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Schulhaus Hebel soll für 10 Millionen saniert werden

In St. Georgen soll das Schulhaus erneuert und betrieblich optimiert werden. Das Stadtparlament entscheidet am 24. September darüber.
Daniel Wirth
Wird in Etappen erneuert: das Schulhaus Hebel in St.Georgen (Bild: Sabrina Stübi, 31. Januar 2018)

Wird in Etappen erneuert: das Schulhaus Hebel in St.Georgen (Bild: Sabrina Stübi, 31. Januar 2018)

Die Vorlage, die der Stadtrat dem Stadtparlament soeben hat zugehen lassen, hat eine lange Vorgeschichte und ist das Ergebnis umfassender Vorstudien, wie der Stadtrat schreibt. Das Schulhaus Hebel und das daneben liegende ehemalige Wohnhaus an der Hebelstrasse 20, das seit den 1950er-Jahren ebenfalls von der Schule genutzt wird, sind knapp 120 Jahre alt.

Gemäss Stadtrat weisen die beiden Liegenschaften «erheblichen baulichen Sanierungsbedarf» aus. Denn beide Liegenschaften seien in den letzten knapp 65 Jahren «keiner grosszyklischen Sanierung unterworfen» worden. Zudem stünden in beiden Gebäuden nicht mehr genügend Schulzimmer zur Verfügung. Für das Einzugsgebiet der Primarschule Hebel-Bach sei für das Schuljahr 2022/2023 ein Raumbedarf für 17 Schulklassen ausgewiesen. Hiervon vermöge das Primarschulhaus Bach an der St.Georgen-Strasse den Bedarf von maximal vier Schulklassen abzudecken. Damit verbleiben 13 Klassen, die in den Gebäuden auf dem Schulareal Hebel untergebracht werden müssen. Der dort vorhandene Raum reicht gemäss Stadtrat indes nur für zehn Schulklassen.

Anfänglich sollte nur das Dach ausgebaut werden

2014 war beabsichtigt, die baulichen Massnahmen auf das Schulhaus Hebel zu beschränken. Vorgesehen war der Ausbau des Dachgeschosses. Parallel zum Teilsanierungs- und Ausbauprojekt erteilte der Stadtrat einen Verpflichtungskredit von 3000 Franken für die Machbarkeitsstudie für einen Neubau für die Tagesbetreuung. Als Standort für diesen Neubau erwies sich gemäss Stadtrat der Standort an der Gotthelfstrasse als die geeignetste Lösung. Bis der Neubau bezugsbereit ist, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2023, findet die Tagesbetreuung der Kinder im Provisorium beim Schulhaus Hebel statt.

Maria Pappa, Stadträtin von St.Gallen, Direktion Planung und Bau. (Bild: PD)

Maria Pappa, Stadträtin von St.Gallen, Direktion Planung und Bau. (Bild: PD)

In der Zwischenzeit stellte sich heraus, dass die Kosten für den Ausbau des Dachgeschosses im Schulhaus in keinem Verhältnis zum gewonnenen zusätzlichen Schulraum stehen würden. Gleichzeitig konnte aufgezeigt werden, dass die beiden bestehenden Gebäude auf dem Schulareal den Raumbedarf der Primarschule abzudecken vermögen. Im Nachhinein betrachtet sei es ein Glück, dass die Planung so lange gedauert habe, sagt Stadträtin Maria Pappa, Vorsteherin der Direktion Planung und Bau:

«Wir haben im Lauf der Zeit neue Erkenntnisse gewonnen.»

Entsprechend wurde das aktuelle Projekt angepasst. Im Schulhaus Hebel sollen künftig der Regelunterricht, die Fördermassnahmen (Integrierte Schülerförderung und Logopädie) sowie die musikalische Grundschule statt. Im ehemaligen Wohnhaus wird das technische und textile Gestalten unterrichtet. Diese Trennung ergebe sich neben thematischen aus auch betrieblichen Gründen, heisst es in der elfseitigen Bauvorlage.

Container wird aufgestockt

Stimmt das Stadtparlament der Bauvorlage am 24. September zu, könnten die Primarschulkinder in St.Georgen auf den Beginn des Schuljahres 2022/2023 die sanierte und betrieblich optimierte Schulanlage Hebel beziehen – vorausgesetzt, es gibt keine Einsprachen gegen das Projekt. Ein solches soll bis im ersten Quartal nächsten Jahres erarbeitet werden. Danach erfolgt die Ausführungsplanung und die Ausschreibung der Arbeiten. Vom dritten Quartal 2020 bis zum zweiten Quartal 2021 soll in einer ersten Etappe das ehemalige Wohnhaus an der Hebelstrasse erneuert werden. Danach erfolgen nacheinander die Bauarbeiten am Ost- und am Westflügel des Schulhauses.

In einem Container-Provisorium ist die Tagesbetreuung untergebracht. (Bild: Urs Bucher, 10. August 2018)

In einem Container-Provisorium ist die Tagesbetreuung untergebracht. (Bild: Urs Bucher, 10. August 2018)

Die teilweise lärmintensiven Bauarbeiten machten ein Bauzeitprovisorium unumgänglich, schreibt der Stadtrat zu Händen des Parlaments. Zugleich sei es aus betrieblichen wie auch aus Platzgründen schwierig, den gesamten Schulbetrieb für die Dauer der Bauarbeiten in ein Provisorium auf dem Schulareal auszulagern. Dadurch könnte der Pausenplatz nicht mehr benutzt werden. Deshalb ist vorgesehen, den Container, der als Provisorium für die Tagesbetreuung dient, aufzustocken. Gerade weil die Platzverhältnisse beschränkt seien, müsse in Etappen saniert und erweitert werden, heisst es.

Unter dem obligatorischen Finanzreferendum

Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament einen Projektierungs- und Ausführungskredit von 10.58 Millionen Franken. Damit liegt der «Hebel»-Kredit unter dem obligatorischen Finanzreferendum von 15 Millionen Franken.

Das ist bei Schulhausneubauten und -sanierungen die Ausnahme: Das Oberstufenschulhaus Zil im Osten der Stadt wird für 21 Millionen Franken saniert. Die Stimmberechtigten bewilligten vor knapp einem Jahr den Kredit dafür mit einem Ja-Stimmen-Anteil von über 80 Prozent. Etwa im gleichen Verhältnis sagten die Stadtsanktgaller 2014 Ja zur Sanierung und dem Ausbau der Primarschulanlage St.Leonhard für etwas mehr als 30 Millionen Franken.

Mittelfristig sind nach der Sanierung der Primarschulanlage Hebel und des Oberstufenschulhauses Zil Neubauten im Riethüsli und im Kreuzbühl geplant, wie Stadtrat Markus Buschor, Vorsteher der Direktion Bildung und Freizeit sagt. Bei den Schulhäusern Riethüsli und Kreuzbühl spricht Buschor von mittelfristigen Vorhaben. Ziel des Stadtrats ist es, bis 2026 sämtliche Schulhäuser saniert zu haben.

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