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Sie bringt ihr Geld unter die Leute - Die Designerin der neuen Banknoten zu Gast in St. Gallen

Manuela Pfrunder hält am Freitag einen Vortrag an der Schule für Gestaltung St. Gallen.
Miguel Lo Bartolo
Manuela Pfrunder und ihr Team gestalteten die neue Banknotenserie. (Bild: Schweizerische Nationalbank)

Manuela Pfrunder und ihr Team gestalteten die neue Banknotenserie. (Bild: Schweizerische Nationalbank)

Manuela Pfrunder und ihr Team werden von der Presse oftmals als renommiertester Schweizer Grafikerverein betitelt. Spätestens als Designerin der neuen Schweizer Banknoten hat sich die Luzernerin national einen Namen gemacht. Sie betont aber, dass es sich beim Projekt um eine Teamarbeit handelt.

«Die Lobeshymnen sind für uns auch heute noch kaum fassbar.»

Morgen Freitag hält Pfrunder an der Schule für Gestaltung St.Gallen (GBS) einen Vortrag. Dieser macht sie nervös, denn sie spürt wegen ihres Renommees einen zusätzlichen Druck. «Ich habe schon an mehreren Tagungen über meine Projekte gesprochen», sagt Pfrunder. Mit Präsentationen vor einem jungen Publikum habe sie aber wenig Erfahrung.

Sie plane, den Vortrag persönlich zu gestalten. «Ich stelle mir vor, was ich in diesem Alter für Fragen gehabt hätte. Mich interessierte beispielsweise, wie Projekte zustande kommen und wie einzelne Abläufe in der Arbeitswelt aussehen.»

Das Licht am Ende des Tunnels

Die Einführung der von Pfrunder und ihrem Team gestalteten neunten Banknotenserie wurde vergangene Woche mit der 100er-Note abgeschlossen. Für die 40-Jährige Grafikerin ging damit ein langwieriger Arbeitsprozess zu Ende. Während 13 Jahren arbeitete sie fast ausschliesslich am Grossprojekt der Schweizer National Bank.

«Wir konnten nebenbei nur kleinere Projekte von anderen Kunden annehmen.»

Pfrunder ist bis heute dankbar für den Auftrag der Nationalbank. Sie freue sich aber auch über ihre neuen Projekte, bei denen ihrer Kreativität weniger Grenzen gesetzt seien. «Es war eine strenge Zeit, die einige Opfer abverlangte.» Erleichtert von der zentnerschweren Last auf ihren Schultern nimmt sie ihre aktuellen Aufträge mit neuem Elan in Angriff. «Die kleinen Projekte sind im Moment wohltuend», sagt Pfrunder. Sie arbeitet mit ihrem Arbeitspartner zusammen, ohne weitere Mitarbeitende. Einige Beratungsmandate für andere Zentralbanken seien aber im Gespräch.

Die Natur habe sie in ihrer Arbeitsweise bereichert

Um von der Arbeit Distanz zu gewinnen oder um auf neue Gedanken zu kommen, geniesst Pfrunder die Freizeit in der Natur. Sie sei im Wald, oft auch in den Bergen unterwegs. So verbrachte Pfrunder, während sie die Wettbewerbsentwürfe studierte, einige Zeit im Bündnerland, in einem kleinen Bergdorf abseits der Zivilisation.

«Die Natur hat mich in meiner Arbeitsweise bereichert»

«Meine Freizeit war durch das aufwendige Banknotenprojekt aber auf ein Minimum beschränkt.» Da sei ihr wieder bewusst geworden, wie ausserordentlich wichtig Erholung ist. Wenig überraschend also, dass ihr aus St.Gallen vor allem das Naherholungsgebiet im Gedächtnis geblieben ist.

«Ich war schon bei den Drei Weieren»

Die Grafikerin kennt zwar auch noch weitere bekannte Fleckchen der Gallusstadt, kann diese aber so spontan nicht beim Namen nennen. «Ich erinnere ich mich vage an eine herzige Beiz inmitten der Altstadt, in die mich meine St.Galler Freunde mehrmals entführt haben.» Daran denke sie gerne zurück.

Infos zur Veranstaltung können hier abgerufen werden.

Ein lupenreiner Werdegang

Manuela Pfrunder ist 1979 in Eschenbach, Luzern geboren. Nach der obligatorischen Schule hat sie zwischen 1995 und 2000 die Grafikfachklasse an der Schule für Gestaltung in Luzern besucht. In dieser Zeit macht sie einen dreimonatigen Austausch in England, bevor sie ein Praktikum auf der anderen Seite des Atlantiks annimmt. In einem kleinen Grafikbüro in New York sammelt sie erste Arbeitserfahrungen. Nach ihrem mehrfach ausgezeichneten Abschluss an der Schule für Gestaltung ist sie für eine kurze Zeit in Luzern angestellt. Pfrunder arbeitet anschliessend gut zwei Jahre in Zürich. Im Jahre 2003 folgt der Schritt zur Selbstständigkeit. Spätestens nach dem Erhalt des SNB-Auftrags 2007 stehen ihr alle Türen offen.

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