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Schulhaus Kreuzbühl in St.Gallen: Stadtrat plant Neubau statt Sanierung

Der St.Galler Stadtrat will für 20 Millionen Franken das Schulhaus Kreuzbühl im Quartier Winkeln abreissen und einen Ersatzbau erstellen. Darin soll es auch Platz für einen Kindergarten und die Tagesbetreuung geben. Im Schulhaus Hof stehen Umbauten an.
Christoph Renn
Das Schulhaus Kreuzbühl in Winkeln hat nach über 50 Jahren ausgedient. Der Stadtrat plant einen Neubau. (Bild: Hanspeter Schiess)

Das Schulhaus Kreuzbühl in Winkeln hat nach über 50 Jahren ausgedient. Der Stadtrat plant einen Neubau. (Bild: Hanspeter Schiess)

Vor gut 51 Jahren wurde das Schulhaus Kreuzbühl im Westen der Stadt feierlich eingeweiht. Nun soll es abgebrochen werden. Das Quartier verliert jedoch kein Schulhaus. Es soll im Sommer 2026 ein Neues erhalten. Die Kosten für den Neubau werden auf rund 20 Millionen Franken beziffert. Der Stadtrat will für rund 885000 Franken einen Projektwettbewerb starten.

Für Schulhausleiter Pius Jud ist das der richtige Entscheid. «Das heutige Schulhaus entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Unterricht.» Dem Entscheid des Stadtrates ging eine lange Abklärungsphase voraus. «Es gab zwei Varianten: Sanierung oder Neubau», sagt Pius Jud.

Die Machbarkeitsstudie der Stadt hat ergeben, dass eine Sanierung fast gleich viel kosten würde wie ein Neubau. Zudem könne das alte Schulhaus nicht aufgestockt werden, wodurch bei einem allfälligen erhöhten Raumbedarf das Erweiterungspotenzial fehlen würde. «Für uns ist das sicherlich die beste Variante.» Wie die Bauarbeiten genau verlaufen werden, ist indes noch unklar. «Dies ist Teil des Projektwettbewerbs», sagt Stadträtin Maria Pappa.

Mehr Platz für die Tagesbetreuung

Das neue Schulhaus Kreuzbühl soll um zwei Klassenzimmer erweitert werden. «Dies wird es uns ermöglichen, die Schulhauszuteilung besser auf den Wohnort der Kinder abzustimmen», sagt Jud. Zum Schulquartier gehört auch das Schulhaus Hof, das rund einen Kilometer vom Kreuzbühl entfernt liegt. Mit der bestehenden Anzahl Klassenzimmer in den beiden Schulhäusern sei dies bis jetzt nicht immer möglich gewesen. Der Stadtrat äussert sich in der Vorlage jedoch zurückhaltend zu diesem Thema, denn es sei auch in Zukunft möglich, dass nicht alle Kinder im nähergelegenen Schulhaus untergebracht werden könnten.

Ein weiterer Grund für den geplanten Neubau sind die fehlenden Räume für die Tagesbetreuung (FSA plus). Das Schulhaus Hof soll deshalb baulich angepasst werden (siehe Zweittext). Die Kinder, die sich für die Tagesbetreuung im Schulhaus Kreuzbühl angemeldet haben, werden bis zur Eröffnung des neuen Schulhauses provisorisch im ehemaligen Pfarr- und Kirchgemeindehaus an der Kreuzbühlstrasse 18/20 untergebracht. Gemäss Vorlage sind diese Räume jedoch nicht optimal. Als Übergangslösung würden sie jedoch ausreichen.

Immer mehr Kinder in der Tagesbetreuung

Die Stadt rechnet bei der Tagesbetreuung mit einem gravierenden Anstieg der Anmeldungen. Heute sind im Kreuzbühl 28 Kinder angemeldet. Diese Zahl werde sich bis 2023 mehr als verdoppeln. Dann wird von 79 teilnehmenden Kindern ausgegangen. Ähnlich zeigt sich die Entwicklung im Schulhaus Hof. Dort wird die Zahl voraussichtlich von heute 22 auf 106 Kinder im Jahr 2023 ansteigen.

Neben den Räumen für die Betreuung soll im neuen Schulhaus Kreuzbühl auch Platz für einen Doppelkindergarten geschaffen werden. Der bestehende Doppelkindergarten an der Herisauerstrasse 88, der rund 150 Meter vom Schulhaus entfernt liegt, ist gemäss Vorlage baufällig. So sei die Fassadenverkleidung asbesthaltig, und das Tragwerk habe Schaden genommen. Der Kindergarten soll abgebrochen werden. Es ist vorgesehen, dass das dadurch frei werdende Grundstück als Landreserve im Eigentum der Stadt verbleibt.

Mehr Platz für Tagesbetreuung

Im Schulhaus Hof betreibt die Stadt heute einen Mittagstisch mit nachschulischer Nachmittagsbetreuung. Dafür stehen heute eine Küche und ein Raum in der Grösse eines Schulzimmers zur Verfügung. Noch fehlt aber eine umfassende Tagesbetreuung (FSA plus).

Deshalb hat der Stadtrat für die Schulhäuser Kreuzbühl und Hof eine gemeinsame Strategie entwickelt. Diese sieht neben dem Neubau im Kreuzbühl eine innere Verdichtung im Schulhaus Hof vor. Die dadurch frei werdenden Flächen sollen gemäss Vorlage für den Aufbau einer umfassenden und bedarfsgerechten Tagesbetreuung genutzt werden. Der Stadtrat rechnet dafür mit Kosten in der Höhe von einer Million Franken.

Der Stadtrat will die Tagesbetreuung also innerhalb der bestehenden Gebäude mit «massvollen baulichen Eingriffen» umsetzen. Unter anderem sollen im westlichen Untergeschoss der bestehende Speisesaal sowie das angrenzende Schulzimmer umgebaut werden. Zudem wird die Küche erneuert. Damit könne ab Sommer 2019 schrittweise ein entsprechendes Angebot aufgebaut werden.

Für die Tagesbetreuung Hof fallen zusätzliche Lohnaufwände von 256000 Franken an. Hinzu kommen zusätzliche Betriebskosten von rund 110000 Franken pro Jahr für Hof und Kreuzbühl zusammen.

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