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Rotarier machen sich für Weltmeere stark

Der Rotary-Club Oberer Bodensee hat beschlossen, einen Beitrag zum Schutz der Meere zu leisten. Auslöser war ein Referat der gemeinnützigen Organisation Oceancare.
Noah Salvetti
Oceancare setzt sich unter anderem für den Schutz von Walen ein. (Bild: Fotolia)

Oceancare setzt sich unter anderem für den Schutz von Walen ein. (Bild: Fotolia)

Roland Günther, Präsident des Rotary-Clubs Oberer Bodensee, weilte in den Ferien auf Spitzbergen, als er auf die Arbeit Non-Profit-Organisation Oceancare aufmerksam wurde. «Einen halben Tag lang durfte ich mithelfen, einen scheinbar sauberen Strandabschnitt zu reinigen», sagt Günther. Die Säuberungsaktion sei mit ein Grund gewesen, weshalb der Club die Meeresschützer von Oceancare für einen Vortrag bei den Rotariern anheuerte.

Die Organisation passe auch zum aktuellen Motto «Innovation und Tradition», zumal sie in Sachen Meeresschutz innovativ e Arbeit leiste. Wie jeden Freitag hat sich der Rotary-Club Oberer Bodensee, der 60 Aktivmitglieder von Arbon bis Rorschach zählt, versammelt, um gemeinsam einem Vortrag beizuwohnen.

Lärmbelastung macht Wale taub

Naturschutzbiologin Dr. Silvia Frey referierte zu den Problematiken Unterwasserlärm und Plastikmüll. «Unterwasserlärm ist ein Thema, das wir an Land nicht wirklich wahrnehmen», sagt Silvia Frey, die sich seit 1997 für Oceancare engagiert. Der Lärm entstehe vor allem entlang grosser Schiffsrouten. Da diese oftmals durch biologisch wichtige Gebiete führen, würden die dort lebenden Organismen gefährdet. Roland Günther bestätigt:

«Dem Normalbürger wird gar nicht bewusst, wie viel Verkehr auf den Weltmeeren herrscht.»

Besonders brenzlig werde es, wenn die grossen Lärmemissionen dazu führten, dass Wale und Delfine taub werden, sagt Naturschutzbiologin Silvia Frey. Das Referat vermochte bei den Mitgliedern des Rotary-Clubs Oberer Bodensee zu beeindrucken. Es sei imposant, was die verhältnismässig kleine Hilfsorganisation auf die Beine stelle und dass sie sogar als Beraterin der Vereinten Nationen fungiere, sagt Roland Günther. Er weiss: «Da steckt viel freiwillige Arbeit dahinter.» Gerade bei unbekannteren Themen wie den Folgen des Unterwasserlärms, aber auch der Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll und Erdölrückstände, sei es unabdingbar, an die Bevölkerung zu gelangen und Informationen aus erster Hand zu liefern, findet Silvia Frey.

Die positive Einstellung zum Meeresschutz haben die Mitglieder des Rotary-Clubs aus Rorschach und Umgebung mit finanzieller Unterstützung bewiesen: «Der Verein hat 3 000 Franken zugunsten von Oceancare gespendet», sagt Günther. Auch der Goldacher Slampoet Renato Kaiser unterstützt die Hilfsorganisation: Im Rahmen der Kampagne «Plastic Diet» hat er gemeinsam mit anderen Persönlichkeiten wie das Versprechen abgelegt, seinen Konsum von Plastikartikeln künftig einzuschränken.

Über Oceancare

Seit 1989 setzt sich die Non-Profit-Organisation OceanCare für den Schutz der Meere ein. Mit dem Ziel, die Lebensbedingungen in den Ozeanen zu verbessern, führen sie Forschungs- und Schutzprojekte, Kampagnen und Massnahmen zur Umweltbildung durch. Seit 2011 ist OceanCare UN-Sonderberaterin für Fragen im Meeresschutz. Finanziert wird ihre Arbeit ausschliesslich durch freiwillige Beiträge.
Mehr Infos: www.oceancare.org

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