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Nach Kündigungen und Beschwerde beim Kanton: Schulbetrieb an Rheinecker Oberstufe ist vorerst sichergestellt

Eltern und Lehrer üben Kritik an der Rheinecker Oberstufe. Im letzten Moment konnte die Schule eine freie Stelle besetzen. Die angestellten Lehrer dürfen sich nicht zu den Ungereimtheiten äussern.
Jolanda Riedener
Nach acht Kündigungen sind alle Stellen an der Oberstufe wieder besetzt – ein Mathelehrer kehrte kurzfristig zurück. Bild: Jolanda Riedener

Nach acht Kündigungen sind alle Stellen an der Oberstufe wieder besetzt – ein Mathelehrer kehrte kurzfristig zurück. Bild: Jolanda Riedener

Seit über einer Woche hat der Schulalltag wieder Einzug genommen. Auch an der Oberstufe in Rheineck, wo derzeit drei Sek- und Realklassen unterrichtet werden. Nach mehreren Kündigungen nun mit neuen Lehrerinnen und Lehrern.

Lehrpersonen kritisierten den Umgang an der Schule, seit Gregor Loser die Schulleitung übernommen hat, sein Führungsstil wird als «diktatorisch» beschrieben. Acht Angestellte haben die Oberstufe bis zu den Sommerferien hin verlassen. Das Arbeitsklima sei geprägt von Respektlosigkeit, Unsicherheit und Resignation.

Eltern wiederum kritisierten die Qualität an der Schule. Weil ein Elternabend im Mai zwar erfolgreich verlaufen sei, darauf aber nichts weiter passierte, wendeten sich die Eltern der jetzigen dritten Sekundarschüler mit einer Beschwerde an den Kanton.

Sie beanstanden unter anderem die Informationspolitik an der Schule. Zum genauen Inhalt der Beschwerde bezieht das zuständige Amt für Volksschule keine Stellung. Gemäss Brigitte Wiederkehr, stellvertretende Leiterin des Amts für Volksschule, handelt es sich um ein laufendes Verfahren.

Kanton gibt Stundenplänen und Lehrern gute Noten

Auf Anfrage bei Schulleiter Gregor Loser heisst es in einem Schreiben: «Die Elterngruppierung, welche Aufsichtsbeschwerde beim Amt für Volksschule erhoben hat, kritisiert unter anderem die Qualifikationen der Lehrpersonen und die Stundenpläne.» Die Rückmeldungen des kantonalen Amtes seien positiv. «Alle Lehrpersonen verfügen über die notwendigen fachlichen Qualifikationen, um auf der Oberstufe unterrichten zu dürfen», heisst es im Schreiben der Schule weiter. Die Stundenpläne würden ausserdem den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Laut Brigitte Wiederkehr vom Amt für Volksschulen wurde geprüft, ob der Schulbetrieb auf Schulbeginn sicher gestellt werden konnte. Die Verant­wortlichen der Oberstufe ­Rheineck haben die Eltern vor Schul­beginn in einem Brief über die Besetzung der offenen ­Stellen informiert. «Es konnten alle ­offenen Stellen der Ober­stufe mit ausgebildeten Lehr­per­sonen besetzt werden», heisst es.

Für die vakante Position auf der zweiten Sekundarschule meldete sich eine ehemalige Lehrperson bei der Schulleitung und bot spontan Unterstützung an, heisst es im Schreiben der Oberstufe weiter. Die Lehrperson kenne viele der Schüler bereits und sei mit dem Schulbetrieb der Oberstufe vertraut. «Mit der getroffenen Lösung besteht ausreichend Zeit, ohne Druck die Stelle langfristig mit einer guten Lehrperson besetzen zu können», heisst es weiter.

Lehrerinnen und Lehrer dürfen sich nicht äussern

Weniger zuversichtlich sind die Eltern der betroffenen dritten Sekklasse, die mittlerweile in Mathematik von der sechsten Lehrperson unterrichtet wird. Die Eltern sind erst am Samstag vor Schulbeginn schriftlich über den neuen Klassenlehrer informiert worden – dies auf Nachfrage eines Vaters. Weiter verfüge die eingestellte Lehrkraft über ein Sprachdiplom und habe nie Mathematik unterrichtet. Lange auf sich warten liess auch der Stundenplan, dessen erste Version fehlerhaft war, Freistunden zum Beispiel waren zwischen zwei Pflichtlektionen eingeplant. Die Schuld dafür habe der Schulleiter dem Computerprogramm gegeben, schildern betroffene Eltern.

Für die Eltern verdeutliche dies die Inkompetenz des Schulleiters. Auf Unverständnis stösst auch, dass Gregor Loser sich nicht veranlasst fühlt, die Schulleiterausbildung nachzuholen. Man warte nun die Antwort der kantonalen Stellen ab.

Schulleiter befiehlt Lehrern zu schweigen

Den Rheinecker Oberstufenlehrern erteilte der Schulleiter unterdessen einen Maulkorb: Sie dürfen sich nicht zu den Unstimmigkeiten im Schulbetrieb äussern.

Schulleiter Gregor Loser (FDP) ist seit 2017 auch im Rorschacher Schulrat tätig. Schulpräsident Guido Etterlin arbeite auf Ratsebene gut mit ihm zusammen, wie er auf Anfrage sagt. «Ich schätze sein Engagement, seine Arbeit sowie ihn als Person», sagt Etterlin.

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