Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Gossauer Friedhofgebäude soll für zwei Millionen erneuert werden

Das über 40 Jahre alte Friedhofgebäude auf dem Friedhof Hofegg in Gossau soll für rund zwei Millionen erneuert werden. Geplant ist unter anderem, die nüchternen Aufbahrungsräume umzugestalten.
Perrine Woodtli
Das Friedhofgebäude auf dem Friedhof Hofegg soll nächsten Sommer für rund zwei Millionen erneuert werden. Für die offene Abdankungshalle (links) ist ein Wetterschutz geplant. (Bild: Perrine Woodtli)

Das Friedhofgebäude auf dem Friedhof Hofegg soll nächsten Sommer für rund zwei Millionen erneuert werden. Für die offene Abdankungshalle (links) ist ein Wetterschutz geplant. (Bild: Perrine Woodtli)

Das Friedhofgebäude auf dem Friedhof Hofegg muss auf Vordermann gebracht werden. Das Gebäude steht seit Anfang der 1970er-Jahre. Laut dem Gossauer Stadtrat sind nun einige Erneuerungen und Verbesserungen nötig. «Gewisse Dinge wie etwa die Heizung oder die Lüftung sind am Ende ihrer Lebenszeit», sagt Stadträtin Gaby Krapf-Gubser. Sie betont, dass man am Gebäudecharakter festhalte und nur wenig ändern möchte.

Für die Erneuerung des Friedhofgebäudes hat der Stadtrat dem Parlament einen Kreditantrag von rund zwei Millionen Franken unterbreitet. Die parlamentarische Baukommission berät derzeit den Kredit.

Abdankungshalle vor Regen und Wind schützen

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Erneuerung der Aufbahrungsräume. Diese sollen würdevoller gestaltet werden. «In den Aufbahrungsräumen verabschieden sich die Angehörigen von den Verstorbenen. Uns ist es wichtig, dass dort eine andächtige Atmosphäre herrscht», sagt Krapf. Aktuell seien die Räume eher kühl und nüchtern gestaltet. Das soll sich mit neuen Einbaumöbeln aus Eichenholz, gedimmtem Licht sowie neuen Anstrichen und Bodenbelägen ändern.

Für die offene Abdankungshalle ist ein mobiler Wetterschutz geplant. «Bei einer Beerdigung mit vielen Leuten ist jeweils nur ein Teil von Regen oder Wind geschützt», sagt Krapf. Weil baulich nichts verändert werden soll, habe man sich für eine mobile Variante entschieden. Um was für einen Schutz es sich handle, sei noch unklar. «Wir prüfen, welche Massnahmen es gibt.»

Weiter sollen die Betriebs- und Arbeitsräume des Friedhofpersonals mit kleineren baulichen Massnahmen klarer von den öffentlich zugänglichen Räumen getrennt werden. Bei Bestattungen soll das Aufeinandertreffen von den Mitarbeitern mit den Trauernden möglichst vermieden werden. «Die Mitarbeiter sollen ihrer Tätigkeit nachgehen und die Angehörigen für sich sein können, ohne dass sich ihre Wege ständig kreuzen», sagt Krapf.

«Das Personal hilft zudem bei Bestattungen mit. Dafür muss es sich jeweils umziehen.»

Momentan nutzen die Angestellten die gleiche Garderobe wie der Pfarrer und die öffentlichen Toiletten. Neu sollen die Personalräume Duschen, ein eigenes WC sowie einen Pausenraum erhalten.

Das Friedhofsgebäude erhält zudem eine bessere Dämmung, neue Türen und Fenster sowie eine neue Gebäudetechnik, die energetische Verbesserungen bringen sollen. Nebst einer neuen Lüftung wird die Elektroheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt. Zudem wird eine Behindertentoilette gebaut. Auch ein Handlauf an der Treppe, die zur Abdankungshalle führt, wird geprüft. Am letzten Stadtapéro hat eine Bürgerin diesen Wunsch danach geäussert. «Wir überlegen uns, wie wir dies umsetzen», so Krapf.

«Es ist noch unklar, ob es einen Handlauf oder eine Rampe geben soll.»

Lärmschutzwall ist nach wie vor ungewiss

Die Realisierung ist für Sommer 2019 vorgesehen. Geplant ist eine Bauzeit von einem halben Jahr. Man stehe bereits in Kontakt mit den Kirchenvertretern, um zu besprechen, wie man sich in dieser Zeit organisieren will.

«Es sollen auch während der Bauarbeiten Bestattungen in einem würdevollen Rahmen möglich sein.»

Ein anderes Thema, das den Friedhof betrifft und die Gossauer seit Jahren beschäftigt, ist ein Lärmschutzwall. Die A1 führt nur wenige Meter am Friedhof vorbei. Deutlich ist das Autobahnrauschen zu hören. Bereits 2000 gab es Pläne, auf der Anhöhe, die Friedhof und Autobahn trennt, einen Wall zu erstellen. Damals hatte der Stadtrat den Bau eines Lärmschutzdamms aus Aushubmaterial angekündigt. Geschehen ist bis heute nichts. «Der Stadtrat hat das Thema wieder aufgenommen», sagt Gaby Krapf.

Man versuche nach wie vor, in Kombination mit einer Aushubdeponie den Damm zu realisieren. Dazu seien Gespräche mit Kanton und Grundeigentümern nötig. Mehr könne sie momentan nicht sagen. Das Geschäft werde Ende Oktober beraten.

Mehr zum Thema:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.