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Roter Mond auf Rossbüchel

Die Mondfinsternis vom kommenden Freitag lässt sich in der Region Rorschach nicht überall gut beobachten. Insbesondere der Fünfländerblick eignet sich aber besonders gut, um das Jahrhundertspektakel zu beobachten.
Andreas Walker
Während der totalen Verfinsterung erhält der Mond seine charakteristische rötliche Farbe. (Bild: Andreas Walker)

Während der totalen Verfinsterung erhält der Mond seine charakteristische rötliche Farbe. (Bild: Andreas Walker)

Wenn das Wetter am Freitagabend klar ist, wird uns ab Sonnenuntergang ein einmaliges kosmisches Schauspiel einer totalen Mondfinsternis beschert. Dann stehen Sonne, Erde und Mond exakt in einer Linie. Mit einer ungewöhnlich langen Totalität von einer Stunde und 43 Minuten ist sie etwas Ausserordentliches, das wir für den Rest unseres Lebens nicht mehr zu sehen bekommen. Zudem befindet sich unser äusserer Nachbarplanet Mars am Freitagabend noch in Erdnähe und wird auffällig hell in rötlicher Farbe leuchten.

Gerade für die Region Rorschach ist diese Finsternis von der Geometrie her nicht ideal, da der Mond erst spät hinter dem Berg aufgeht. Allerdings ist zum Beispiel der Rossbüchel bereits ein sehr guter Standort, der die gewünschte Sicht gewährleistet. Sollte das Wetter mitspielen, dürfte dieses Schauspiel in einer lauen Juli-Nacht sehr eindrücklich werden.

Bei einer Mondfinsternis durchquert der Mond den Schatten der Erde. Doch selbst in der Kernschattenzone wird er nicht gänzlich verfinstert. Die Erdatmosphäre lässt aufgrund ihrer Streuwirkung nur noch rotes Licht in den Kernschattenbereich passieren, was dem Mond seine rötliche Farbe während der totalen Verfinsterung verleiht.

So gut sichtbare Finsternis ist seltenes Phänomen

Jahreszeit, Tageszeit und Wochentag sind bei dieser Mondfinsternis absolut optimal. Am Freitagabend geht der Mond um 20.56 h auf, zehn Minuten nachdem er in den Kernschatten der Erde getreten ist. Bereits dieser Anblick dürfte an einem lauen Sommerabend in der Dämmerung sehr spektakulär sein. Von 21.30 h bis 23.14 h wird der Mond gänzlich verfinstert sein und vor allem in verschiedenen Rottönen erscheinen. Da er zentral durch den Erdschatten läuft, dauert die Finsternis extrem lange und dürfte in der Mitte der Totalität sehr dunkel werden, was sehr selten ist. Schliesslich ist um 00.19 h mit dem Austritt aus dem Kernschatten die Finsternis zu Ende. Wichtigste Bedingung zur Beobachtung der Mondfinsternis ist schönes Wetter. Bei lockerer Bewölkung hat man die Chance den Mond hin und wieder klar zu sehen.

Die Mondfinsternis ist von blossem Auge gut sichtbar. Ein Feldstecher leistet bereits gute Dienste für nähere Beobachtungen.

Tiefe Vollmondbahn im Sommer

Der Beginn der Finsternis beginnt bereits am Horizont, denn beim Mondaufgang ist der Mond bereits teilweise verfinstert.

Im Sommer ist die Vollmondbahn tief, deshalb wird der Mond bis zum Ende der Mondfinsternis eine Höhe von nur etwa 20 Grad erreicht haben. Wer freie Sicht von Anfang bis Ende der Finsternis haben will, muss also darauf achten, dass der östliche und südliche Horizont tief liegt und der Mond nicht durch Berge oder Hügel verdeckt wird.

Die nächste totale Mondfinsternis kann bei uns bereits wieder am 21. Januar 2019 beobachtet werden. Allerdings dauert die Totalität dann nur 62 Minuten und man muss sehr früh aufstehen, da die Finsternis um 4.34 Uhr beginnt. Diese Mondfinsternis ist bei klarem Wetter für die Region Rorschach wiederum optimal. Kurz bevor der Mond im Nordosten über dem Bodensee untergeht, ist die Mondfinsternis zu Ende.

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