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Nach acht Jahren Quartierarbeit verlässt Anna Dietsche Rorschach

Die Leiterin der Quartierkoordination wird am Donnerstag verabschiedet: Anna Dietsche hat einen Dialog zwischen Quartier, Verwaltung und Politik geschaffen.
Res Lerch
Anna Dietsche bringt Leben in städtische Quartiere. (Bild: Res Lerch)

Anna Dietsche bringt Leben in städtische Quartiere. (Bild: Res Lerch)

Menschen wohnen in städtischen Quartieren, wie sie das Zusammenleben untereinander gestalten, bleibt vielfach den dort Wohnenden überlassen. Einige Quartiere feiern miteinander Feste, andere wiederum sind relativ lose verbunden.

Anna Dietsche hat in Rorschach im Rahmen des Projet urbains der Quartierarbeit neue Impulse beschert und vor allem war sie in der Freiwilligenarbeit mit dem Fokus auf Eigenverantwortung erfolgreich. Bald beendet sie ihre Arbeit in Rorschach und widmet sich neuen Projekten. Doch schön der Reihe nach.

Auf Spaziergängen in Rorschach verguckt

Anna Dietsche ist soziokulturelle Animatorin und hat während des Studiums berufsbegleitend die Jugendarbeit im obwaldnerischen Sarnen mitaufgebaut. Die gebürtige Rheintalerin ist über Luzern und Bern in Rorschach gelandet. «Ich habe mich für die ausgeschriebene Stelle als Leiterin des neuen Quartierbüros interessiert. Bei den Reisen an die Bewerbungsgespräche und den vorbereitenden Spaziergängen durch die Stadt und am See entlang wurde mir klar – wenn zurück in die Ostschweiz, dann nach Rorschach», erzählt sie rückblickend.

Im August 2010 hat sie ihre Stelle angetreten. Das vom Bund geführte Projet urbain lief damals bereits seit 2008 – in einer ersten Phase wurden in den verschiedenen Bereichen zuerst Analysen durchgeführt. Daraus entstanden ist in all den Jahren viel mehr als nur ein Projekt mit einem erfreulichen Abschluss und einigen Bäumen und Sitzbänken in den Quartierstrassen. Es ist Anna Dietsche zusammen mit all den sonst noch involvierten Personen gelungen, ein Denk- und Handlungsmodell für die Stadt in Gang zu bringen, welches ein Teilhaben und Mitmachen und so die Gestaltung der Lebensqualität zusammen mit den Betroffenen in den Vordergrund stellt.

«Im Herbst werde ich Mama»

«Das Herzstück ist der Quartiertreff an der Löwenstrasse geworden», freut sie sich besonders. «Zusammen mit verschiedenen Projekten und Angeboten ist ein riesiges, lebendiges Netzwerk entstanden. Wir sind da sehr nah bei den Leuten, bieten eine Art Drehscheibe und vernetzten Anliegen und Bedürfnissen. Das wird auch künftig ein zentrales Element dieser Arbeit sein müssen».

Durch eine breit abgestützte Zusammenarbeit «haben wir die verschiedenen Ebenen und Leute aus Quartier, Verwaltung und Politik in einen Dialog bringen können. Diese aktive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Interessen bietet meiner Ansicht nach die Chance, die Entwicklungen in einer Stadt zukunftsfähig zu gestalten», sagt Anna Dietsche. Aus der Quartierarbeit der ersten Phase ist die Quartierkoordination entstanden und diese ist neu nicht nur für ein Quartier zuständig, sondern wirkt als städtische, niederschwellige Anlaufstelle.

Ein Stadtlabor und Pianos am See

Gerade seit dieser funktionellen Ausweitung darf Anna Dietsche auf viele spannende Puzzles in der Stadt Rorschach zurückblicken. Aufgefallen war in letzter Zeit das Stadtlabor, ein alter neu gestalteter Bauwagen. Zusammen mit verschiedenen Partnern richtete sie die forschende und verbindende Plattform an öffentlichen Plätzen in Rorschach ein.

Zuletzt initiierte sie das Netzwerk für die «Pianos am See». Nach acht Jahren freut sich Anna Dietsche auf diesen lebendigen Abschluss und die kommende Zeit, wenn sie Rorschach aus einer neuen Perspektive geniessen kann. «Im Herbst werde ich Mama», freut sie sich.

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