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Kult-Witzeerzähler Oliver Gimber kommt nach St.Gallen

Ein Witz brachte Malermeister Oliver Gimber um seinen grössten Kunden und eine Viertelmillion Umsatz im Jahr. Morgen erzählt der Badenser diesen Witz in St. Gallen.
Daniel Wirth
Smartphone aufs Armaturenbrett und los geht’s: Auf Youtube kommt der Witz vom Olli direkt aus dem Auto. (Bild: PD)

Smartphone aufs Armaturenbrett und los geht’s: Auf Youtube kommt der Witz vom Olli direkt aus dem Auto. (Bild: PD)

Auf Youtube ist Malermeister Oliver Gimber aus Pforzheim längst ein Star. Er erzählt Witze. «Witz vom Olli» heissen seine Filmchen. Er sitzt am Steuer seines Autos, hebt den Zeigefinger und erzählt Witze. Diese gehen manchmal unter die Gürtellinie.

Begonnen hat alles mit einem Whatsapp-Chat, den sich ein paar Freunde eingerichtet hatten, wie Gimber dem «St. Galler Tagblatt» erzählt. Ein Freund, der an einer anderen Ecke der Welt wohnt, habe ihn gebeten, einen Witz aus der Heimat zu erzählen. Gimber zögerte nicht. Aus dieser Zeit stammte auch der Witz «Schwarzer Rettich!».

Einer der Freunde fand den Witz derart lustig, dass er das Filmchen mit Gimber am Steuerrad über die Grenzen des semi-intimen Chats hinaus verbreitete. Irgendwann war «Schwarzer Rettich!» im Internet zu sehen, auf Youtube und Facebook – erzählt von Olli im Fond seines Wagens. «Das war die Initialzündung zu meiner Karriere als Comedian», erinnert sich Gimber. Allerdings: Der Internet-Erfolg hatte eine Schattenseite. Gimber führt in Pforzheim im Schwarzwald in dritter Generation ein Malergeschäft («Optimaler») mit gegenwärtig rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Sein grösster Kunde habe ihn wegen «Schwarzer Rettich!» als Rassisten bezeichnet und ihm die Aufträge entzogen. Es ging dabei um einen Umsatz von rund einer Viertelmillion Euro im Jahr. Da half auch nichts, dass Gimber in seiner Firma Frauen und Männer aus vielen Nationen beschäftigt: Rumänen, Tschechen, Portugiesen. Der Auftrag war weg und bleibt weg.

Je härter am Wind, umso lauter das Lachen

Morgen kommt der Malermeister aus Pforzheim zum ersten Mal als Comedian in die Ostschweiz. Auftritte in der Schweiz hatte er schon, in Zürich und in Basel. Er habe sich schon gefragt, wie sein badischer Dialekt in der Schweiz ankomme. Und? «Er kommt gut an», sagt Gimber. Je härter er am Wind segle, umso lauter sei das Lachen der Schweizerinnen und Schweizer. Will heissen: Je derber der Witz, umso besser kommt er an beim Schweizer Publikum.

Natürlich bekomme er oft zu hören, er erzähle frauenfeindliche Witze, sagt Gimber – um ohne Pause anzufügen: «Aber auch männerfeindliche.» Und der Witzeerzähler aus Pforzheim sagt, Frauen seien diesbezüglich deutlich weniger empfindlich als Männer.

Auch den Witz «Schwarzer Rettich!» hat er noch in seinem Programm «Planlos durch die Nacht». In Basel sei er unlängst «verdammt gut» angekommen.

Am kommenden Donnerstag, 29. November, tritt Oliver Gimber mit seinem Programm «Planlos durch die Nacht» in der St.Galler Tonhalle auf.

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