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Kommentar

Die Schonfrist für städtische Dienststelle ist abgelaufen

Vereine kritisieren die Stadt, weil sie Rechnungen mit grosser Verspätung verschickt hat. Die junge Dienststelle war überfordert. Der Leiter verspricht Besserung. Es wird Zeit.
Christoph Renn
Christoph Renn, Redaktor (Bild: Urs Bucher)

Christoph Renn, Redaktor (Bild: Urs Bucher)

Bei der Dienststelle Infrastruktur Bildung und Freizeit haben sich während eines Jahres Rechnungen gestapelt. Kurz vor Jahresende mussten städtische Angestellte in einer Feuerwehrübung in mehreren Wochenendeinsätzen über 400 Geldforderungen an Vereine schicken. Für gemietete Stühle, Tische und Hallen. Ein Versäumnis, das einer professionellen Stelle nicht passieren darf.

Leiter Andreas Horlacher gesteht den Fehler ein. Er entschuldigt sich und verspricht Besserung. Seine Erklärung, wie es soweit kommen konnte, klingt für eine Amtsstelle gar menschlich: Weil zwei Sachbearbeiterinnen innert kurzer Zeit die Dienststelle verlassen haben, kam es zu einem personellen Engpass. Die Folge: Die Rechnungen stapelten sich.

Interne Kunden wurden zuerst bedient

Die Leidtragenden bleiben die Sportvereine. Zu bedenken gilt, dass die internen Rechnungen an Schulen und Bäder fristgerecht ausgestellt wurden. Haben Horlacher und sein Team hier die Prioritäten richtig gesetzt? Dass die internen Stellen zuerst bedient wurden, liegt wohl in der Organisation der Dienststelle Infrastruktur Bildung und Freizeit (IBF) begründet. Denn sie ist als Servicecenter für verwaltungsinterne Kunden sowie Vereine konzipiert.

Der Vorfall ist für die Betroffenen zwar ärgerlich. Doch sie werden ihn verkraften. Die Dienststelle ist nun freilich in der Pflicht, die nötigen Schritte einzuleiten, damit sich solche Pannen nicht wiederholen. Sie muss aus ihrem Versäumnis die richtigen Lehren ziehen. Horlacher und sein Team haben Übung darin, sich anzupassen und sich zu entwickeln. In den vergangenen 20 Monaten, seit die Dienststelle ins Leben gerufen wurde, hat sie laufend interne Abläufe anpassen müssen. Nach bald zwei Jahren Betrieb ist die Schonfrist nun aber endgültig abgelaufen.

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