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Rorschach hat einen neuen Revierförster

Von Rorschach bis Muolen: Forstingenieur Sebastian Lanker ist neuer Revierförster in den hiesigen Wäldern. Eine Herausforderung sieht er in der Bekämpfung des Borkenkäfers.
Ines Biedenkapp
Der neue Revierförster Sebastian Lanker kümmert sich um den Bestand der Bäume. (Bild: Ines Biedenkapp)

Der neue Revierförster Sebastian Lanker kümmert sich um den Bestand der Bäume. (Bild: Ines Biedenkapp)

Im Forstrevier Rorschach-Sitter gibt es einen Wechsel. Denn anstelle von Corina Stolz, die in die Privatwirtschaft wechselte, ist nun Sebastian Lanker als Revierförster in den hiesigen Wäldern unterwegs. Der ausgebildete Forstingenieur FH war zuvor in einer Forstfirma im Raum Zürich als Projektleiter tätig. Bereits im August hat Sebastian Lanker in kleinem Pensum in Goldach angefangen. Da er in der ehemaligen Firma aber noch ein Projekt abzuschliessen hat, wird er sein Pensum im Forstrevier Rorschach-Sitter bis November kontinuierlich auf 90 Prozent steigern.

Aufgewachsen ist er in Niederteufen, wohin es ihn nach seiner Ausbildung in Bern und sechs Jahren in Rapperswil zurückzog. «Das hat einfach gepasst», sagt Sebastian Lanker über seine Rückkehr in die Heimat. Da es von Niederteufen nach Goldach nicht weit sei, will er teilweise mit dem Velo zur Arbeit fahren. «Ich bin gerne in Bewegung», sagt er mit einem Lachen.

Waldführungen sind etwas Besonderes

Eine der Hauptaufgaben von Sebastian Lanker ist die Betreuung und Beratung der privaten Waldbesitzer. «Dazu gehört beispielsweise die Anzeichnung von Holzschlägen sowie die Vermarktung des anfallenden Rundholzes», sagt der 32-Jährige. Dabei gibt es dieses Jahr eine besondere Herausforderung: der Borkenkäfer. «Die Gegend um Rorschach ist nicht so sehr von einem Befall betroffen, wie dies etwa in anderen Gegenden im Mittelland der Fall ist», sagt Lanker. «Dennoch gibt es auch hier Auswirkungen.» Besonders problematisch dabei wäre, dass man befallene Bäume zwar fällen könne, der Holzmarkt jedoch völlig gesättigt sei.

«Die Bekämpfung des Borkenkäfers nützt leider nichts, wenn man das Holz nur fällt. Es muss auch verarbeitet oder zumindest geschält werden.»

Zusammen mit Förster Benjamin Gautschi führt Sebastian Lanker auch Waldführungen durch. Dabei freut sich der Vater zweier Söhne vor allem auf Schulklassen. «Waldführungen sind Wissensvermittlung und Sensibilisierung zugleich», sagt Lanker. «Mit Schülern macht das besonders Spass. Das Thema Wald ist praxisnah und fühlbar,» sagt er. Über den nachwachsenden Rohstoff Holz zu informieren, sei ihm wichtig. «Der Wald muss gepflegt werden», sagt Lanker.

Wald braucht gezielten Holzschlag

Immer wieder würden sie die Kritik zu hören bekommen, dass man Bäume nicht fällen müsse. «Doch zu einem zukunftsfähigen und vitalen Wald gehört auch eine standortgerechte Verjüngung, welche nur mit einem gezielten Holzschlag zu erreichen ist», sagt Lanker. Jedes Gebiet sei zudem einzigartig: «Das Forstrevier Rorschach-Sitter ist in allen Bereichen sehr vielseitig und spannend», sagt er. «Grosse, von Nadelholz geprägten Waldungen am Hügelzug unterhalb Eggersriet, aber auch kleine mosaikartige Laubwälder gegen Muolen geben dem Forstrevier seinen Charme.» Hinzu kämen die Flussläufe von Goldach, Steinach und Sitter als prägende Elemente, sagt Lanker weiter.

Warum er sich für den Wechsel entschieden hat? «Zum einen zog es mich und meine Familie zurück nach Teufen. Zum anderen, weil ich die Nähe und den Kontakt zu den Waldbesitzern sehr schätze», sagt Lanker.

Gebiet Rorschach-Sitter hat 1450 Hektar Wald

Die Waldregion des Kantons St. Gallen ist in fünf Regionen unterteilt. Dazu gehört auch das Forstrevier Rorschach-Sitter. Das Gebiet umfasst die Gemeinden Wittenbach, Häggenschwil, Muolen, Berg, Eggersriet, Mörschwil, Steinach, Tübach, Goldach, Rorschach, Rorschacherberg und Untereggen. Das Forstrevier Rorschach-Sitter weist eine Waldfläche von 1450 Hektar auf, wovon 63 Prozent in privater Hand liegen. Zusammen mit Förster Benjamin Gautschi berät Sebastian Lanker rund 950 private und 40 öffentliche Waldeigentümer. Mit je 26 Prozent teilen sich Fichte und Buche den Hauptanteil im Wald der Forstregion Rorschach-Sitter. In den Wäldern der Region gibt es mit 14 Prozent auch viele Eschen oder Ahorn. (ibi)

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