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Rorschach: Kein Einerli mehr im «Signal» – Umwälzungen in der Beizenszene

In der Rorschacher Bar- und Beizenszene geht es rund. Das «Signal» hat geschlossen, die Zukunft des «Mariaberg» ist ungewiss und am Hafen stehen Wechsel an.
Rahel Jenny Egger, Martin Rechsteiner
Das Café Restaurant Signal ist geschlossen, die Räume sind zur Miete ausgeschrieben. (Bild: Rahel Jenny Egger)

Das Café Restaurant Signal ist geschlossen, die Räume sind zur Miete ausgeschrieben. (Bild: Rahel Jenny Egger)

Es tut sich was in Rorschachs Gastromilieu. Die Szene ist zwar in ständiger Bewegung, dennoch häufen sich derzeit Neueröffnungen, Schliessungen und Pächterwechsel.

Restaurant Mariaberg: Alles offen

Da wäre einmal das Restaurant Mariaberg. Die Pächter, Ralph und Claudia Leisi, haben angekündet, ab Mitte Juli nicht mehr wirten zu wollen. Der Besitzer, Urs Räbsamen, sagt:

«Die Leisis hatten lange Arbeitstage. Und doch verdienten sie kaum etwas durch den Betrieb.»

Das Problem seien das Konzept und die Raumaufteilung. «Dadurch braucht es viel Personal.» Zudem sei Küche auf hohem Niveau für wenig Geld geboten worden. Das lohne sich unter dem Strich nicht. «Vermutlich wird man künftig auf etwas weniger anspruchsvolle Gerichte zu guten Preisen setzen.»

Die Suche nach einem Nachfolger für die Leisis laufe. Es gebe einige Interessenten. «Von ihnen kommt oft der Anspruch auf einen Raucherbereich im Restaurant», sagt Räbsamen. Ob ein solcher gebaut werden könne, kläre er derzeit mit der Stadt ab.

«Vielleicht werden wir auch in Richtung Eventlokal gehen, aus dem ‹Mariaberg› einen Veranstaltungsort machen.»

Doch das sei womöglich schwierig wegen des Lärms. «Es steht also noch in den Sternen, wann, wie und von wem das Restaurant weitergeführt wird.»

Café Restaurant Signal: Das Aus ist da

Das sichere Aus hat hingegen das Café Restaurant Signal an der Signalstrasse ereilt. «Die Gastrolandschaft in Rorschach hat sich von Grund auf verändert», sagt Pächter Marko Milosevic. Als er und seine Mutter Marja den Betrieb vor rund 15 Jahren übernahmen, entschieden sie sich für die Beibehaltung des typisch schweizerischen Konzepts, wie er es nennt. Doch die Stammkundschaft sei immer älter geworden. Viele zogen ins Altersheim oder verstarben.

Neue Stammkunden zu gewinnen, gelang den beiden nicht. Die jüngere Generation bevorzuge eine andere Küche und für eine Umstellung habe das Geld gefehlt. Also mussten Marko und Marja Milosevic ihre geliebte Beiz aufgeben. Was nun mit dem leeren Lokal geschieht, ist noch unklar. Dass wieder ein Gastronomiebetrieb einzieht, schliessen die Verantwortlichen der Verwaltungsfirma, der Immovida in Wil, nicht aus.

Café Arcade: Neustart

Besser ergeht es dem Café Arcade an der Hauptstrasse. Nach drei Monaten Unterbruch öffnet es wieder. Allerdings mit einem neuen Pächter. Der vorherige Wirt Miroslav Rohan hatte aufgrund von Lärmbeschwerden schliessen und den Standort verlassen müssen. Der neue Geschäftsführer Franco Gaglio will solche Probleme um jeden Preis vermeiden.

«The Ami» im ehemaligen Café Schnell

Im ehemaligen Café Schnell gibt es ebenfalls bald wieder Betrieb. Der junge Gastronom Adam Koc will dort noch diesen Frühling sein Burgerrestaurant The Ami wiedereröffnen. Den genauen Termin möchte er noch geheimhalten. Koc hatte mit seinen Hamburgern am alten Standort, an der Heidenerstrasse, einen Nerv getroffen. Er suchte deshalb ein Lokal mit mehr Platz und wurde mit dem leerstehenden Café Schnell fündig. Dieses schloss seine Pforten vor etwa vier Jahren. Mitinhaber war bis 2013 der Appenzeller Fernsehmoderator Marco Fritsche.

Aus «3eee »wird «Hafenbar»

Auch unter einem neuen Namen eröffnet bald die ehemalige Bar 3eee am Hafenbahnhof. Und zwar als «Hafenbar», wie das neue montierte Schild über der Tür verrät. Mit dieser Information hat es sich aber auch schon. Die Verwalterin sagt auf Anfrage: «Das Lokal wird derzeit renoviert, wann es wieder öffnet, ist noch unklar. Informationen folgen.» Auf die Frage, weshalb die Bar ihren Namen ändere, sagt sie:

«Der hat nicht mehr gepasst. Wir sind hier am Hafen.»

Zudem gibt es einen Pächterwechsel.

Auch geschlossen und wieder geöffnet hat vergangenes Jahr der «Stadthof». Jetzt kochen dort Caterer. Für immer zu ging hingegen das Restaurant Rosenberg. Nach 36 Jahren hat sich das Wirtepaar Janja und Petar Pekic im Januar verabschiedet. Das Gebäude an der Heidenerstrasse wird nun zum Wohnhaus für die Tochter und ihre Familie.

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