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Schon wieder ein neuer Termin: Jede Verschiebung des St.Galler Kinderfests kostet

Der Sommertag soll schön, die Wiese trocken sein: Fürs Kinderfest werden optimale Bedingungen abgewartet. Doch jeder zusätzliche Tag, der bis zur Durchführung verstreicht, hat Mehrkosten zur Folge.
Christina Weder Bruderer
Heute vor drei Jahren hat alles gepasst: Am 12. Juni 2015 fand das Kinderfest statt. (Bild: Donato Caspari)

Heute vor drei Jahren hat alles gepasst: Am 12. Juni 2015 fand das Kinderfest statt. (Bild: Donato Caspari)

Das Kinderfest muss bereits zum achten Mal verschoben werden. Dabei ist es kein Geheimnis: Je früher der Traditionsanlass stattfinden kann, desto günstiger ist er. Der städtische Kinderfestverantwortliche Alan Schmid bestätigt diese Regel: «Muss das Fest dagegen verschoben werden, summieren sich die Kosten.»

Beziffern könne er die Mehrkosten zwar nicht. Sie seien aber im Vergleich zu den Fixkosten überschaubar. Zum einen schlägt die Infrastruktur zu Buche. Die Miete für Festbänke und Bühnen steigt mit jedem zusätzlichen Tag, den sie auf der Kinderfestwiese stehen bleiben. Zum anderen fällt ein Zusatzaufwand für die Securitas an, die das Festgelände seit geraumer Zeit täglich bewacht.

Schmid relativiert die Mehrkosten. «Für uns ist es wichtiger, das Fest bei optimalen Bedingungen durchzuführen» – als es möglichst rasch über die Bühne zu bringen. Denn trotz mehrfachen Verschiebens werde es nicht nötig sein, zusätzliche Gelder einfliessen zu lassen. Auch bei den jüngsten beiden Ausgaben des Grossanlasses vom 20. Juni 2012 und 12. Juni 2015 sei das Budget nicht überschritten worden.

Wie viel kostet das Kinderfest wirklich?


Fürs Kinderfest sind 1,4 Millionen Franken veranschlagt. Der Betrag war in der Budgetdebatte des Stadtparlaments im vergangenen Dezember völlig unumstritten. Doch wurde damals die Frage aufgeworfen, wie viel der Anlass tatsächlich kostet. Evelyne Angehrn, Präsidentin der Geschäftsprüfungskommission und SP-Stadtparlamentarierin, merkte an, dass die Vollkosten wohl deutlich höher lägen, als sie im Budget ausgewiesen sind. Sie schätzte sie anderthalbmal bis doppelt so hoch.
Sie begründete dies damit, dass Verwaltungsangestellte intern fürs Kinderfest zahlreiche Arbeitsstunden leisten, die in der Rechnung der Stadt nicht ausgewiesen würden.

Rund 470 Stellen seien in irgendeiner Weise involviert – inklusive Lehrpersonen, Polizei und Sanität. Insgesamt würden fürs diesjährige Kinderfest rund 10000 bis 20000 Arbeitsstunden verwaltungsintern geleistet. Das sei eher hoch geschätzt, findet der Projektverantwortliche Alan Schmid. Er will die Zahl nicht gross kommentieren. Denn die Stunden würden schlicht nicht erhoben. «Das wäre sehr aufwendig.»

Diverse Ämtli fürs städtische Personal

Einmal abgesehen vom Personal in den städtischen Schulhäusern sind gemäss Schmid rund 20 Verwaltungsangestellte in die Vorbereitungsarbeiten eingebunden. Am zeitintensivsten ist dabei die Funktion des Projektverantwortlichen, die Schmid innehat. Sie gleicht, je näher der Festtermin rückt, einem Vollzeitjob. Stark beansprucht werde auch die Projektleiterin des Hochbauamts. Sie ist für den Aufbau der Infrastruktur auf dem Kinderfestplatz zuständig. Hinzu kommen Verantwortliche für Entsorgung und Platzreinigung, für Verpflegung, fürs Erteilen von Fahrbewilligungen und weitere mehr.

Am Tag der Durchführung ist dann deutlich mehr städtisches Personal eingespannt. Zu den Lehrpersonen, Schulleitungen und Polizisten kommen gemäss Schmid rund 100 weitere Verwaltungsangestellte hinzu. Sie begleiten geladene Gäste aufs Festgelände, führen den Spielplausch durch, kümmern sich um die Verpflegung der Techniker, geben Auskünfte, nehmen Fundgegenstände in Empfang oder betreuen Kinder, die ihre Eltern auf dem Festgelände aus den Augen verloren haben.

Fürs Kinderfest wird ein grosser Aufwand betrieben – nicht zuletzt in den Schulhäusern. «Es ist ein bedeutender Anlass und die Schulen wollen sich im besten Licht zeigen», sagt Schmid. Und doch müsse es in vernünftigem Rahmen bleiben.

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