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Schloss Dottenwil in Wittenbach: Gleich zwei Jubiläen stehen an

Das Schloss Dottenwil in Wittenbach feiert in diesem Jahr zwei Geburtstage: Zum einen wurde es vor 475 Jahren gebaut. Zum anderen hat es die IG Schloss Dottenwil vor 20 Jahren in ein Kulturzentrum umgewandelt. Eine Ausstellung erzählt die beiden Geschichten.
Nina Rudnicki
Werner Hagmann, Co-Präsident der IG Schloss Dottenwil, und Fredi Zwickl, Co-Präsident des Museums (rechts) in der aktuellen Ausstellung über 475 Jahre Schloss und 20 Jahre Kulturzentrum. (Bild: Michel Canonica)

Werner Hagmann, Co-Präsident der IG Schloss Dottenwil, und Fredi Zwickl, Co-Präsident des Museums (rechts) in der aktuellen Ausstellung über 475 Jahre Schloss und 20 Jahre Kulturzentrum. (Bild: Michel Canonica)

«Als wir unsere IG vor 20 Jahren gründeten, sagten uns kritische Stimmen keine grossen Chancen voraus», sagt Werner Hagmann, Co-Präsident der IG Schloss Dottenwil. «Aber die Initiantinnen und Initianten und die zahlreichen Helfenden haben keine Mühe gescheut, das Schloss in ein Begegnungs- und Kulturzentrum umzubauen und ihm zu neuer Blüte zu verhelfen.»

Wie viel Arbeit in diesem Projekt steckt, zeigt bis Ende Jahr die Jubiläumsausstellung «475 Jahre Schloss Dottenwil – 20 Jahre IG Schloss Dottenwil» auf. Am Samstag war Vernissage. «In 20 Jahren sind etwa 200000 Stunden an Helfereinsätzen zusammengekommen», sagt Hagmann. «Auch in all dieses Herzblut bietet die Ausstellung einen Einblick.»

Die Geschichte in Artikeln, Bauplänen und Bildern

Für die Ausstellung verantwortlich ist Fredi Zwickl, Co-Präsident des Museums. In den vergangenen Monaten hat er zahlreiche Dokumente gesichtet und in die drei Bereiche IG, Museum und Gemeinde unterteilt. So erfahren die Besuchenden, wie die Gemeinde Wittenbach die Finanzierung und den Umbau des Schlosses ermöglichte, wie die Museumsgesellschaft Wittenbach schon länger nach neuen Ausstellungsräumen suchte und wie die IG das Schloss seit über 20 Jahren nutzt.

Gebaut wurde das Schloss 1543 von Peter Graf, einem reichen St.Galler Stadtbürger. Nach zahlreichen Handänderungen kaufte Johann Baptist Blattmann 1807 das Schloss und errichtet nebenan ein Kurhaus mit Garten. Während zehn Jahren war das Schloss Dottenwil ein renommiertes Molken-Kurhotel. Danach ging es Konkurs. Im Jahr 1886 erwarb schliesslich die Gemeinde Wittenbach das Schloss. Bis 1997 nutzte sie es als Armen-und Altersheim.

Zahlreiche Zeitungsartikel, Baupläne und Bilder sind in der Ausstellung zu sehen. In Vitrinen stehen einige originale Gegenstände, wie etwa ein Stück mit Blumen bemalter Täfer oder die 200-jährige Tapete aus der Zeit des Kurbetriebs. Ab 1997 kommen Dokumente hinzu, die zeigen, wie viel Zeit, Ideen und Sitzungen die IG Schloss Dottenwil rund um ihren Initianten Paul Huber in die Vision von einem kulturell genutzten Schloss investierte.

In den Statuten von 1998 sowie im Leihvertrag mit der Gemeinde heisst es wörtlich: «Schloss Dottenwil soll für die Wittenbacherinnen und Wittenbacher das Ortsmuseum, ein Ort der Begegnung, der Musse und Kultur, ein Ausflugsziel und Stolz der Gemeinde und Region sein.»

Von der Verwandlung des Schlosses gibt es kaum Fotos

Über die Jahre hat die IG das Angebot stets ausgebaut und unter anderem ein Restaurant eröffnet, Kunstausstellungen, Konzerte und Lesungen organisiert sowie einen Rebberg kultiviert – dies ausschliesslich mit freiwilligen Helfern. Dafür hat die IG 2006 den Anerkennungspreis der St.Gallischen Kulturstiftung und 2011 den Freiwilligenpreis der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft erhalten.

«Aber ohne die Unterstützung der Gemeinde als Besitzerin des Schlosses Dottenwil wäre all das nicht möglich gewesen», sagt Fredi Zwickl. Der Co-Präsident des Museums hat daher auch Berichte von der Bürgerversammlung ausgestellt, an denen die Bürger einen Kredit von über einer Million Franken für den Umbau gewährten.

«Das schwierigste für mich beim Zusammenstellen der Ausstellung war, aus der Fülle an Materialien auszuwählen», sagt Zwickl. Nur an einer Stelle fehle es: Es gebe kaum Bildmaterial aus der Anfangszeit, als das Schloss umgenutzt wurde. Alle hätten damals so engagiert mit den Restaurationsarbeiten angefangen, dass vergessen gegangen sei, die Verwandlung des Schlosses fotografisch festzuhalten. «Das ist bedauerlich. Es war die Zeit, in der sich das Schloss zu einem Ort der inneren und äusseren Ruhe und Ausstrahlung sowie in den Ort, wie wir ihn heute kennen, entwickelt hat.»

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