Rund 150 Teilnehmer an Friedenskundgebung in der Stadt St.Gallen: Ständerat Paul Rechsteiner spricht über die Flüchtlingskrise und über die Begrenzungs-Initiative der SVP

An einer Kundgebung zum UNO-Friedenstag haben am Sonntag trotz Corona rund 150 Frauen und Männer an einer Kundgebung teilgenommen.

Daniel Wirth
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Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt.

Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt.

Bild: PD

Der UNO-Weltfriedenstag ist am Montag. Die Kundgebung in St.Gallen fand in dieser Form bereits zum siebten Mal statt, wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten.

Es gab Ansprachen, Musik- und Theateraufführungen. Prominenteste Redner war der St.Galler Ständerat Paul Rechsteiner. Er schlug gemäss Mitteilung einen grossen Bogen von der Flüchtlingspolitik bis zur Klimakatastrophe.

Er erinnerte daran, dass bis 1914 in Europa die Personenfreizügigkeit eine Selbstverständlichkeit war und beispielsweise Albert Einstein in fünf Jahren Schweizer geworden war. Bei der Abstimmung am kommenden Wochenende gehe es um eine fundamentale Weichenstellung und wir müssten dafür sorgen, dass die Hetzer von rechts ihre dritte Niederlage erleben, nach der «Durchsetzungs-Initiative» 2016 und der Initiative gegen die Menschenrechtskonvention 2018.

Die Flüchtlingspolitik im Zweiten Weltkrieg bildete den absoluten Tiefpunkt in der Schweizer Geschichte, wie Rechsteiner sagte. Aber auch heute stehe wieder maximaler Egoismus contra Solidarität.

Nicht mehr als 20 jugendliche Flüchtlinge aus Moria sollten in die Schweiz kommen können – weil Bern dazu Nein sage, sagte Rechsteiner. Aber wenn die Ostschweizer Kantone dafür einstehen würden, könnte diese Zahl deutlich erhöht werden. «Dafür müssten wir Druck machen», sagt er. Es sei an der Zeit, dass es wieder eine Offensive für mehr Rechte gebe