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Sana Fürstenland: Die Stadt reagiert auf Kritik des Kantons

Nach den Beanstandungen des kantonalen Baudepartements hat der Gossauer Stadtrat reagiert. Und die Formfehler rund um den Neubau der Sana Fürstenland behoben. Während sich die Gegner bestätigt sehen, bleibt der Stadtrat zuversichtlich.
Noemi Heule
Das Andreaszentrum im Ortskern von Gossau soll dereinst einem fünfgeschössigen Pflegeheim weichen.

Das Andreaszentrum im Ortskern von Gossau soll dereinst einem fünfgeschössigen Pflegeheim weichen.

Und plötzlich musste es schnell gehen. Bis gestern hatte der
Gossauer Stadtrat Zeit, auf ein Schreiben des kantonalen Baudepartements zu antworten. In einer vorläufigen Beurteilung hat das Amt der Stadt teils schwere Verfahrensmängel rund um die Pläne der Sana Fürstenland vorgeworfen. Bevor sich der Kanton überhaupt auf eine inhaltliche Prüfung einliess, wies er das Projekt wegen Formalitäten zurück. Der Stadtrat wollte gestern noch keine Stellung nehmen zum weiteren Vorgehen. Bereits letzte Woche hatte er jedoch drei Beschlüsse gefällt, welche die Formfehler allesamt beseitigen sollen.

«Der Rekurs wäre voraussichtlich gutzuheissen», heisst es im Schreiben des Baudepartements, das dem «Tagblatt» vorliegt. Vorab wurde dem Rat jedoch die Möglichkeit eingeräumt, die Fehler zu beheben. Das hat er gemacht: Der bemängelte Teilzonenplan wurde kurzerhand aufgehoben; er wäre gar nicht nötig gewesen. Der kritisierte Teilstrassenplan wurde neu erlassen – diesmal verbunden mit einem Strassenprojekt, wie es das Gesetz vorschreibt. «Eine Formsache», wie Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftrager der Stadt Gossau, sagt. Schliesslich handelt es sich dabei um eine Fussgängerverbindung über den Platz des Gallus-Schulhauses, welche praktisch bereits existiert, jedoch nicht formell.

Die Formalitäten kosten Zeit

Mit den Änderungen gehen zwei weitere Auflageverfahren einher. Eine Ergänzung zum Gestaltungsplan wird Ende Sommerferien öffentlich aufgelegt. Sie betrifft den Gewässerraum des Lindenbergbachs, der nach einer Änderung der Bewilligungspraxis im Kanton planerisch festgelegt werden muss. Zeitgleich mit dem Bauprojekt für das Pflegeheim soll der revidierte Teilstrassenplan öffentlich aufliegen. Wann es allerdings so weit ist, kann derzeit niemand abschätzen.
Nachdem die Mängel gemäss Stadtrat behoben sind, zeigt sich dieser zuversichtlich, dass das der Gestaltungsplan der inhaltlichen Prüfung des Baudepartements standhält. Er hofft, dass das Departement den Rekurs so schnell wie möglich abschliessend behandelt. Für den Gossauer Stadtrat kosteten die Formalitäten denn auch vor allem eines: Zeit. Die Stadt bedauert, dass
der Kanton diese Mängel nicht bereits in der Vorprüfung der Pläne im Februar 2016 angemerkt hat.

Stadt und Einsprecher sind guten Mutes

«Ärgerlich», lautet auch das Urteil von Kathrin Hilber, Verwaltungsratspräsidentin der Sana Fürstenland. Auch sie verweist auf die Vorprüfung des Kantons. «Für die Sana Fürstenland bedeutet jede Verzögerung ein Nachteil», schreibt sie. Nicht so für Einsprecher Alex K. Fürer. Er sei froh, dass die Einsprache mit Argumenten punkte, sagt er auf Anfrage. Schliesslich gehe es ihm nicht um seine «persönliche Säntissicht», wie ihm immer wieder vorgeworfen werde.
Vielmehr verfolgt Alex K. Fürer politische Ziele, wie es sich aus der elfseitigen Einspracheergänzung entnehmen lässt. Er zweifelt den Bedarf des Pflegeheims grundsätzlich an, ebenso den Standort im Gossauer Zentrum. Genauso wie die neugegründete IG optimiertes Pflegeheim will Fürer den Zeitpunkt nutzen, um den Bau nochmals zu überdenken. Für ihn ist klar: Solange die materielle Prüfung durch das Baudepartement noch aussteht, hält er am Rekurs fest. Danach sei alles offen.

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