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Poststelle in St.Gallen-Lachen macht im Frühling 2019 dicht

Die Poststelle Lachen-Vonwil wird geschlossen. Die Post richtet in einem Neubau auf dem 100 Meter entfernten Köppel-Areal eine Agentur ein. Partner der Post dort wird die Lachen-Drogerie. Zwei weiteren Filialen in der Stadt droht ein ähnliches Schicksal.
Daniel Wirth
Wer ins Parterre der Liegenschaft Zürcher Strasse 27 anstelle der Post Lachen-Vonwil und der Lachen-Drogerie einziehen wird, ist noch nicht bestimmt. (Bild: Benjamin Manser)

Wer ins Parterre der Liegenschaft Zürcher Strasse 27 anstelle der Post Lachen-Vonwil und der Lachen-Drogerie einziehen wird, ist noch nicht bestimmt. (Bild: Benjamin Manser)

Die Spatzen in der Lachen pfeifen es schon eine ganze Weile von den Dächern: die Poststelle Lachen-Vonwil an der Zürcher Strasse 27 soll geschlossen und durch eine Postagentur ersetzt werden. Schliesslich hatte die Post im Sommer vergangenen Jahres über den Umbau ihres Filialnetzes in der Stadt St. Gallen informiert und die Poststelle Lachen-Vonwil als gefährdet bezeichnet.

Und jetzt ist es fix: Die Poststelle wird voraussichtlich Ende Februar geschlossen. Das bestätigte Markus Werner, Mediensprecher der Post, gestern auf Anfrage.

Und er bestätigte auch, dass auf dem Köppel-Areal, auf dem seit Mai 2017 zwei neue Häuser mit insgesamt 52 Wohnungen und Gewerberäumen entstehen, eine Postagentur eingerichtet werde. Auch darüber war in der Lachen, einem der bevölkerungsreichsten der 18 Quartiere in der Stadt, schon lange spekuliert worden.

Denn in den Neubau werden die Migros und die Lachen-Drogerie einziehen. Als Agenturpartnerin konnte die Post gemäss ihrem Mediensprecher die Lachen-Drogerie gewinnen. Diese befindet sich heute wie die Poststelle Lachen-Vonwil an der Zürcher Strasse 27. Diese Liegenschaft gehört der Post. Was nach der Schliessung der Poststelle und dem Umzug der Lachen-Drogerie einziehen wird, ist gegenwärtig noch offen.

Quartiervereinspräsident: "Eine gute Lösung»

Pius Jud, Präsident des Quartiervereins Lachen, hält die Lösung mit der Einrichtung einer Postagentur in der neuen Lachen-Drogerie für eine gute, wie er auf Anfrage sagt. Was ihn gegenwärtig mehr beschäftigt, ist, was auf die Poststelle und die Drogerie an der Zürcher Strasse im Herzen des Quartiers folgen wird. Er wünscht sich vor allen Dingen eines: «Leben.» Denn leer stehende Ladenflächen sind laut Pius Jud «nicht sexy».

Die Post überprüfte in der Stadt St. Gallen jüngst nicht nur die Poststelle Lachen-Vonwil, sondern auch diejenigen an der Langgasse und in Winkeln. Gemäss Mediensprecher Markus Werner ist dort noch kein Entscheid gefallen; die Post suche in Zusammenarbeit mit den Präsidenten der Quartiervereine nach Lösungen, wie sie nun in der Lachen gefunden worden sei: Schliessung der Poststelle, Einrichten einer Postagentur im Quartier zusammen mit einem Partner.

Auch in Winkeln ist der Quartierverein involviert

Markus Rutz, Co-Präsident des Quartiervereins Winkeln, bestätigt die Aussage Werners: Die Suche nach einer Alternative zur Poststelle und nach einem Partner oder einer Partnerin für eine Postagentur gehe in enger und guter Zusammenarbeit mit der Post vonstatten. Er sei zuversichtlich, dass die Post im Frühling 2019 informieren werden könne, wie es in Winkeln weitergehe. Die Postzukunft im Quartier im Westen der Stadt ist insofern von Bedeutung, als es dort viele Gewerbebetriebe gibt, welche die Dienstleistungen der Post brauchen.

Ob Lachen oder Winkeln: In beiden Stadtteilen geht es weiter mit der Post. Genau das ist im Sinn des St. Galler Stadtrats, wie Stadtpräsident Thomas Scheitlin sagt. Der Stadtrat sei von den Verantwortlichen der Post über den Umbau ihres Filialnetzes informiert und auch angehört worden.

«Für uns ist wichtig, dass die Post ihre Dienstleistungen in den Quartieren weiterhin erbringt und in Zusammenarbeit mit den Quartiervereinen nach Lösungen sucht, wenn eine Poststelle geschlossen wird», sagt Scheitlin.

Die Post hält sich an Versprechen

Das habe die Post der Stadt zugesichert und gemäss dem Quartierbeauftragten der Stadt halte sich der Gelbe Riese auch daran, sagt der Stadtpräsident. Der Stadtrat habe bis heute noch nie Grund gehabt, beim Umbau des Filialnetzes der Post auf Stadtgebiet zu intervenieren.

Postschliessungen haben in der Stadt eine mittlerweile 16-jährige Geschichte. 2002 schloss die Post in Rotmonten, ein Jahr später jene im Linsebühl, und 2013 ging die Filiale im Heiligkreuz zu. In Agenturen umgewandelt wurden die Filialen in St. Georgen und Riethüsli sowie jene am Kantonsspital und in St. Fiden. Neu betreibt die Post in der Unterführung West des Hauptbahnhofs einen von drei My-Post-24-Automaten im Kanton.

Dort, wo in der Stadt Poststellen in Agenturen umgewandelt wurden, sind in den Quartieren grösstenteils gute Erfahrungen damit gemacht worden – vor allen Dingen deshalb, weil die Agenturen länger geöffnet haben als die heutigen Poststellen. Das sagte etwa Hannes Kundert, Präsident des Quartiervereins Riethüsli, im Juni vergangenen Jahres. Dort und in St. Georgen sagten die Präsidenten der Quartiervereine, negativ sei dagegen, dass in den Postagenturen keine Finanzgeschäfte abgewickelt werden können.

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