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Siebter Saisonsieg: Samuel Giger gewinnt das Nordostschweizer Schwingfest in Mels und geht als Favorit nach Kilchberg

Es ist die nächste Machtdemonstration des 23-jährigen Thurgauers. Samuel Giger gewinnt das Nordostschweizer Teilverbandsfest und fährt voller Selbstvertrauen zum Saisonhöhepunkt in zwei Wochen.

Ives Bruggmann
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Samuel Giger kontert Matthias Aeschbachers Brienzer aus und überdrückt später den Berner am Boden.

Samuel Giger kontert Matthias Aeschbachers Brienzer aus und überdrückt später den Berner am Boden.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Samuel Giger legt die nächste Reifeprüfung ab. Der Thurgauer Schwinger gewinnt vor 6200 Zuschauern das 125. Nordotschweizer Teilverbandsfest in Mels fährt somit als grosser Favorit an den Kilchberger Schwinget in zwei Wochen.

Zuerst Kurz, dann Brienzer-Konter

Sowohl im ersten als auch im letzten Gang war Gigers Gegner der Berner Gast Matthias Aeschbacher. Und beides Mal fand der Mann aus Ottoberg das Rezept. War es zum Auftakt noch ein Kurzzug mit folgendem Plattwurf, so konterte Giger im Schlussgang einen Brienzer Aeschbachers und überdrückte ihn am Boden zum gültigen Resultat.

Mit seinem siebten Saisonerfolg und dem 22. Kranzfestsieg seiner Karriere unterstrich Giger nicht nur seine aktuelle Dominanz, er liess damit auch seine erste Niederlage seit zwei Jahren von vergangener Woche am Schwarzsee hinter sich. An das Kilchberger Schwinget – den grossen Saisonhöhepunkt – fährt Giger nun mit maximalem Selbstvertrauen.

Festtag für den Schwingklub am Ottenberg

Auf den Rängen zwei und drei folgen die Brüder Domenic und Mario Schneider. Sie bescherten damit – gemeinsam mit Stefan Burkhalter auf
Rang 4, sowie den Gebrüdern Silvio und Marco Oettli auf Platz 6 respektive 7 – dem Schwingklub am Ottenberg mit sechs Kränzen einen Festtag.

Alle Kranzgewinner im Überblick.

Alle Kranzgewinner im Überblick.

esv.ch

Domenic Schneider führt zudem mit seinem zehnten Kranz in dieser Saison diese Statistik an. Kein Schwinger lieferte in diesem Jahr so zuverlässig ab wie der 27-Jährige aus Friltschen.

Schlegel und Orlik sagten ab

Zwei kleine Fragezeichen stehen noch hinter den Namen von Werner Schlegel und Armon Orlik. Der Toggenburger erlitt im Training eine Schulterprellung und den Bündner plagen Rückenprobleme. Beide verzichteten deshalb auf eine Teilnahme in Mels. Derweil meldete sich der Appenzeller Michael Bless nach langer Verletzungspause zurück und dürfte sich mit Rang 3 den Platz unter den besten 14 Nordostschweizern, die nach Kilchberg fahren, verdient haben.

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