Vertrauliche Patientendossiers lagen auf der Strasse

RORSCHACH. Laut eines Berichts von "Schweiz aktuell" wurden im Spital Rorschach tausende Patientendossiers unbeaufsichtigt zur Vernichtung vor das Gebäude gestellt. Dort sollten sie von einer Datenvernichtungs-Firma abgeholt werden.

Drucken
Teilen
Die Patientendossiers lagen vor dem Spital Roschach. (Bild: Ralph Ribi)

Die Patientendossiers lagen vor dem Spital Roschach. (Bild: Ralph Ribi)

Eigentlich hätten Angestellte beim Container bleiben sollen, bis die vertraulichen Patientenakten von der Firma abgeholt worden wären, heisst es in einem Bericht auf der Website von SRF. Doch der Container blieb unbewacht vor dem Gebäude stehen. Der Fernsehbeitrag zum Vorfall wird am Donnerstagabend ausgestrahlt.

Name, Alter, Diagnose
Passiert ist das Aktenmissgeschick am späten Mittwochnachmittag. Die tausenden von Dossiers seien unachtsam hingeworfen worden. Name, Alter und selbst Diagnose der Patienten seien mit wenig Aufwand zu identifizieren gewesen, heisst es im Text auf der Website.

Abklärungen im Gange
SRF konfrontierte das Kantonsspital St.Gallen, zu welchem Rorschach gehört, mit dem Vorfall. Mediensprecher Philipp Lutz zeige sich bestürzt über den Vorfall, heisst es im Bericht. Weshalb die Angestellten nicht gewartet hätten, bis die Datenvernichtungsfirma eingetroffen sei, müsse jetzt abgeklärt werden.

Er gehe aber nicht davon aus, dass vertrauliche Daten entwendet worden seien. Aber für ihn stehe fest, so etwas dürfe nicht vorkommen. Die Abklärungen zum Vorfall seien im Gange. Lutz rechnet derzeit nicht mit rechtlichen Konsequenzen. (chs)