 demonstrieren Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen die fehlende Bereitschaft der Schweiz, das Verhältnis zum Apartheid-Staat in Südafrika aufzuarbeiten. (Bild: Urs Bucher - 8. Mai 2010)
Zu welchem Workshop melden wir uns noch an? Impression vom Sufo 2008. (Bild: Reto Voneschen - 17. Mai 2008)
Und auch das hat Tradition: Seit Jahren machen jeweils im Vorfeld des Sufo orange Möbel wie dieser Stuhl im St.Galler Stadtbild auf den Anlass aufmerksam. (Bild: Reto Voneschen - 5. Mai 2018)
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Sozial- und Umweltforum Ostschweiz: Plattform fürs junglinke St.Gallen seit 2005

In den besten Zeiten haben sich am Sufo jeweils über 1000 vor allem junge Links-, Sozial- und Umweltinteressierte zum Austausch, zur Weiterbildung, zu Kundgebungen und zum Kulturfest getroffen. Vor einigen Jahren hatte die Teilnehmerzahl aber zu schrumpfen begonnen: Den Tiefpunkt erreichte das Sufo 2016 mit gerade noch 350 Gästen. 2017 kamen immerhin wieder 600, in diesem Jahr sogar 800 Personen.

Es geht definitiv weiter

In einer ersten Bilanz nach dem Sufo 2018 hiess es daher, es gehe weiter, offen sei einfach in welcher Form. Anfang September nun steckten die Sufo-Macherinnen und Sufo-Macher die Köpfe zusammen. Dabei wurde bestätigt, dass man weiter machen wolle.

Es brauche Plattformen für den Austausch über soziale, ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Die Debatte darüber, wie man eine andere, gerechtere Gesellschaft erreichen könne, sei dringend nötig, hiess es in der Diskussion.

Neue Formen, neue Durchführungsorte

Die Sufo-Projektgruppe will 2019 den Anlass nicht einfach in seiner bisherigen Form wiederholen. Man wolle ihn modernisieren und mit neuen Formen experimentieren, sagte die zur Projektgruppe gehörende Rhea Braunwalder am Freitag im Gespräch.

Weiter für eine andere Welt: das Logo des Sozial- und Umweltforums Ostschweiz. (Bild: Reto Voneschen - 5. Mai 2018)

Weiter für eine andere Welt: das Logo des Sozial- und Umweltforums Ostschweiz. (Bild: Reto Voneschen - 5. Mai 2018)

Man wolle partizipativere Veranstaltungsformen ausprobieren. Heute seien weniger Vorträge und Podiumsdiskussionen, heute sei aktives Mitmachen gefragt. Diesem Bedürfnis wolle man am Sufo entgegenkommen. Ebenfalls im Gespräch sind weitere Veranstaltungsorte für Einzelanlässe neben der Stadt St.Gallen.

Workshoptag verschlanken

Geplant ist nicht mehr wie bisher ein kompaktes Wochenende mit vielen verschiedenen Anlässen in dichter Serie. Neu soll es eine aufs Jahr verteilte Kette von Anlässen geben. Dazu zählen ein Workshoptag voraussichtlich im Mai, der Foodwaste-Brunch und vier bis fünf Treffen für Diskussionen über Themen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selber einbringen.

Das Programm fürs nächste Sufo-Jahr wird jetzt konkretisiert. Dafür sucht die Projektgruppe gemäss Rhea Braunwalder weiterhin Leute, die sich aktiv engagieren wollen. Die Kontaktdaten finden Interessierte im Internet unter www.sufo.ch.

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