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Sauna in der St.Galler Frauenbadi wird konkret: Einweihung ist erst Ende 2020

Die Pläne und das Betriebskonzept für die Sauna in der St.Galler Frauenbadi werden in den kommenden Wochen und Monaten konkretisiert. Das Baugesuch soll bis Sommer zum Einreichen bereit sein. Weil die Stadt die Frauenbadhütte am Chrüzweier noch sanieren muss, verschiebt sich die Eröffnung allerdings auf Ende 2020.
Reto Voneschen
Ein lauschiger Badeplatz im Sommer - und bald auch ein romantischer Saunaplatz im Winter? Zum Konzept der Sauna in der Frauenbadi (Bild) gehört deren Lage am Waldweiher. Die Sauna soll deshalb auch eine Winteroase der Ruhe, Wellness und Gesundheit sein. (Bild: Michel Canonica - 9. Juli 2015)

Ein lauschiger Badeplatz im Sommer - und bald auch ein romantischer Saunaplatz im Winter? Zum Konzept der Sauna in der Frauenbadi (Bild) gehört deren Lage am Waldweiher. Die Sauna soll deshalb auch eine Winteroase der Ruhe, Wellness und Gesundheit sein. (Bild: Michel Canonica - 9. Juli 2015)

Jetzt ist der neue Fahrplan für die Sauna in der Frauenbadi auf Dreilinden klar. Aus der im April 2018 ins Auge gefassten Einweihung bis Ende Jahr wird nichts, weil die Stadt zuerst das Fundament und den Unterboden der historischen Frauenbadhütte sanieren muss. Diese Arbeiten starten voraussichtlich diesen Herbst nach Ende der Badesaison 2019. Der Beginn der Bauarbeiten an der neuen Sauna auf Drei Weieren, die von vielen Saunafans sehnlich erwartet wird, starten daher erst nach Abschluss der Badesaison 2020. Das wurde an der Hauptversammlung der privaten Trägerschaft, der Genossenschaft «Weiere Sauna», vom Sonntagnachmittag bekannt.

Der Fahrplan steht

Die erste Idee, die Sauna direkt im Anschluss an die städtischen Sanierungsarbeiten noch vor Beginn der Saison 2020 in die Frauenbadi einzubauen, hat sich als nicht praktikabel erwiesen. Zum einen mache es wenig Sinn, eine neue Sauna zu bauen, um sie gleich wieder «einzumotten». Zweitens sei es für die Bauabläufe besser, zuerst das städtische Sanierungsvorhaben abzuschliessen und dann nach einer Pause mit den Arbeiten fürs Saunaprojekt zu starten, wurde an der Hauptversammlung begründet.

Barbara Ochsner, Präsidentin der Genossenschaft «Weiere Sauna», bedauerte die erneute Verzögerung des Projekts bis Ende 2020. Angesichts des Sanierungsbedarfs der Frauenbadi sei der ins Auge gefasste Weg aber mit Sicherheit der beste. Ein Kränzchen wand sie den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern: Trotz der wiederholten Verschiebung der Fertigstellung hätten sie dem Projekt nicht nur die Treue gehalten, es seien sogar weitere Personen der Genossenschaft beigetreten.

Detailprojekt und Baugesuch erarbeiten

Das Projekt «Weiere Sauna» wird in den kommenden Monaten konkretisiert. Erarbeitet werden das Detailprojekt und das Baugesuch. Das sei ein wichtiger Prozess, bei dem viele Fragen auch zum Betriebskonzept entschieden werden müssten, erläuterte Ar­chitekt Peter Hutter an der Hauptversammlung. Und provozierte gleich eine sehr konkrete Frage, nämlich jene nach dem zusätzlichen Autoverkehr, den die Sauna ins Gebiet Dreilinden-Notkersegg bringen werde.

Ab Weihnachten 2020 sollen während des Winters in der Frauenbadi am Chrüzweier Saunagänge möglich sein. (Leserbild: Doris Sieber - 21. Dezember 2016)

Ab Weihnachten 2020 sollen während des Winters in der Frauenbadi am Chrüzweier Saunagänge möglich sein. (Leserbild: Doris Sieber - 21. Dezember 2016)

Peter Hutter beruhigte: Dieser Zusatzverkehr werde sich in Grenzen halten und mit den bestehenden öffentlichen Parkplätzen problemlos abgewickelt werden können. Die Plätze sind bewirtschaftet. Eine Stunde kostet 1.50 Franken; maximal kann acht Stunden parkiert werden. Das Auto einen Saunabesuch lang abzustellen, koste damit zwischen drei und fünf Franken. Und das sei – verglichen mit den Ostwind-Tarifen für Bahn und Bus – günstig; da wäre aus Sicht der Sauna-Genossenschaft für motorisierte Besucherinnen und Besucher auch eine allfällige Gebührener­höhung noch verkraftbar.

Noch fehlen 100'000 Franken

Ins Projekt will die Genossenschaft «Weiere Sauna» 985'000 Franken investieren. Von diesem Betrag fehlen derzeit nur noch 100'000 Franken. Sie will die Genossenschaft bis zum Baustart auftreiben. Unter anderem soll die Werbung für zusätzliche Genossenschafterinnen und Genossenschafter, die einen Anteilschein von mindestens 1000 Franken zeichnen, intensiviert werden.

Derzeit hat die Genossenschaft gut 140 Mitglieder, 200 sollen es am Ende sein. In Vorbereitung ist aber auch ein breit angelegtes Crowdfunding. Es soll im September gestartet werden, unter anderem mit einem Werbefilm, in dem auch Fussballer Tranquillo Barnetta eine Rolle spielt.

Wintersauna an romantischem Ort

Die Idee für eine Wintersauna im Frauenbad war im Sommer 2016 von einer Gruppe mit Mitgliedern des Frauenschwimmclubs sowie Anwohnerinnen und Anwohnern aus St.Georgen lanciert worden. Sie will mit dem Vorhaben das einmalige Ambiente der Frauenbadi nutzen und eine «Winteroase» schaffen, in der Ruhe, Gesundheit und Wohlbefinden im Vordergrund stehen sollen.

Mitte November 2016 gründete sich eine Genossenschaft als Trägerin des Vorhabens. Das Projekt wurde dann von der St.Galler Kantonalbank im Rahmen ihres 150-Jahr-Jubiläums mit einem Beitrag von 100000 Franken bedacht. Dieses Geld wurde unter anderem für die Ausarbeitung eines Projektes eingesetzt. Im Frühsommer 2017 wurde das Resultat des Projektwettbewerbs für die Sauna vorgestellt.

2018 stellte sich heraus, dass das Fundament und der Unterboden der historischen Frauenbadhütte am Chrüzweier sanierungsbedürftig sind. Für das Vorhaben hat das Stadtparlament im Februar einen Kredit von 1,6 Millionen Franken gesprochen. Die Sanierungsarbeiten sollen gemäss derzeitigem Fahrplan nach dem Ende der Badesaison 2019 in Angriff genommen werden. (vre)

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