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Sitzt Gossau bald auf dem Trockenen?: Die Stadt möchte nicht mehr zu viel Geld in das Hallenbad Rosenau investieren

Möglicherweise muss die Stadt Gossau kurzzeitig ohne Hallenbad auskommen. Denn der Neubau im Buechenwald ist erst frühestens Ende 2024 bezugsbereit, und das jetzige Hallenbad Rosenau wird aus finanziellen Gründen allenfalls nicht mehr saniert.
David Grob
Kinder im Schwimmunterricht im sanierungsbedürftigen Hallenbad Rosenau. (Bild: Benjamin Manser, 13. Dezember 2017)

Kinder im Schwimmunterricht im sanierungsbedürftigen Hallenbad Rosenau. (Bild: Benjamin Manser, 13. Dezember 2017)

Die Stadt Gossau ohne Hallenbad? Ein Szenario, das zumindest kurzzeitig eintreffen könnte. Denn das derzeitige Hallenbad Rosenau, eröffnet 1971, ist marode und müsste dringend saniert werden. Und das neue Hallenbad Buechenwald ist noch nicht gebaut und wird frühestens Ende 2024 eröffnet. Bis dann versucht die Stadt das Rosenau am Leben zu erhalten. Doch ein Abschnitt im Geschäftsbericht 2018 der Stadt Gossau deutet an, dass das Hallenbad Rosenau allenfalls bereits früher aufgegeben wird. Im ungünstigen Fall, heisst es im Bericht, müsse der Hallenbadbetrieb noch vor der Eröffnung des Hallenbads im Buechenwald eingestellt werden.

«Wir versuchen dieses Szenario mit allen Mitteln zu vermeiden», sagt die zuständige Stadträtin Gaby Krapf-Gubser, die dem Hochbauamt vorsteht.

Stadträtin Gaby Krapf-Gubser, Departement Bau, Umwelt und Verkehr. (Bild: Ralph Ribi)

Stadträtin Gaby Krapf-Gubser, Departement Bau, Umwelt und Verkehr. (Bild: Ralph Ribi)

Doch die Verantwortlichen sind im Clinch. Wie viel Geld möchte man in ein Gebäude investieren, dessen Betrieb mit der Eröffnung des Hallenbads Buechenwald ohnehin eingestellt wird? «Nicht unendlich viel», meint Krapf. Grundsätzlich gilt: Die Investitionen sollen so tief wie möglich gehalten werden. Das Ziel besteht für Krapf aber weiterhin darin, das Hallenbad Rosenau bis zur Eröffnung des Neubaus zu betreiben.

An erster Stelle steht für die Stadträtin die Sicherheit der Gäste und die Hygiene im Bad. Sie verweist auf den letzten Sommer, als die Decke über dem Nichtschwimmerbecken saniert wurde. Diejenige über dem Schwimmerbecken soll noch überprüft werden.

Die Gefahr eines Ausfalls besteht

Doch eine gewisse Unsicherheit besteht für die zuständigen Fachpersonen vom Hochbauamt der Stadt Gossau immer. Der Leiter des Hochbauamts, Yvo Lehner, sagt:

«Je mehr Technik in einer Anlage steckt, desto grösser ist die Gefahr eines Ausfalls.»

Er nennt verschiedene Schwachstellen des Gebäudes: Die Dichtheit von Dach und Becken, Lüftungsleitungen oder verschiedene Steuerregler. Ein solcher werde im Sommer noch ausgetauscht. Doch für Lehner ist klar: «Je näher wir uns der Eröffnung des Neubaus nähern, desto weniger werden wir investieren.»

Doch was macht die Stadt, wenn der schlimmstmögliche Fall eintritt? Derzeit ist das Hallenbad Rosenau am Morgen jeweils durch Primarschulen besetzt. «Wir müssten eine Lösung für den Schwimmunterricht finden», sagt Krapf und nennt gleich mögliche Varianten: eine Unterbringung in Hallenbädern der Region oder eine Traglufthalle über dem Freibadbecken der Stadt für die Wintermonate.

«Die Herausforderung wäre aber sicher gross für uns.»

Das Hallenbad Rosenau im Stadtparlament

Der Zustand des Hallenbads Rosenau war bereits mehrfach Thema im Stadtparlament. So beauftragten die beiden Stadtparlamentarier Felix Koller (FDP) und Gallus Hälgs (SVP) im vergangenen August den Stadtrat, die Kosten für die Aufrechterhaltung des Hallenbadbetriebs zu berechnen. Ein Planungsbüro schätzte die Unterhaltskosten in zwei verschiedenen Szenarien ein. Im besten Fall kommen die Verantwortlichen auf Kosten von rund 3,6 Millionen Franken bis 2025. Im schlechtesten Fall auf rund 9 Millionen bis 2033. Vor dem Hintergrund dieser Summen möchte der Stadtrat, so schrieb er im Postulatsbericht, die Kosten möglichst tief halten. Damit schloss er auch eine Rundumerneuerung des Hallenbads Rosenau aus.

Stadtparlamentarier Florian Kobler (SP) schlug im vergangenen Oktober mit einer Interpellation in die gleiche Kerbe. Er warf die Frage auf, ob das neue Hallenbad Buechenwald bereits 2023, statt wie damals geplant 2025 eröffnen kann. Er stütze sich auf die Studie des Planungsbüros. Tatsächlich sah der Stadtrat Spielraum bei der Planung und verschob den Eröffnungstermin nach vorne auf Ende 2024. Damit könnten rund neun Monate eingespart werden – und das Hallenbad Rosenau früher stillgelegt werden.

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