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Das Riethüsli bekommt ein neues Gesicht

Der Ruckhaldetunnel der Appenzeller Bahnen nimmt immer mehr Gestalt an. Im Innern sind die Schienen fast zur Hälfte verlegt. Auch beidseits der Tunnelportale wird mit Hochdruck gebaut. Denn schon in drei Monaten fahren die ersten Züge - allerdings noch ohne Passagiere.
David Gadze
Die Züge der Appenzeller Bahnen fahren und halten künftig zwischen den Häuserzeilen am Riethüsliweg. Das Trassee entlang der Teufener Strasse ist bereits grösstenteils zurückgebaut. (Bild: Benjamin Manser)

Die Züge der Appenzeller Bahnen fahren und halten künftig zwischen den Häuserzeilen am Riethüsliweg. Das Trassee entlang der Teufener Strasse ist bereits grösstenteils zurückgebaut. (Bild: Benjamin Manser)

In knapp vier Monaten fährt der erste fahrplanmässige Zug durch den neuen Ruckhaldetunnel. Doch bereits vorher wird das Jahrhundertbauwerk der Appenzeller Bahnen in Betrieb genommen. Ab Anfang September finden Testfahrten mit den neuen «Tango»-Zügen statt. Darauf deutet im Moment noch wenig hin. Nicht nur die Ruckhalde, auch das Riethüsli ist derzeit noch eine Grossbaustelle. Zwischen den Häuserzeilen entlang des Riethüsliwegs zieht sich das künftige Trassee wie eine Schneise durchs Quartier. Und unter der Endstation der VBSG-Linie 5 wirkt das Südportal des Tunnels wie ein riesiger Schlund.

Die künftige Haltestelle Riethüsli ist bereits deutlich erkennbar, aber noch lange nicht fertig. Bis Ende Juli soll der Rohbau abgeschlossen sein, der Gleisbau bis am 7. August.

40 Meter Gleis pro Tag

Etwas weiter südlich, dort, wo der Riethüsliweg in die Teufener Strasse übergeht, klafft ein grosses Loch unterhalb der Wohnhäuser. Dort entsteht eine neue Stützmauer. Der Zeitplan sei eine Herausforderung, sagt Chefbauleiter Thomas Looser. Denn die Stützmauer kann nur etappenweise erstellt werden, jeder Abschnitt muss zehn Tage lang aushärten. «Wenn hier der Gleiseinbau beginnt, müssen wir weg sein.»

Auch im 700 Meter langen Tunnel herrscht emsiges Treiben. Vom Riethüsli her wächst das Gleis in Richtung Güterbahnhofareal. Auf der sogenannten festen Fahrbahn, bei der die Schuhe für die Schienen nicht auf dem Schotter liegen, sondern in Beton eingegossen werden, verlegen die Arbeiter die Gleise. Rund 40 Meter sind es am Tag.

Arbeiter verlegen die Schienen im Ruckhaldetunnel - rund 40 Meter pro Tag. (Bild: Benjamin Manser)

Arbeiter verlegen die Schienen im Ruckhaldetunnel - rund 40 Meter pro Tag. (Bild: Benjamin Manser)

Etwa in der Mitte des Tunnels liefert ein Betonmischfahrzeug Material an. Fast knietief stehen die Arbeiter im flüssigen Beton, der wie klebriger Teig zwischen ihnen über eine Rutsche aus dem Lastwagen herausquillt, während sie ihn glatt streichen. Eine Lastwagenladung Beton reicht gemäss Looser für etwa 15 Meter, danach muss der nächste Lastwagen rückwärts durch die schmale Furt in den Tunnel fahren, um das Material für die nächste Etappe zu bringen. Am tiefsten Ort ist die Tunneldecke 48 Meter unter der Oberfläche. Das entspricht der Höhe des Bundesverwaltungsgerichts.

Die neue Brücke wächst

Am anderen Ende des Tunnels laufen die Arbeiten ebenfalls auf Hochtouren. Beidseits der Oberstrasse stehen bereits die Pfeiler der neuen Brücke. Verbunden sind sie durch ein Lehrgerüst, eine provisorische Stahlkonstruktion mit massiven Abstützungen, auf der die neue Brücke betoniert wird.

Im Güterbahnhofareal entsteht derweil eine grosse Wanne. Sie dient dazu, die Neigung zum Ruckhaldehang auszugleichen. Künftig verlaufen die Schienen nicht mehr auf Strassenniveau, sondern leicht darunter. Bis am 27. Juli müssen sie verlegt sein. Auch hier ist der Fahrplan eng: Thomas Looser spricht von einem «Wettlauf gegen die Zeit.»

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