Sondernutzungsplan
Nächste Hürde für das Busdepot in Gossau: Nun liegt der Sondernutzungsplan auf

Das Areal zwischen der Andwiler- und Tannenstrasse soll ausgebaut werden. Der Stadtrat Gossau hat den Sondernutzungsplan erlassen. Er liegt öffentlich auf.

Dinah Hauser
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Die Regiobus AG plant an der Tannenstrasse in Gossau ein neues Busdepot. Der Sondernutzungsplan für das Gebiet liegt nun auf.

Die Regiobus AG plant an der Tannenstrasse in Gossau ein neues Busdepot. Der Sondernutzungsplan für das Gebiet liegt nun auf.

Bild: Ralph Ribi (8. Februar 2021)

Ein neues Busdepot für die Regiobus AG. Dieser Traum rück nun einen Schritt näher. Der Sondernutzungsplan ist fertiggestellt und der Stadtrat hat ihn gutgeheissen. Auch die Schwizer Immobilien AG ist auf dem mehr als 23'000 Quadratmeter grossen Areal ansässig.

Wie es im 64-seitigen Planungsbericht heisst, genügen den beiden Betrieben die bestehenden Bauten und Betriebsflächen den künftigen Anforderungen nicht mehr. Bereits im Jahr 2013 liefen erste Abklärungen für die Bebauung des hauptsächlich gewerblich genutzten Areals zwischen Andwiler- und Tannenstrasse. Da sich die Flächenansprüche der Regiobus AG jedoch nicht vollständig auf dem Areal decken liessen, wurde die Planung sistiert. Wenig später konnte der Busbetreiber zwei angrenzende Liegenschaften erwerben, weshalb 2016 das Workshopverfahren wieder aufgenommen wurde.

Daraus resultierte ein Entwicklungskonzept, auf dem der vorliegende Sondernutzungsplan beruht. Dieser bezwecke haushälterische Wohn- und Gewerbeentwicklung auf dem Areal, wie es im Planungsbericht heisst.

Busdepot ohne Wendeplatz

Das Entwicklungskonzept unterteilt das Gebiet in verschiedene Bereiche. Im nordwestlichen, auf einem erhöhten Plateau gelegenen Bereich ist demnach hauptsächlich Wohnen vorgesehen. Im südlichen und westlichen Bereich bleibt der Fokus auf der bestehenden gewerblichen Nutzung. Insbesondere soll das bestehende Busdepot an der Tannenstrasse 5 durch einen Erweiterungsbau ergänzt werden.

Im Frühjahr 2016 wurde von K & L Architekten AG, St. Gallen, eine erste Machbarkeitsstudie für eine Buseinstellhalle für die Regiobus AG erstellt. Die Studie sieht eine zweigeschossige Einstellhalle, angebaut an das bestehende Büro- und Wohngebäude (Tannenstrasse 9), vor. Die Busse fahren von Norden in die Halle ein und gegen Süden hinaus. Ein Wendeplatz wäre nicht mehr nötig. Die Administration wird auf der neu zu erstellenden Halle untergebracht.

Areal soll begrünt werden

Zudem soll das gesamte Gebiet durch Begrünungen aufgelockert werden. So soll etwa entlang der Andwilerstrasse soll eine Baumreihe entstehen. Im Wohnbereich ist von parkartigem Charakter die Rede. Zwei der drei Wohnparzellen gehören der Pensionskasse der Stadt St.Gallen. Auf den beiden Parzellen sind je zwei Mehrfamilienhäuser mit einer unterirdischen Garage vorgesehen.

An der Andwilerstrasse sind vier Mehrfamilienhäuser geplant.

An der Andwilerstrasse sind vier Mehrfamilienhäuser geplant.

Visualisierung: PD

Auf der dazwischen liegenden Parzelle könnte ebenfalls ein Mehrfamilienhaus gebaut werden. Die Bauten wären sieben Meter von der Strasse zurückversetzt, was Platz für einen allfälligen Ausbau der Andwilerstrasse mit Velo- und Gehweg lassen würde. Auch ist geplant, die Bushaltestelle Ulmenstrasse weiter nach Norden zu verschieben und eventuell mit einem Fussgängerstreifen samt Mittelinsel zu versehen.

Die wesentlichen Unterlagen hängen bis 29. Juni 2021 im Fürstenlandsaal (Glasfront Foyer) öffentlich auf. Die ganzen Dossiers liegen auf der Stadtkanzlei Gossau auf (Büro 107, Anmeldung über Tel. 071 388 43 00). Die Unterlagen sind ebenfalls auf der Website der Stadt Gossau zu finden.