RORSCHACH: 16-Jährige überquert Bodensee

Sie hat es geschafft: Sarah Ingold hat den Bodensee schwimmend überquert. Nach knapp fünf Stunden ist die Schülerin in Rorschach angekommen. Sie wurde jubelnd empfangen.

Lisa Wickart
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Sarah Ingold (Bild: Lisa Wickart)

Sarah Ingold (Bild: Lisa Wickart)

Sarah Ingold hat nur noch wenige Meter vor sich. Die Zuschauer jubeln und klatschen. Die Schülerin schwimmt die letzten Züge bis zum Ufer. Nach fünf Stunden steigt die 16-Jährige aus dem Wasser und strahlt bis über beide Ohren. Endlich hat sie die 15 Kilometer lange Strecke vom deutschen Langenargen zum Ufer der Arionwiese in Rorschach hinter sich gebracht.

Im Rahmen einer Projektabreit hatte sich die Sekschülerin die Aufgabe gesetzt, den Bodensee zu überqueren. Gestern hat die junge Schwimmerin ihr Ziel erreicht. «Ich habe jeden Zug genossen», sagt die Rorschacherin. Ein Traum sei für sie in Erfüllung gegangen. Die Freude ist so gross, dass die Anstrengung in den Hintergrund rückt: «Klar war es hart, trotzdem bin ich voller Energie.» Neun Monate hat sich Sarah auf die Aufgabe vorbereitet. Mindestens viermal in der Woche hat sie dafür trainiert. Der Erfolg hing jedoch nicht nur von ihr ab, auch das Wetter musste passen.

Von zwei Booten begleitet

Dies tat es am Montag: Als die Schülerin im Neoprenanzug um sieben Uhr losschwamm, strahlte die Sonne und es windete kaum. «Ich bin so früh los, weil dann der See ruhig ist und wenige Schiffe unterwegs sind», sagt sie. Alle 40 Minuten musste Sarah eine Pause einlegen. «Ich habe mich an einem Brett im Wasser festgehalten und etwas gegessen und getrunken, damit ich bei Kräften bleibe», sagt sie. Spezielle Sportlernahrung hat sie unterwegs zu sich genommen. Begleitet wurde Sarah von zwei Booten. Mit dabei waren ihre Trainerin, ihre Mentorin, ihre Mutter, ein Arzt, ein Taucher und die beiden Bootsführer. In der Vorbereitungsphase im April rechnete die Schülerin noch mit einer Schwimmzeit von fünfeinhalb Stunden. Geschafft hat sie es in fünf Stunden.

Der Schwumm sei problemlos verlaufen. «Ich hatte den See für mich alleine», sagt sie und lächelt. Sie kann es kaum fassen, dass die rund 60 Zuschauern nur wegen ihr hier sind. Ein riesiges Plakat mit der Aufschrift «Hopp Sarah» prangt über den Köpfen ihrer Klasse, Freunde, Verwandten und Schaulustigen. Sie alle haben sich um die junge Schwimmerin versammelt. Von allen Seiten erhält Sarah Gratulationen und Umarmungen. Erst jetzt wird ihr sichtbar bewusst, was sie geschafft hat.

Sarah Ingold wird am Rorschacher Bodenseeufer frenetisch von Zuschauern gefeiert. (Bild: Lisa Wickart)

Sarah Ingold wird am Rorschacher Bodenseeufer frenetisch von Zuschauern gefeiert. (Bild: Lisa Wickart)