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«Rorschach soll zur Velostadt werden» - Ideen und Visionen hiesiger SP-Politiker zur Mobilitätszukunft

Anna Viola Bleichenbacher, Paul Rechsteiner und Guido Etterlin befassten sich an einem Podium mit einem Zukunftsentwurf zur Mobilität. Die SP-Politiker fordern dazu teils radikale Massnahmen.
Jolanda Riedener
Anna Viola Bleichenbacher (von links), Paul Rechsteiner, Moderator Felix Gemperle und Guido Etterlin stellen sich Fragen aus dem Publikum. (Bild: Jolanda Riedener)

Anna Viola Bleichenbacher (von links), Paul Rechsteiner, Moderator Felix Gemperle und Guido Etterlin stellen sich Fragen aus dem Publikum. (Bild: Jolanda Riedener)

Es ist Wahlkampf. Nicht nur in Rorschach. Politikerinnen und Politiker nutzen jede Gelegenheit, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die SP Rorschach Stadt am See hat deshalb am Mittwochabend ins Foyer der HPV eingeladen. Nebst Stadtpräsidiumskandidat Guido Etterlin diskutieren der St. Galler Ständerat Paul Rechsteiner und die Rorschacherberger Nationalratskandidatin Anna Viola Bleichenbacher (alle SP). Mobilität ist im Alltag gegenwärtig und wird auch in der Region Rorschach aktuell rege diskutiert. Das Projekt «Autobahnanschluss Plus» prägt den Wahlkampf um die Nachfolge von Thomas Müller.

«Verkehr ist Fluch und Segen», sagt Guido Etterlin in seiner Einführung. Er zeichnet kein optimistisches Bild: «Das Verkehrsvolumen steigt und hat eine Dimension angenommen, bei der man sich fragen muss ‹wie geht das weiter?›». Verkehr als grösster Produzent von CO2-Emissionen beeinträchtige die Wohn- und Lebensqualität. Der Individualverkehr sei in der Vergangenheit gar überproportional gefördert worden. Nun sei es an der Zeit, in den Langsamverkehr zu investieren. Etterlin sagt:

«E-Bikes bieten grosses Potenzial für unsere Region»

Rorschach soll sich zu einer der velofreundlichsten Städte wandeln. Hier müsse man in die Infrastruktur investieren.

Die Stadt Rorschach spiele in Zukunft durch ihre Lage eine entscheidende Rolle, ist Paul Rechsteiner überzeugt. Durch den Streckenausbau werde die Zugverbindung nach München eine Stunde schneller. «Das bringt enormes Potenzial, statt des Buses oder Flugzeugs, wäre der Zug wieder attraktiv», sagt Rechsteiner. Auch Investitionen in Deutschland würden eine Weiterreise nach Berlin deutlich verkürzen. Ständerat Rechsteiner sagt:

«Wir befinden uns in einer Umbruchzeit. Rorschach bildet bald nicht mehr den unbedeutenden Rand der Schweiz.»

Man würde sich künftig wohl vermehrt über die Landesgrenze hinweg orientieren. Es sei aber wichtig, dass man Druck mache und verkehrspolitisch in die Zukunft schaue: «Geschenkt wird uns nichts.»

Barrieren sollen Autofahrer ausbremsen

Anna Viola Bleichenbacher ist der Überzeugung, man müsse vermehrt in den öffentlichen Verkehr investieren. Sie sagt:

«Den motorisierten Individualverkehr dürfen wir nicht auf Elektroautos verlagern.»

Schliesslich gebe es auch ein Platzproblem, Autos müssten irgendwo abgestellt werden. Deshalb sollten diese nur noch für den Transport gebraucht werden. «Ich bin gegen den Autobahnanschluss. Wir sollten besser dafür sorgen, dass noch mehr Züge durch Rorschach fahren und die Autofahrer noch länger an den Barrieren warten müssen», sagt sie und erhofft sich ein Umdenken.

Raphael Frei, Präsident der IG Mobil sitzt im Publikum. «Schaffen wir es, ideologiefrei zu diskutieren?» Es gehe beim Autobahnanschluss Plus um ein umfassendes Projekt mit Massnahmen für alle vier Verkehrsweisen. «Wir brauchen alle Verkehrsträger», sagt er. «Ich stehe dem A1-Anschluss kritisch gegenüber», sagt Guido Etterlin. Klar sei aber, wer Stadtpräsident werde, müsse den Entscheid des Volkes umsetzen, egal wie dieser ausfalle.

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