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Seeuferweg in Rorschacherberg: Gegner wollen dem Rat auf die Finger schauen

Ernüchterung und Freude über das äusserst knappe Resultat zum Seeuferweg in Rorschacherberg halten sich am Tag danach die Waage. Gegner und Befürworter haben ihre Erwartungen an die Gemeinde.
Jolanda Riedener
Die Rorschacherberger Bevölkerung will das Ufer im Gebiet Neuseeland renaturieren und einen Fussweg bauen. Die Entscheidung fiel äusserst knapp aus. (Bild: Tino Dietsche)

Die Rorschacherberger Bevölkerung will das Ufer im Gebiet Neuseeland renaturieren und einen Fussweg bauen. Die Entscheidung fiel äusserst knapp aus. (Bild: Tino Dietsche)

Nur gerade elf Stimmen machten den Unterschied zwischen Gegnern und Befürwortern des Seeuferwegs in Rorschacherberg. Gemeindepräsident Beat Hirs verspricht deshalb ein sensibles Vorgehen. Bedenken wolle der Gemeinderat in der Ausführungsplanung bestmöglich berücksichtigen.

Die SP Rorschach Stadt am See zeigt sich erwartungsgemäss zufrieden über das Abstimmungsergebnis. «Es tut gut zu wissen, dass ich in einer Gemeinde wohne, die in ihre Zukunft investieren möchte», äussert sich Anna Viola Bleichenbacher nach der Abstimmung. Sie war Teil der überparteilichen Arbeitsgruppe der Gemeinde. Das Seeuferweg-Projekt, wie es die Stimmbürger angenommen haben, sei gemäss Bleichenbacher das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit aller Parteien und der Zivilgesellschaft. Die Sozialdemokraten wollen das Projekt denn auch möglichst rasch vorantreiben, heisst es in einer Mitteilung: Der Ball liege beim Gemeinderat. Er müsse dafür sorgen, dass das Projekt schnellstmöglich umgesetzt werde.

«Ein klareres Resultat wäre schöner gewesen»

Auch die CVP Rorschacherberg freut sich über das Resultat. Der Seeuferweg sei ein altes CVP-Thema, das schon lange im Parteiprogramm stehe: «Mit dem Volksentscheid haben wir einen Meilenstein erreicht», sagt Parteipräsident Gregor Thurnherr. Ein klareres Resultat wäre ihm natürlich lieber gewesen. Im Vorfeld der Abstimmung habe sich gezeigt, dass das Thema emotional diskutiert werde. «Wir hatten gute Argumente, diese waren aber nicht allein entscheidend», sagt Thurnherr. Im Gegenzug hätte das Nein-Komitee nicht nur fundiert argumentiert.

Das Anliegen der Partei sei es nun, während der Ausarbeitung des Projekts weiterhin die Anwohner und Arbeitsgruppe miteinzubeziehen. Auch soll das lokale Gewerbe beim Bau berücksichtigt werden und nach Möglichkeit Materialien aus der Region bezogen werden.

Auch wenn das Abstimmungsergebnis sehr knapp ausgefallen sei, so gelte es den demokratischen Entscheid zu akzeptieren, schreibt das Pro-Komitee in einer Mitteilung: «Es kann nicht sein, dass die Verlierer der Abstimmung die Realisierung des Vorhabens durch eine kritische Begleitung des Projektes doch noch zu verhindern versuchen.»

Abfall, Lärm und Parkplätze - die Meinungen dazu gehen auseinander

Dass die Entscheidung so knapp ausgefallen ist, ärgert die Gegner der Vorlage doch ein wenig. «Das ist ein demokratischer Entscheid, den wir selbstverständlich so akzeptieren», sagt Peter Locher, Präsident der SVP Rorschacherberg. Auch die Gegner appellieren an den Gemeinderat: «Jetzt ist die Gemeinde am Zug, die SVP wird das mitverfolgen», sagt Locher. Insbesondere die Kostenentwicklung werde die Partei im Auge behalten. Auch andere Bedenken, welche die Bevölkerung im Vorfeld der Abstimmung punkto Lärm, Abfall und Parkplatzproblemen äusserte, werde die SVP beobachten. Peter Locher sagt weiter:

«Wichtig ist, dass die Anwohner einbezogen und ihre Bedenken ernst genommen werden.»

Keine Bedenken bezüglich Abfall und Lärm hat Robert Raths, Thals Gemeindepräsident und Stadtpräsidiumskandidat von Rorschach: «Auf Staader Boden hält sich das absolut in Grenzen.» Als aussenstehender freue er sich insofern über das Ergebnis, als das Projekt nach mehreren Anläufen nun angenommen wurde.

SP-Stadtrat und Stadtpräsidiumsanwärter Guido Etterlin äussert sich per Videobotschaft: «Ich freue mich riesig, über den Entscheid aus Rorschacherberg.» Der Bodensee gelte als wichtiges Naherholungsgebiet, weshalb er den öffentlichen Zugang befürworte. «Wir planen, die Seepromenade im Gebiet Schlachthof/Strandbad ebenfalls öffentlich zu gestalten», sagt Etterlin weiter. Zwar handle es sich um Rorschacherberger Gemeindegebiet, aber das Grundstück gehört der Stadt Rorschach.

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