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Richtplan: In Mörschwil wird kein explosionsartiges Wachstum angestrebt

Mörschwil aktualisiert die Ortsplanungsinstrumente. Neueinzonungen sind nur in einem Gebiet geplant.
Roger Fuchs
Laut Gemeindepräsident Paul Bühler wird nicht die ganze Dorfstruktur über den Haufen geworfen. (Bild: Ralph Ribi (28. Mai 2018))

Laut Gemeindepräsident Paul Bühler wird nicht die ganze Dorfstruktur über den Haufen geworfen. (Bild: Ralph Ribi (28. Mai 2018))

Mit der Nähe zur Stadt St.Gallen hat die Gemeinde Mörschwil auch in Zukunft ein hohes Potenzial als Wohnort. Diese Chance ist im Konzept zur räumlichen Entwicklung aufgeführt. Doch auch wenn sich damit der Druck auf die gering genutzten oder auf unternutzte Grundstücke verstärken könnte, für den Gemeinderat steht laut Gemeindepräsident Paul Bühler fest: «Wir streben kein explosionsartiges Wachstum an.»

Wenn überhaupt, dann wolle man die Politik der letzten Jahre fortsetzen und auf ein moderates Wachstum setzen. Konkret bedeutet dies, dass die Bevölkerung von heute 3550 Einwohnern in den nächsten zehn Jahren auf gegen 3800 ansteigen könnte. Eine klare Prognose ist laut Bühler schwierig, zumal man die Bevölkerungswanderung nicht abschätzen könne.

Nicht alle Revisionen
im gleichen Jahr

Basis für die Weiterentwicklung einer Gemeinde bilden die Ortsplanungsinstrumente. Und diese müssen nach der Einführung des neuen nationalen Raumplanungsgesetzes sowie des neuen kantonalen Planungs- und Baugesetzes überarbeitet werden. In Mörschwil läuft derzeit die Revision des Richtplans, im kommenden Jahr sollen der Zonenplan und das Baureglement angepasst werden.

Beim Richtplan befindet man sich, nachdem die Eingaben des Kantons eingeflossen sind, nun in der Mitwirkungsphase der Bevölkerung. Vernehmlassungsbeiträge können laut Paul Bühler bis Ende August eingereicht werden. Nach Auswertung und Bereinigung des Richtplans wird dieses behördenverbindliche Instrument schliesslich vom Gemeinderat erlassen.

Wie der Gemeindepräsident festhält, wird in Mörschwil nicht die ganze Dorfstruktur über den Haufen geworfen. Analog zu anderen Gemeinden ist aber auch hier das Potenzial der inneren Verdichtung auszuschöpfen – ganz besonders im Ortskern und in Bahnhofsnähe. Neueinzonungsmöglichkeiten sind beschränkt, aber sie sind vorhanden. «Gebiete erster Priorität für mögliche Einzonungen sind die Wohngebiete Hueb und Schulstrasse», sagt Paul Bühler. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision sei geplant, eines dieser Gebiete zur Einzonung vorzuschlagen.

Noch Reserven bei den Arbeitsplatzgebieten

Der Innenentwicklung im Bereich der Arbeitsnutzungen sowie der Siedlungserweiterung von Arbeitsplatzgebieten kommt gemäss Planungsbericht eine deutlich kleinere Bedeutung zu. Vorerst gäbe es genügend Reserven auf Gemeindegebiet, die bei Neubauprojekten möglichst gut ausgenützt werden sollten. Konkret gibt es derzeit noch 1,6 Hektaren unbebaute Arbeitszonen.

Sodann geht es bei der Ortsplanung nebst dem Bauen auch um Siedlungsfreiräume, Landwirtschaftsflächen oder den Verkehr. In Mörschwil bestehen bereits öffentliche Siedlungsfreiräume rund um die Schule und Kirche. Der Richtplan sieht die Möglichkeit für die Erstellung eines zusätzlichen Erholungsraums an der Bahnhofstrasse vor. Punkto Verkehr bleibt die bereits im aktuellen Richtplan erwähnte Schaffung einer neuen Bushaltestelle an der Fahrnstrasse weiterhin aktuell. Die Massnahme sei jedoch erst zu ergreifen, wenn das Gebiet Häftlibach Nord/Farb (Langfristplanung) eingezont würde.

Um die Ausscheidung von Intensivlandwirtschaftszonen zu ermöglichen, gibt der revidierte Richtplan vor, dass entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen sind. Überdies wird die Überprüfung und Aktualisierung der Schutzverordnung beschlossen. Die Schutzgebiete und deren Zustand sollen geprüft, beschrieben und für jedes Objekt Schutz- und Pflegemassnahmen formuliert werden.

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