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Sieglos im Tabellenkeller: Neu-Trainer Marco Roduner muss funktionieren

Die 1.-Liga-Volleyballerinnen aus Wittenbach stehen knapp vor Saisonhälfte auf dem letzten Platz. Nun ist Marco Roduner wieder Cheftrainer. Er hat die Wende mit den
St. Gallerinnen schon einmal geschafft. Heuer ist die Ausgangslage aber weit prekärer.
Pascal Koster
Die Spielerinnen des VBC Wittenbach zeigen im Training volles Engagement. Die Umstände sind allerdings nicht optimal. Bild: Benjamin Manser

Die Spielerinnen des VBC Wittenbach zeigen im Training volles Engagement. Die Umstände sind allerdings nicht optimal. Bild: Benjamin Manser

Nahe waren sie dran, die Wittenbacherinnen, doch letztlich bleibt ihnen auch am vergangenen Sonntag nur ein Punkt. Es ist schon der vierte Fünfsätzer, den sie in dieser Saison verlieren. So stehen die Frauen des VBC Wittenbach nach acht Spieltagen noch ohne Sieg da.

Vor rund zweieinhalb Wochen nahm Trainer Swen Mallschützke den Hut. Urs Burgstaller und Marco Roduner betreuten das Team vorerst ad interim. Ab Montag wird Roduner nun offiziell die Funktion des Cheftrainers übernehmen.Viel Zeit für eine Wende bleibt ihm nicht. Und die Voraussetzungen könnten besser sein.

Spezialist für die Rückrunde

Roduner hat das Frauenteam schon einmal trainiert. Zwei Saisons lang hielt er Wittenbach in der 1. Liga, bis er im vergangenen Sommer sein Amt abgab – aus zeitlichen Gründen. Auch unter Roduner verpatzten die St.Gallerinnen 2017 die Hinrunde. Dank einer fulminanten zweiten Saisonhälfte, in der Wittenbach einmal gar sechs Siege aneinanderreihte, wurde der Abstieg aber nie zum Thema.

In dieser Spielzeit deutet nicht mehr viel auf den Klassenerhalt hin. Nach dem Bruch zwischen Mallschützke und dem Team war niemand bereit, die vakante Trainerstelle anzutreten. Daher sieht sich Roduner als eine Art Notlösung. Ganz offen sagt er:

«Wenn jemand Interesse am Amt hat, bin ich schnell weg. Ich habe mich nicht darum gerissen»

Roduner hat sich nach seinem Abgang bewusst aus den Angelegenheiten des Frauenteams rausgehalten. Er sei eigentlich nicht zurückgetreten, um ein halbes Jahr später wieder anzufangen. Roduner fehlt die Zeit, um zwei Trainings pro Woche zu leiten. Er betreut das Team nur am Montagabend. Am Mittwoch fungiert Corinne Regli jeweils als Spielertrainerin. Keine optimale Lösung.

«Wenn man sich hundertprozentig aufs Coaching konzentrieren kann, sieht man natürlich viel mehr», sagt Roduner, der früher selbst für den VBC Wittenbach gespielt hat. Ein weiteres Problem sei, dass er die Trainings alleine leiten müsse. «Zu zweit könnte man die Dinge besser vertiefen, mehr ins Detail gehen. So ist der Mehrwert für die Spielerinnen eher gering», bedauert er.

Von Satz zu Satz ein Auf und Ab

Da es im Volleyball keine Winterpause gibt, bleibt Roduner kaum Zeit, seine Ideen umzusetzen. Auf die Sommervorbereitung kann er ohnehin nicht zurückgreifen. Roduner: «In der kurzen Zeit kann man noch nichts aufbauen. Derzeit sind wir nur am Reagieren.» Darunter leidet vor allem die Konstanz. Dem Trainer blieb das nicht verborgen.

«Die Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Sätzen sind teilweise frappant», sagt Roduner. In der Doppelrunde vor gut zwei Wochen führten die Wittenbacherinnen sowohl am Samstag wie am Sonntag mit 2:0-Sätzen. Beide Partien verloren sie im fünften Satz, weil sich plötzlich die Fehler mehrten. Roduner sagt:

«Nach solchen Niederlagen wissen wir wenigstens, dass wir nicht weit von der Konkurrenz entfernt sind.»

Die Leistungsschwankungen der St. Gallerinnen führt Roduner noch auf eine andere Problematik zurück: «Wir haben keine Breite im Kader.» Für gewöhnlich hat er nur zwei Alternativen auf der Bank. So ist es ihm unmöglich, eine Varianz ins Spiel der Wittenbacherinnen zu bringen. Ausserdem sind Ausfälle kaum verkraftbar. Roduner sagt: «Wir sind darauf angewiesen, dass alle Spielerinnen fit bleiben.»

Die Stimmung im Team ist trotz allem nach wie vor gut. Roduner weiss allerdings selbst: «Kein Sportler will immer verlieren.» Mit dem allfälligen Abstieg will er sich noch nicht auseinandersetzen, bleibt in Anbetracht der Situation aber realistisch. «Derzeit sieht es schlecht aus. Doch mit der Drei-Punkte-Regelung kann es sehr schnell wieder nach oben gehen.»

Morgen um 16 Uhr bietet sich den Wittenbacherinnen auswärts gegen Jona die nächste Chance, den ersten Saisonerfolg einzufahren. Es ist die letzte Partie der Hinrunde. Kommenden Mittwoch startet Wittenbach gegen Toggenburg II bereits in die Rückrunde. Darauf sind Roduner und seine Equipe ja bekanntlich spezialisiert.

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