Comedian Bänz Friedli präsentiert sein neues Programm vorab in Rorschach

Bänz Friedli tritt am Samstag zum ersten Mal in der Hafenstadt auf. Das Rorschacher Publikum dient dem preisgekrönten Kabarettisten als Versuchskaninchen. Umso mehr will er aber sein Bestes geben.

Jolanda Riedener
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Von Bern an den Bodensee: Kabarettist Bänz Friedli stellt am Samstag sein neues Programm vor. (Bild: PD/Vera Hartmann)

Von Bern an den Bodensee: Kabarettist Bänz Friedli stellt am Samstag sein neues Programm vor. (Bild: PD/Vera Hartmann)

Der Berner Kabarettist Bänz Friedli stellt am Samstag sein neues Programm vor. Das Rorschacher Publikum kommt dabei in einen besonderen Genuss. Denn seine vierte Bühnenshow mit dem Titel «Was würde Elvis sagen?» wird er das allererste Mal im Rorschacher «Treppenhaus» aufführen.

Er probiere ein neues Programm jeweils gerne an kleinen Orten aus, bevor er sich in Zürich den Medien und der breiten Öffentlichkeit aussetze, sagt er auf Anfrage. Ende Februar und Anfang März tritt der Stand-up-Comedian dann sieben Tage hintereinander im Theater am Hechtplatz in Zürich auf, bevor er nach Thun, Bern, Luzern, Olten oder Basel weiterzieht. «Das ist aber keineswegs despektierlich. Ich bin selbstverständlich bereit und werde nichts Halbbatziges präsentieren», ergänzt Friedli.

Besonders bekannt ist folgende Szene:

In Rorschach aufgetreten ist Bänz Friedli noch nie, in der Hafenstadt zu Besuch war er aber schon mehrere Male: Bei Velotouren mit der Familie. Seine Agentin Lisa Roth stamme aus der Region und habe deshalb das «Treppenhaus» vorgeschlagen.

«Unsere Kunst gehört an kleine Orte statt ins TV»

Was ist besonders, wenn man das neue Programm zum ersten Mal vor Publikum aufführt? «Das Programm wird dann erst komplett», sagt Friedli. Was er geschrieben und memoriert habe, sei nur die eine Hälfte – «Das Publikum erst macht die Aufführung aus.» Deshalb sei die Erstmaligkeit absolut entscheidend. «Funktioniert es? Lachen die Leute? Sind sie dabei? Das weiss man nie im Voraus, und es gibt immer Überraschungen», sagt Friedli.

Zum Beispiel Lacher und Applaus an anderen Stellen, als er sich diese vorgestellt habe. «Das ist wunderbar. Dadurch lerne ich mein eigenes Programm erst richtig kennen.» An den kleinen Bühnen gefalle Friedli die Nähe zum Publikum. «Die Stimmung wird dann spür-, die Energie im Raum erlebbar.» Er könne im kleinen Rahmen auf Zwischenbemerkungen eingehen und sei voll und ganz bei den Leuten. «Es heisst ja nicht vergeblich ‹Kleinkunst›, unsere Kunst gehört an solche Orte. Und nicht ins Fernsehen», sagt Friedli.

Bei der ersten Aufführung des Programms lasse er sich vor allem vom Publikum überraschen. Manchmal würden auch neue Pointen entstehen.

Sammelt und verehrt Elvis Presley

Sein Kabarett ist eine One-Man-Show: Bänz Friedli stellt sich einfach hin und erzählt. Im aktuellen Programm «Was würde Elvis sagen?» geht es aber nicht nur um den King, sondern auch darüber, was den Komödianten beglückt und was ihn aufregt. Er gehe während seines Programms auf den jeweiligen Ort und Aktualitäten ein, weshalb jeder Abend zum Unikat wird. Eines bleibt aber gleich: Friedli fallen immer wieder Songs von Elvis Presley ein, die seinen Auftritt begleiten. Er sei ein grosser Fan: «Ich halte ihn tatsächlich für den grössten und wichtigsten Musiker des vergangenen Jahrhunderts.» Im Programm komme diese Verehrung auf spielerische Weise rüber. «Es geht auch um tausend andere Themen wie Klimawandel, Waffenexporte, das Älterwerden, Religion ... – was uns halt so umtreibt, in diesen Zeiten.»

Tickets

Die Vorstellung im «Treppenhaus» (www.treppenhaus.ch) findet am Samstag, 9. Februar um 20 Uhr statt. Tickets sind im Vorverkauf erhältlich. Weitere Daten unter www.baenzfriedli.ch