Rot umrahmt und gelb - trotzdem verwechseln viele das Halteverbot beim Wittenbacher Migrosprovisorium mit einem Parkpaltz

Auf Facebook wird wieder einmal über das Parkierverhalten diskutiert.

Elisabeth Fitze
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Das Halteverbot ist nicht zu übersehen.

Das Halteverbot ist nicht zu übersehen.

Bild: Elisabeth Fitze

«Hallo, mol e dummi frog. Isch das en Parkplatz oder nöd?» Das fragt sich ein Nutzer in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Wittebach wenn...». Sein Post betrifft den gelb schraffierten Streifen vor dem Migrosprovisorium. Offenbar haben sich einige Wittenbacher die Freiheit genommen, trotz mehrfach signalisiertem Halteverbot dort zu parkieren.

Der Post ist wohl weniger eine «dumme Frage», sondern eher eine Aufforderung des Verfassers, das Parkverbot zu respektieren. Einige Nutzer regen sich über das Parkieren auf, andere finden, es gebe grössere Probleme. Einer kommentiert: «Würkli e dummi Frog.» Die unübersehbaren, gelben Streifen und die Halteverbotzeichen beantworten die Frage eigentlich.

Für Lieferanten ist dieser Streifen wichtig

Denn für das Verbot gibt es auch einen Grund. «Die Lastwagen müssen sich in Position rangieren. Dafür brauchen sie diesen Platz», sagt Migros-Sprecher Andreas Bühler. Vor allem während der Lieferzeiten sei es wichtig, dass dieser Streifen frei ist. «Es passiert gar nicht so oft, dass Kunden falsch parkieren.» Meist handle es sich um ein Missverständnis.

Vor allem kurz nach der Neuanbringung der Halteverbotszone sei es öfter vorgekommen, sagt Bühler. Mittlerweile handle es sich um Einzelfälle. Dass es zu wenige Parkplätze gibt, ist nicht der Fall. Bühler erklärt sich das Phänomen unter anderem durch die unmittelbare Nähe zum Eingang, die es attraktiv macht, das Fahrzeug dort abzustellen.

Wenn ein Kunde auf dem Streifen parkiere, kläre ein Mitarbeiter den Kunden über das Halteverbot auf, sagt Bühler. «Die Reaktion der Kunden ist meist sehr verständnisvoll.» Und auch da gelte es, «nicht strenger als nötig zu sein». Wenn alle Lieferungen vorbei seien, schaut die Migros auch einmal weg. Bussen oder Ähnliches wolle sie nicht vergeben.