Schreibwettbewerb an der Kantonsschule am Burggraben: Das sind die Siegertexte

In der Kantonsschule am Burggraben wurden diese Woche den Gewinnerinnen des Schreibwettbewerbs ihre Preise überreicht. Das Wettbewerbsthema «Grenzenlos» wurde auf unterschiedlichste Weise umgesetzt.

Siri Würzer
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Die ausgezeichneten Schülerinnen nach der Preisverleihung.

Die ausgezeichneten Schülerinnen nach der Preisverleihung.

Bild: Siri Würzer (18. Novemeber 2020)

Es ist eine kleine Gruppe von Menschen, die sich an diesem Schulabend in der Aula Neubau der Kantonsschule am Burggraben einfindet. Bald verteilen sich alle auf die Vorlesungsstühle, die mit einem 1,5-Meter-Sicherheitsabstand zueinander aufgestellt sind. Dieses Mal wird es keinen Apéro danach und kein warmes Händeschütteln mit dem Präsidenten der Studienstiftung geben.

Aufgrund des Virus konnten nur geladene Gäste dem Anlass beiwohnen. Darunter fielen die nominierten Schülerinnen und Schüler mit je einer Begleitperson, die Jury, die Schulleitung, die Musikerinnen und Lehrpersonen.

Das Thema wurde unterschiedlich umgesetzt

250 Texte zum vorgegebenen Wettbewerbsthema «Grenzenlos» wurden in diesem Jahr von den Schülerinnen und Schülern der KSBG eingesandt. Dies sind fast doppelt so viele wie beim letzten Schreibwettbewerb vor zwei Jahren, wie Ursina Albrecht Bühler sagt. Sie unterrichtet an der Kantonsschule das Fach Deutsch und ist seit 2016 Leiterin des Schreibwettbewerbs.

Grund für die vielen Teilnehmenden könnte durchaus die momentane Situation mit Corona sein, sagt sie. Neben verschiedensten Interpretationen des Themas «Grenzenlos» handelten denn auch viele der eingesandten Texte in irgendeiner Form von Corona und der Zeit während des Lockdowns.

Der Wettbewerb findet im Zweijahresturnus statt. Unterschieden wird zwischen den Kategorien Untergymnasium bis und mit 1. Klassen, den 2.–4. Klassen sowie den Anerkennungspreisen.

Die Gewinnerin in der Kategorie B, die der 2.–4. Klassen ist Joya Moser mit ihrem Text «Eine Odyssee». Die Geschichte erzählt von der Flucht des fiktiven Protagonisten Naël, der als unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender aus Syrien flüchtet und in die Schweiz kommt. Die Geschichte berührt mit ihrer Empathie und Bildhaftigkeit der Sprache, meinen die Juroren. Anstoss für den Text war für Joya Moser unter anderem ein Besuch mit ihrer Primarklasse in der Jugendherberge St. Gallen. Dort waren im Winter 2015/2016 über 80 Asylsuchende vorübergehend einquartiert.

«Unsere Schülerinnen können schreiben»

Den ersten Preis der Kategorie B, die des Untergymnasiums und der ersten Klassen, erhielt Carolina Schäfer. Sie schrieb über den Homeoffice-Alltag und hat bereits vor 2 Jahren den ersten Preis in dieser Kategorie gewonnen.

Insgesamt wurden in diesem Jahr zwölf Schülerinnen mit einem Preis ausgezeichnet. Wie eine Lehrperson bei der Rangverkündigung sagt, liegt für sie der Reiz des Schreibwettbewerbs auch immer darin, durch die Texte einen Einblick in die Welt ihrer Schülerinnen und Schüler zu bekommen. Dabei werde den Lehrpersonen immer wieder bewiesen:

«Unsere Schülerinnen können schreiben.»

Hinweis: Die Siegertexte finden sie hier.