Viele Kursbesucher: Die Schneesportschule Rorschach sucht Skilehrer

Weil Skilehrer Mangelware sind, suchen Schneesportschulen in der weiteren Region Rorschach Nachwuchs. Vor allem die Samstagskurse für Kinder sind äusserst beliebt.

Rudolf Hirtl
Hören
Drucken
Teilen
Schon nach wenigen Lektionen fahren Mädchen und Buben dem Skilehrer erstaunlich gekonnt hinterher.

Schon nach wenigen Lektionen fahren Mädchen und Buben dem Skilehrer erstaunlich gekonnt hinterher.

Bild: Tino Dietsche (Januar 2019)

Skifahren gehört in der Schweiz zum Kulturgut. Und wenn Mädchen und Buben mit roten Wangen und laufender Nase das Spieleland mit herumhopsenden Bären hinter sich gebracht haben und ihre ersten Kurven in den Schnee ziehen, dann ist in der Region Rorschach oft eine der hier tätigen Schneesportschulen dafür verantwortlich, zumal diese aktuell sogar einen kleinen Boom verzeichnen.

«Bei den drei- bis siebenjährigen Kindern konnten wir die Teilnehmerzahlen bei den Samstagkursen in den vergangenen fünf Jahren von 20 auf 70 steigern», sagt Silvan Kappler, Präsident der Naturfreunde Schneesportschule Rorschach (NFS). Mit ein Grund, weshalb die Schneesportschule im Oktober Frauen und Männer suchte, die ihre Passion für den Wintersport an andere weitergeben möchten.

Entspannt mit dem Car zur Skipiste fahren

Acht Interessenten haben sich damals gemeldet, sechs davon den Kaderkurs in Davos besucht. Aktuell unterrichten 40 Frauen und Männer bei der NFS, wobei alleine sonntags bis zu 200 Kursteilnehmer zu betreuen sind. Kappler hätte also nichts dagegen, würden sich noch mehr Schneesportler melden, denn bei Ausfällen wegen Krankheit oder Verletzung könne es schon mal eng werden. Er sagt:

«Wir sind glücklich, wenn Kandidatinnen oder Kandidaten die J+S-Ausbildung haben, Voraussetzung ist es aber nicht.»

Die Kurse der NFS Schneesportschule Rorschach beginnen am Samstag, 4. Januar, im Skigebiet Ebenalp-Horn für Kinder ab drei Jahren. Während die Anreise dorthin selbstständig erfolgt, werden die Teilnehmer der Sonntagskurse auf Wunsch mit dem Car in die Lenzerheide gefahren, wo Anfänger bis Fortgeschrittene willkommen sind. Kinder können dabei bereits im Alter von fünf Jahren ohne Eltern mitfahren und werden durchgehend betreut. Die NFS beschränkt ihr Angebot bewusst auf alle Samstage und Sonntage im Januar. «Im Januar sind die Skigebiete schwach besucht, daher können wir dann bessere Konditionen mit den Bergbahnen aushandeln, so Kappler.

Ski- und Snowboard Kurse besuchen

Infos und Anmeldungen für den Car sowie die Ski- und Snowboardkurse auf www.schneesport-rorschach.ch oder www.sssheiden.ch

Auch auf dem Bischofsberg ob Heiden wird der Nachwuchs wintersportaffiner Eltern bei seinen ersten Schritten auf den rutschigen Brettern betreut. Bis zu 15 Skilehrerinnen und Skilehrer starten mit dem Unterricht, sobald es die Schneeverhältnisse zulassen. «Unser Team besteht aus 35 Männern und Frauen. So viel brauchen wir, um flexibel sein zu können», sagt Johannes Solenthaler, Leiter der Schweizer Skischule Heiden. Am Bischofsberg wird täglich unterrichtet, wobei das Mindestalter zwei Jahre beträgt. Ab 28. Dezember werden Ganztageskurse in Malbun angeboten. Ebenso wie Kappler ist es auch Solenthaler ein Anliegen, die Freude am Wintersport zu fördern und zu erhalten.

Beide bestätigen, dass der Trend weiterhin in Richtung Skifahren geht. Snowboarder machen rund einen Drittel aus. Gästen zwischen 9 und 99 Jahren verspricht die Skischule in Heiden das Skifahren innert drei Tagen beizubringen.

Gletscherschutzmatten sollen Kunstschnee auf dem Bischofsberg retten

Gestern wurden auf dem Bischofsberg ob Heiden 1200 Quadratmeter Gletscherschutzmatten ausgelegt. Skiliftbetreiber Johannes Solenthaler will so den aufwendig produzierten Kunstschnee über die Festtage erhalten. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit der Firma SMI Snow Makers AG aus Thun. Diese war schon an verschiedenen Gletscherschutzaktionen in den Alpen beteiligt.
Rudolf Hirtl