Schüler schalten den Strom ein

17 Maturandinnen und Maturanden der Kantonsschule am Burggraben organisieren einen Infotag zum Thema «Mobilität der Zukunft entdecken». Dafür sind mehr als nur Informationsstände geplant.

Aliena Trefny
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Der Thementag «Mobilität der Zukunft erfahren» erfordert viel Einsatz von den Maturandinnen und Maturanden. (Bild: Benjamin Manser)

Der Thementag «Mobilität der Zukunft erfahren» erfordert viel Einsatz von den Maturandinnen und Maturanden. (Bild: Benjamin Manser)

Schon am frühen Morgen sind die Schülerinnen und Schüler des Ergänzungsfaches Nachhaltigkeit and der Kantonsschule am Burggraben voller Tatendrang. Seit vergangenem Herbst planen sie einen Thementag zur Elektromobilität, der am 27. April an der Kanti stattfindet. Dessen Ziel ist es, das Wissen, das sich die Schüler seit Anfang des ersten Semesters in diesem Fach angeeignet haben, an die Bevölkerung weiterzugeben. Dabei gehe es nicht nur darum, die Besucherinnen und Besucher zu informieren, sondern ihnen die Gelegenheit zu geben, eigene Erfahrungen mit alternativen Fahrzeugen zu sammeln, die keinen Auspuff haben und statt Erdöl aus fernen Ländern erneuerbare Energie aus der Schweiz beziehen können, sagt Martin Rotta, Geografie-Lehrer der Kanti. «So hoffen wir, unbegründete Vorurteile mancher Menschen gegenüber Elektromobilität zu begraben.»

Zu diesem Zweck gibt es am Infotag «Mobilität der Zukunft erfahren» verschiedene Posten und Infostände mit über 40 ausgestellten Fahrzeugen, von denen viele zur Probefahrt bereitstehen. Ein fixer Programmpunkt ist die Podiumsdiskussion (siehe Zweittext). Die Leitfragen drehen sich um die Zukunft der Mobilität, die Vor- und Nachteile von Elektromobilität und wie alle Anwesenden etwas dazu beitragen können. «Anstelle einer politischen Debatte soll die Podiumsdiskussion fachlich und klärend sein und darüber hinaus auf allgemein verbreitete Unsicherheiten, Skepsis und Fragen eingehen. », sagt der Maturand Rafael Hug.

Eine grössere Aktion als erwartet

Das Ergänzungsfach Nachhaltigkeit gibt es erst seit diesem Schuljahr an der Kanti. Die Idee ist entstanden, als einige Lehrer einen fachübergreifenden Unterricht zwischen Geografie, Chemie und Biologie gestalten wollten. Ursprünglich sollte der Thementag ein einfaches Projekt im Unterrichtsplan werden. Martin Rotta hat aber nicht damit gerechnet, dass er so umfangreich und auch aufwendig werden würde. Das Thema «Mobilität der Zukunft entdecken» habe man gewählt, weil die Bevölkerung im Bereich der Mobilität noch viel mehr unternehmen könne. Martin Rotta sagt: «Wir hätten auch über nachhaltiges Essen berichten können. In diesem Thema sind die Menschen allerdings schon viel aktiver und sind besser darüber informiert.»

Ein Ziel des Anlasses ist, die Menschen mit der Elektromobilität direkt in Kontakt zu bringen. Martin Rotta ist beeindruckt, mit welchem Einsatz die Maturandinnen und Maturanden bei der Sache sind; sie würden viel Lob für ihre Arbeit erhalten, auch von den Experten. Matteo Rothenberger, ein Maturand, sagt: «Die Organisation dieses Anlasses ist eine nützliche Erfahrung für die Zukunft.» Dabei habe man Verantwortung übernehmen und dranbleiben, telefonieren und Mails schreiben müssen. Nach diesen paar Monaten seien sie ein eingespieltes Team geworden, da jede und jeder seine Aufgabe übernommen habe. Sein Mitschüler Patrice Nick ergänzt: «Es macht mir nichts aus, einen Teil meiner Freizeit in diese Planung zu investieren. Es ist eine interessantere Erfahrung als normaler Unterricht.»

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