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Rorschacher Spielwarenhandel boomt dank Corona-Virus: «Es ist, als wäre Weihnachten»

Während andere Unternehmen Kurzarbeit beantragen und eine ungewisse Zukunft haben, hat ein Spielwaren-Versandunternehmen alle Hände voll zu tun. Die Online-Bestellungen brechen derzeit alle Rekorde.

Raphael Rohner
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In einem Lager stapeln sich die Kartonkisten, und eine Angestellte verhandelt in einem Hinterzimmer telefonisch auf Englisch mit einem Kunden. Emsig werden Spielsachen und Schulbücher verpackt und zum Versand vorbereitet. Beim Online-Spielwarenhandel von «spielzeug24.ch» in Rorschach herrscht Hochbetrieb. Mittendrin steht Geschäftsführerin Marlis Mäder und behält den Überblick:

«Wir haben so viele Bestellungen wie sonst nur an Weihnachten.»

Kaum wurde das Telefonat im Hintergrund beendet, klingelt es erneut.

Bei den Kunden seien derzeit vor allem Spiele zur Beschäftigung der Kinder im Trend, doch bestellen die Kunden auch Schulrucksäcke: «Die Nachfrage nach diesem ohnehin sehr beliebten Ostergeschenk ist ungebrochen», sagt Mäder.

Wo sonst Schulranzen verkauft werden, werden nun Sendungen sortiert.

Wo sonst Schulranzen verkauft werden, werden nun Sendungen sortiert.

Bild: Raphael Rohner

«Kurzarbeit ist kein Thema»: Mäder schaut kurz eine Bestellung an und nickt. «Wir mussten zwar unsere Verkaufsfiliale schliessen, doch kompensieren wir den fehlenden Umsatz jetzt mit den Online-Verkäufen», sagt sie. Aktuell stehen neben den Onlineverkäufen Umbauarbeiten im Laden auf dem Plan. Mäder ist zuversichtlich:

«Wir müssen nach vorne schauen, und es wird eine Zeit danach geben.»
Trotz der Krise sehr beliebt: Kunden bestellen Schulranzen.

Trotz der Krise sehr beliebt: Kunden bestellen Schulranzen.

Bild: Raphael Rohner
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