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Nach dem Kantonalschwingfest in Tübach: Der Ring wird zur Grümpiwiese

Sägemehlringe, Tribühnen, Festzelte – die Infrastruktur für 5000 Personen wird in nur einem Tag zurückgebaut. Auch dabei ist die Muskelkraft der Schwinger gefragt.
Rudolf Hirtl
Gegen 70 Helferinnen und Helfer bauen die Infrastruktur des St. Galler Kantonalschwingfestes in Tübach ab. (Bild: Bilder: Rudolf Hirtl)

Gegen 70 Helferinnen und Helfer bauen die Infrastruktur des St. Galler Kantonalschwingfestes in Tübach ab. (Bild: Bilder: Rudolf Hirtl)

In seiner Doppelfunktion als Gemeindepräsident von Tübach und als OK-Präsident des 104. Kantonalschwingfests war Michael Götte gefordert. Am Montagmorgen ist das auch deutlich zu hören. «Die Kombination von wenig Schlaf, viel Arbeit und ein bisschen Alkohol ist schuld», sagt er lachend, auf seine heisere Stimme angesprochen. Das hindert ihn aber nicht, gestern bereits um 6 Uhr früh wieder auf dem Festplatz zu stehen. Und da hat er sich gewundert, dass um diese Uhrzeit bereits eine Bohrmaschine zu hören war. «Ich bin dem Geräusch nachgegangen und habe zwischen Tribüne und Festzelt Patrick Egli angetroffen, der schon mit dem Abbau beschäftigt war. Er hat mir erzählt, dass er Nachtschicht hatte und danach lieber gleich auf den Schwingplatz ging, weil er sich später nicht mehr hätte dazu aufraffen können», sagt Götte mit einem Schmunzeln. Egli ist nicht der einzige Schwinger, der beim Abbau hilft. Bauchef Hansueli Frei schätzt, dass gegen 50 zugegen sind. Zusammen mit Fachleuten, die Strom- und Wasserleitungen demontieren, seien 70 Helferinnen und Helfer am Platz.

Skeptiker Götte auf den Geschmack gebracht

Laut Frei ist es Ehrensache, dass Schwinger nach dem Fest mit anpacken. Bereits am Sonntagabend wurden die fünf Sägemehlringe abgetragen und zum Holzschnitzel-Bunker der Energie Horn AG gebracht. Gegen 70 Tonnen Material werden bis Montagabend abgebaut und weggefahren. «Das Wetter ist perfekt. Wir können mit Lastwagen und Staplern problemlos auf die trockene Wiese fahren. Das erleichtert uns die Arbeit enorm», sagt Hansueli Frei.

Die Kameradschaft unter den Schwingern ist laut Götte einfach fantastisch. Und er sei dankbar, dass der bisher grösste Anlass in der Geschichte Tübachs derart reibungslos funktioniert habe. Dass das Kantonale hier stattgefunden hat, sei Werkhofmitarbeiter Franz Koller zu verdanken, denn der habe die vorgängige Skepsis von Götte zerstreut und diesen für den Anlass begeistert. Dass auf der Grümpiwiese bald wieder etwas in dieser Grössenordnung stattfindet, glaubt der Gemeindepräsident nicht. Die nahe Wohnumgebung würde dadurch zu sehr strapaziert.

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