Rorschach
«Ich wollte nur schlichten, dann wollte er mich mit seinem Messer abstechen!»: Am Samstag ist es in Rorschach zu einem Streit gekommen

In den sozialen Medien kursieren Videos und Bilder von einem Streit am Rorschacher Marktplatz vom Samstagabend. Die Kantonspolizei St.Gallen ermittelt.

Jolanda Riedener
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Bei einem Streit am Rorschacher Marktplatz wurde eine Person leicht verletzt.

Bei einem Streit am Rorschacher Marktplatz wurde eine Person leicht verletzt.

Bild: Getty Images

Videos auf Facebook zeigen Tätlichkeiten zwischen drei Personen vor dem Restaurant Münzhof, am Rorschacher Marktplatz. Es wird geschubst, getreten und geflucht. Ein Mann schreibt dazu, er habe schlichten wollen und sei dazwischen gegangen. «Jedoch wollte er mich dann auch noch abstechen mit dem Messer», schildert er.

Eine weitere Facebook-Nutzerin schreibt in der Gruppe «Du bisch vo Rorschach wenn...», sie sei mit ihren Kindern unterwegs gewesen. Ein Mann habe geschrien. Sie und ihre Kinder hätten Angst bekommen, und sie seien weitergegangen:

«Wir dachten: Scheisse, jetzt geht er auf uns los.»

Eine Person und der Täter haben sich verletzt

Pascal Häderli, Polizeisprecher der Kantonspolizei St.Gallen, bestätigt den Vorfall auf Anfrage. Gegen 18.20 Uhr sei ein Streit gemeldet worden. Dabei war laut Häderli auch ein Messer im Spiel. Eine Person wurde dabei leicht verletzt und konnte mit einem Pflaster verarztet werden. Der mutmassliche Täter selber habe sich ebenfalls verletzt. Der 42-jährige Deutsche wird verdächtigt, das Messer benützt zu haben. Die Polizei hat ihn festgenommen und er wurde im Spital verarztet.

Wie es zum Streit gekommen war und was der Hintergrund des Vorfalls war, kann Häderli nicht sagen: «Die Kantonspolizei ermittelt.» .

Wer Gewaltvideos verbreitet, kann sich strafbar machen

Wer Video- oder Bilder eines solchen Vorfalls gemacht habe, der solle das Material zur Auswertung an die Polizei schicken, sagt Polizeisprecher Pascal Häderli weiter. Man solle sich dazu mit der Polizei in Verbindung setzen.

Beim Verbreiten solcher Videos auf Facebook und Co. empfiehlt Häderli, vorsichtig zu sein. Denn man könne sich dabei auch strafbar machen. Zum Beispiel wenn Gewalt gezeigt werde. Weiter zeigten Videos oft nur einen Ausschnitt und damit nicht die ganze Wahrheit, was auch Raum für Spekulationen biete.